DAX: Starke Rüstungswerte und gestiegene Überseebörsen sorgen für freundliche Stimmung
21.10.25 09:40
Nord LB
Hannover (www.aktiencheck.de) - Potenziell gute Nachrichten für deutsche Verbraucher: Der Rückgang der deutschen Erzeugerpreise hat sich im September verlangsamt, so die Analysten der Nord LB.
Die Hersteller gewerblicher Produkte – von Nahrungsmitteln bis hin zu Industriegütern – verlangten durchschnittlich 1,7 % weniger als ein Jahr zuvor. Im August habe es mit minus 2,2 % den stärksten Rückgang seit Mai 2024 gegeben.
Chinas Wirtschaftswachstum habe sich in Q3 verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt habe von Juli bis September um 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, wie das Nationale Statistikamt mitgeteilt habe. In Q2 habe die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt noch ein Wachstum von 5,2 % verzeichnet.
Auch die Preise für neue Wohnungen seien in China gesunken – im September (-0,4 %) so stark wie seit fast einem Jahr nicht mehr (gegenüber dem Vorjahresmonat -2,2 %). Von 70 untersuchten Städten hätten 63 einen Rückgang gemeldet. Die anhaltende Schwäche des Immobiliensektors belaste auch weiterhin das Wachstum der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Zudem drücke sie auf die Verbraucherstimmung und bremse die Konsumausgaben. Die Entwicklung erhöhe den Druck auf die Regierung in Peking, den kriselnden Markt stärker zu stützen.
Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau sei dagegen ungeachtet der schwierigen Auftragslage so gut wie seit über drei Jahren nicht mehr. Nach einem Dämpfer im August habe das Barometer für das Geschäftsklima im September kräftig zugelegt – von minus 26,4 auf minus 21,8 Punkte. Das sei der höchste Wert seit August 2022.
Außer einem Schwung an US-Unternehmenszahlen bleibe der heute zu erwartende Newsflow auf der Makroseite dünn. Ein Treffen dürfte dennoch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen: In China kämen die Spitzenkader der regierenden KP im Rahmen des "Vierten Plenums der Kommunistischen Partei Chinas" zusammen. Hinter verschlossenen Türen berieten die Funktionäre über den kommenden Fünf-Jahres-Plan (FJP). In diesen schreibe die Führung Chinas ihre wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Ziele für die Jahre 2026 bis 2030. In Zeiten von Handelskonflikten, Klimakrise, wirtschaftlichen Problemen und Forderungen, Chinas Konsum zu verbessern, stünden die Kader unter genauer Beobachtung.
Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) sei über die Marke von 24.000 Punkten zurückgekehrt. Für eine freundliche Stimmung hätten starke Rüstungswerte und gestiegene Überseebörsen gesorgt. Neu auf dem deutschen Aktienmarktparkett: U-Boot- und Fregatten-Hersteller TKMS, der ein fulminantes Börsendebüt gefeiert habe. Der erste Kurs der Thyssenkrupp-Tochter sei an der Frankfurter Börse mit 60 EUR festgestellt worden, danach seien die Aktien bis auf 99,99 EUR geschossen und hätten bei 81 EUR geschlossen. Das Rüstungsunternehmen werde insgesamt mit 5,3 Mrd. EUR bewertet, weit höher, als Analysten vor dem Börsengang angenommen hätten. DAX +1,80 %; MDAX +2,36 %.
Wall Street: Nach den jüngsten Sorgen um eine mögliche Bankenkrise hätten sich die Anleger zum Wochenbeginn wieder optimistischer gezeigt. Sie setzten auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Analysten warnten jedoch, dass die Auswirkungen der Zollpolitik auf die Inflation weiterhin unklar seien.
Dow Jones +1,12 %; S&P 500 +1,07 %; Nasdaq Comp. +1,37 %.
Der Schweizer Zementkonzern Holcim übernehme den deutschen Rivalen Xella für 1,85 Mrd. EUR. Mit dem Zukauf wolle Holcim seine Position im Bereich nachhaltiges Bauen stärken, wie das Unternehmen mitgeteilt habe. Die Übernahme solle in H2 2026 abgeschlossen werden, stehe jedoch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. Xella sei ein europaweit führender Anbieter von Wandsystemen mit Marken wie Ytong und Silka.
Der Agrarkonzern BayWa sei am Verkauf des Getreidehändlers Cefetra vorerst gescheitert. Der niederländische Multi-Unternehmer Goedvolk und seine Unternehmensgruppe First Dutch, die im Juni für 125 Mio. EUR den Zuschlag für Cefetra bekommen hätten, hätten die Finanzierung des Kaufpreises nicht sicherstellen können, habe BayWa mitgeteilt. Es gebe aber bereits einen neuen Interessenten, der im Wesentlichen zu den gleichen Bedingungen in den Kaufvertrag einsteigen wolle (laut Insidern ING und Rabobank).
Ein Alarmzeichen für Frankreichs Regierung habe am Devisenmarkt kaum eine Rolle gespielt: Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) habe die Kreditwürdigkeit des hoch verschuldeten Landes von "AA-" auf "A+" abgestuft. Der EUR sei stabil geblieben.
Am Rohölmarkt hätten sowohl WTI-Öl als auch Brent-Öl verloren und lägen im Minus. (21.10.2025/ac/a/m)
Die Hersteller gewerblicher Produkte – von Nahrungsmitteln bis hin zu Industriegütern – verlangten durchschnittlich 1,7 % weniger als ein Jahr zuvor. Im August habe es mit minus 2,2 % den stärksten Rückgang seit Mai 2024 gegeben.
Chinas Wirtschaftswachstum habe sich in Q3 verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt habe von Juli bis September um 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, wie das Nationale Statistikamt mitgeteilt habe. In Q2 habe die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt noch ein Wachstum von 5,2 % verzeichnet.
Auch die Preise für neue Wohnungen seien in China gesunken – im September (-0,4 %) so stark wie seit fast einem Jahr nicht mehr (gegenüber dem Vorjahresmonat -2,2 %). Von 70 untersuchten Städten hätten 63 einen Rückgang gemeldet. Die anhaltende Schwäche des Immobiliensektors belaste auch weiterhin das Wachstum der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Zudem drücke sie auf die Verbraucherstimmung und bremse die Konsumausgaben. Die Entwicklung erhöhe den Druck auf die Regierung in Peking, den kriselnden Markt stärker zu stützen.
Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau sei dagegen ungeachtet der schwierigen Auftragslage so gut wie seit über drei Jahren nicht mehr. Nach einem Dämpfer im August habe das Barometer für das Geschäftsklima im September kräftig zugelegt – von minus 26,4 auf minus 21,8 Punkte. Das sei der höchste Wert seit August 2022.
Außer einem Schwung an US-Unternehmenszahlen bleibe der heute zu erwartende Newsflow auf der Makroseite dünn. Ein Treffen dürfte dennoch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen: In China kämen die Spitzenkader der regierenden KP im Rahmen des "Vierten Plenums der Kommunistischen Partei Chinas" zusammen. Hinter verschlossenen Türen berieten die Funktionäre über den kommenden Fünf-Jahres-Plan (FJP). In diesen schreibe die Führung Chinas ihre wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Ziele für die Jahre 2026 bis 2030. In Zeiten von Handelskonflikten, Klimakrise, wirtschaftlichen Problemen und Forderungen, Chinas Konsum zu verbessern, stünden die Kader unter genauer Beobachtung.
Wall Street: Nach den jüngsten Sorgen um eine mögliche Bankenkrise hätten sich die Anleger zum Wochenbeginn wieder optimistischer gezeigt. Sie setzten auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Analysten warnten jedoch, dass die Auswirkungen der Zollpolitik auf die Inflation weiterhin unklar seien.
Dow Jones +1,12 %; S&P 500 +1,07 %; Nasdaq Comp. +1,37 %.
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Ein Alarmzeichen für Frankreichs Regierung habe am Devisenmarkt kaum eine Rolle gespielt: Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) habe die Kreditwürdigkeit des hoch verschuldeten Landes von "AA-" auf "A+" abgestuft. Der EUR sei stabil geblieben.
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