Gold: Weiter im geldpolitischen Aufwind
16.08.24 19:00
Helaba
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Gold hat einen Rekordlauf, so die Analysten der Helaba.
Die nahende Zinswende der US-Notenbank im September dürfte dafür sorgen, dass dies auch so bleibe. Das Edelmetall sollte weiter profitieren.
Gold breche alle Rekorde. Im Zuge der Turbulenzen an den globalen Aktienmärkten sowie Sorgen vor einer Eskalation im Nahen Osten habe sich das Edelmetall mal wieder als sicherer Anlagehafen bewährt. Es bleibe somit in Kontakt zu seinem Allzeithoch von Mitte Juli mit gut 2.483 US-Dollar je Feinunze. Doch maßgeblich für den Goldpreis seien aktuell eher Spekulationen auf die anstehenden Zinssenkungen der US-Notenbank FED.
Derzeit seien sich die Anleger weitestgehend einig, dass die Zinswende im September eingeläutet werde. Unsicherheit hingegen herrsche über die Höhe und Dynamik der möglichen Schritte. Zuletzt seien es Befürchtungen gewesen, dass der FED das "soft landing" der US-Wirtschaft nicht gelinge.
Rezessionssorgen hätten Spekulationen auf einen aggressiveren Zinssenkungspfad der FED befördert. Das dürfte sich als übertrieben herausstellen, angesichts des nach wie vor soliden konjunkturellen Umfelds. Dennoch würden die jüngsten US-Inflationsdaten zeigen, dass die FED nun genug Spielraum für einen forcierten Expansionskurs habe. Dieser trage dazu bei, dass die Zinsen am Rentenmarkt deutlicher zurückkommen würden, als zunächst von den Analysten erwartet.
Die Opportunitätskosten für Gold würden schneller sinken und im Gegenzug einen höheren Goldpreis in den kommenden Monaten rechtfertigen. Es sei also nur eine Frage der Zeit, bis neue Rekorde fallen würden. Für das Schlussquartal dieses Jahres würden die Analysten daher ihre Prognose von 2.400 auf 2.500 US-Dollar je Feinunze revidieren.
Die starke Entwicklung des Goldpreises in diesem Jahr sei beeindruckend. Mit einer Jahresperformance von knapp 20% in Dollar- sowie gut 20% in Eurorechnung stelle das Edelmetall bislang sogar Risikoassets wie Aktien in den Schatten. Dabei seien die sinkenden Opportunitätskosten nicht das ganze Jahr über der Treiber gewesen. Noch zu Jahresbeginn sei Gold durch starke Käufe von Zentralbanken sowie eine insgesamt gestiegene Nachfrage vor allem in China und Indien befördert worden.
Mit den jüngsten Rekordpreisen habe das Kaufinteresse etwas nachgelassen. Von dieser Seite könnte die Unterstützung ausbleiben und es würden Rückschläge drohen. Doch dürfte das durch die aktuelle Leitzinsfantasie ausgeglichen werden. Darüber hinaus bleibe Gold als sicherer Anlagehafen durch die geopolitischen Risiken sowie die Besorgnis über die Entwicklung der globalen Staatsschulden grundsätzlich unterstützt. (16.08.2024/ac/a/m)
Die nahende Zinswende der US-Notenbank im September dürfte dafür sorgen, dass dies auch so bleibe. Das Edelmetall sollte weiter profitieren.
Gold breche alle Rekorde. Im Zuge der Turbulenzen an den globalen Aktienmärkten sowie Sorgen vor einer Eskalation im Nahen Osten habe sich das Edelmetall mal wieder als sicherer Anlagehafen bewährt. Es bleibe somit in Kontakt zu seinem Allzeithoch von Mitte Juli mit gut 2.483 US-Dollar je Feinunze. Doch maßgeblich für den Goldpreis seien aktuell eher Spekulationen auf die anstehenden Zinssenkungen der US-Notenbank FED.
Rezessionssorgen hätten Spekulationen auf einen aggressiveren Zinssenkungspfad der FED befördert. Das dürfte sich als übertrieben herausstellen, angesichts des nach wie vor soliden konjunkturellen Umfelds. Dennoch würden die jüngsten US-Inflationsdaten zeigen, dass die FED nun genug Spielraum für einen forcierten Expansionskurs habe. Dieser trage dazu bei, dass die Zinsen am Rentenmarkt deutlicher zurückkommen würden, als zunächst von den Analysten erwartet.
Die Opportunitätskosten für Gold würden schneller sinken und im Gegenzug einen höheren Goldpreis in den kommenden Monaten rechtfertigen. Es sei also nur eine Frage der Zeit, bis neue Rekorde fallen würden. Für das Schlussquartal dieses Jahres würden die Analysten daher ihre Prognose von 2.400 auf 2.500 US-Dollar je Feinunze revidieren.
Die starke Entwicklung des Goldpreises in diesem Jahr sei beeindruckend. Mit einer Jahresperformance von knapp 20% in Dollar- sowie gut 20% in Eurorechnung stelle das Edelmetall bislang sogar Risikoassets wie Aktien in den Schatten. Dabei seien die sinkenden Opportunitätskosten nicht das ganze Jahr über der Treiber gewesen. Noch zu Jahresbeginn sei Gold durch starke Käufe von Zentralbanken sowie eine insgesamt gestiegene Nachfrage vor allem in China und Indien befördert worden.
Mit den jüngsten Rekordpreisen habe das Kaufinteresse etwas nachgelassen. Von dieser Seite könnte die Unterstützung ausbleiben und es würden Rückschläge drohen. Doch dürfte das durch die aktuelle Leitzinsfantasie ausgeglichen werden. Darüber hinaus bleibe Gold als sicherer Anlagehafen durch die geopolitischen Risiken sowie die Besorgnis über die Entwicklung der globalen Staatsschulden grundsätzlich unterstützt. (16.08.2024/ac/a/m)
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