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Gold

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

Gold: Verschnaufpause vor der nächsten Rekordjagd


25.08.20 11:18
Merck Finck Privatbankiers

München (www.aktiencheck.de) - Der Goldpreis ist nach Monaten des Steigflugs zuletzt ins Trudeln geraten, so Lars-Henning Müller, Leiter Funds & Mandates von Merck Finck Privatbankiers AG.

Die Anfang August erreichten Rekordstände seien derzeit nicht in Reichweite, die Kurse würden heftig schwanken. Die Experten von Merck Finck Privatbankiers sähen das als eine gesunde Konsolidierung, denn aus anlegerpsychologischer Sicht sei es nach der kräftigen Aufwärtsbewegung höchste Zeit für eine Verschnaufpause gewesen. Schon im Herbst könnte die Rekordjagd aber weiter gehen, denn die strukturellen Treiber eines steigenden Goldpreises seien unverändert intakt.

Erstens würden die steigende globale Verschuldung und der wirtschaftliche Rückschlag durch die Covid-19-Pandemie dafür sorgen, dass die Realzinsen auf lange Sicht niedrig bleiben würden - und sogar weiter sinken würden. Fallende Realzinsen seien ein ideales Umfeld für den Goldpreis, weil die Opportunitätskosten eines Gold-Investments sinken würden.

Zweitens habe gerade die jüngste Krise gezeigt, wie groß der Wunsch der Anleger nach einem sicheren Hafen sei, wenn es hart auf hart komme. Die Anlegernachfrage nach Gold werde weiter hoch bleiben. Bereits seit 2019 würden stark steigende Zuflüsse in Gold-ETFs diesen Trend signalisieren.

Dieser Trend werde sich noch verstärken, weil - drittens - die Inflationserwartungen bei einer zunehmenden Erholung der Weltkonjunktur wieder anziehen dürften. Während die Zentralbanken rund um den Globus immer mehr Geld in die Märkte pumpen würden, bleibe Gold eine Währung, die sich nicht künstlich aufblähen und damit potenziell entwerten lasse.

Viertens: Viele Zentralbanken selbst würden ihre Goldallokation systematisch erhöhen. Der Grund: Angesichts hoher geopolitischer Unsicherheit möchten sie auf "Nummer sicher" gehen.

Fünftens treffe die kräftige Nachfrage auf eine schwächelnde Angebotsseite. Die Minenproduktion von Gold habe ihren Höhepunkt zunächst einmal erreicht und werde bis auf weiteres sukzessive abnehmen. Ersatz durch zahlreiche neue Minen sei nicht kurzfristig in Sicht. Denn die Vorlaufzeiten für die Genehmigung, Planung und Inbetriebnahme neuer Minen würden mehrere Jahre betragen und es werde immer schwieriger, neue, große Vorhaben zu entdecken, unabhängig vom Niveau des Goldpreises.

Der Treibstoff für den nächsten Höhenflug des Goldpreises sei reichlich vorhanden. Zwar sei Gold im historischen Vergleich nicht gerade billig, wenn man auf den nominalen Preis schaue. Aber auf mittlere Sicht dürfte es weiter kräftig nach oben gehen. Auf Sicht von drei Jahren sei ein Goldpreis von 3.000 US-Dollar je Feinunze nach Meinung der Experten von Merck Finck Privatbankiers realistisch. Zudem sähen die Experten Gold als strategischen Portfoliobestandteil. In vielen größeren Vermögen sei Gold noch lange von seinen historischen Gewichtungen von fünf bis zehn Prozent am Gesamtportfolio entfernt, obgleich es als sicherer Hafen für Extremszenarien diene. (25.08.2020/ac/a/m)





 
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