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Fr, 17. April 2026, 7:19 Uhr

Berichtssaison - Zur Halbzeit steht es 1:0 für USA


02.08.23 12:52
Merck Finck

München (www.aktiencheck.de) - Gut die Hälfte der Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks haben mittlerweile ihre Quartalszahlen vorgelegt - Zeit für ein Zwischenfazit, so Marc Decker, Leiter Aktien bei Quintet Private Bank, Muttergesellschaft von Merck Finck.

Zunächst: Es habe wieder einmal viele positive Überraschungen gegeben. Das möge zum Teil daran liegen, dass in den letzten 12 Monaten die Erwartungen der Analysten an die Unternehmensergebnisse insgesamt heruntergenommen worden seien. Aber es sehe doch so aus, als ob das Gros der Unternehmen mit den vielschichtigen makroökonomischen Störfaktoren gut zurechtkomme. Zuletzt habe es sogar wieder positive Revisionen für die Zukunftsaussichten gegeben.

Wieder einmal würden sich US-amerikanische Unternehmen robuster als die europäischen zeigen. Während in den USA (Stand 1.8.) circa 80% der Unternehmen in Bezug auf die Gewinne hätten überraschen können, seien es in Europa um die 50% gewesen. Weniger unterschiedlich seien die Umsatzzahlen ausgefallen: Hier hätten sowohl in den USA als auch in Europa etwa die Hälfte der Unternehmen mit positiven Überraschungen aufwarten können.
Aufschlussreicher sei die Betrachtung auf Sektorebene: In den USA hätten die Unternehmen aus allen Sektoren von Gewinnen berichtet. Zyklische Konsumgüter hätten hier das Feld beim Gewinn- und Umsatzwachstum angeführt, wohingegen sich die Sektoren Energie und Gesundheitswesen am Ende des Feldes befunden hätten.

In Europa hingegen sei das Bild bislang eher heterogen: So sei die Überraschung beim Gewinn- und Umsatzwachstum für Finanzwerte, Industrieunternehmen und Versorger besonders deutlich ausgefallen, während die Unternehmen aus den Sektoren Grundstoffe, Energie und Immobilien besonders negativ abgeschnitten hätten. Der geringe Anteil an positiven Überraschungen stehe im Widerspruch zu den bereits nach unten revidierten Korrekturen und der schlechteren Stimmung zu Beginn der Saison. In Bezug auf die entsprechenden Kursreaktionen, habe man erkennen können, dass positive Überraschungen mit relativ vorsichtigen Kursbewegungen einhergegangen seien, während negative Überraschungen stärker als üblich bestraft worden seien.

Insgesamt könne man sagen, dass diese Berichtssaison bislang deutlich besser als befürchtet ausfalle. In den USA profitiere die aggregierte Betrachtung der Quartalsberichte von der Technologielastigkeit des Index: Den Technologiefirmen wie Alphabet (ISIN: US02079K3059, WKN: A14Y6F, Ticker-Symbol: ABEA, NASDAQ-Symbol: GOOGL), Meta Platforms (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX, Ticker-Symbol: FB2A, NASDAQ-Symbol: META) oder Intel (ISIN: US4581401001, WKN: 855681, Ticker-Symbol: INL, NASDAQ-Symbol: INTC) nutze der derzeitige Hype rund um die Anpassung von Geschäftsmodellen in Bezug auf künstliche Intelligenz überproportional. Nun seien die Augen der Anleger vor allem auf die in dieser Woche berichtenden Schwergewichte wie Apple (ISIN: US0378331005, WKN: 865985, Ticker-Symbol: APC, Nasdaq-Symbol: AAPL), Amazon.com (ISIN: US0231351067, WKN: 906866, Ticker-Symbol: AMZ, NASDAQ-Symbol: AMZN) oder AMD (ISIN: US0079031078, WKN: 863186, Ticker-Symbol: AMD, NASDAQ-Symbol: AMD) gerichtet. Die Kurse jedenfalls würden von Optimismus der Anleger zeugen. (02.08.2023/ac/a/m)





 
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