Aktien: US-Wahl wirft Schatten voraus
25.10.24 13:54
Helaba
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Trotz der anstehenden "Schicksalswahl" in den USA ist an den Aktienmärkten von Nervosität keine Spur, so die Analysten der Helaba.
Der S&P 500 und der DAX würden nahe bei ihren jüngst markierten Höchstständen notieren.
In den USA sei die Berichtssaison in vollem Gange. Mehr als ein Drittel der Unternehmen aus dem S&P 500 habe bereits Zahlen vorgelegt, wovon rund 77% über den Schätzungen gelegen hätten. Dies sei zwar ordentlich, aber nicht so auffällig wie in den vergangenen Quartalen, als der Anteil positiver Gewinnüberraschungen deutlich über 80% gelegen habe.
Ohnehin scheine angesichts der vor der Tür stehenden US-Wahlen die Börse derzeit auch stark politisch geprägt zu sein. Am 5. November stünden in den USA die Präsidentschafts- und Kongresswahlen an. Aus dem Durchschnitt der "Wahlwetten" abgeleitete Wahrscheinlichkeiten sähen Donald Trump derzeit klar im Vorteil gegenüber Kamala Harris.
Auch an den Aktienmärkten scheine ein Wahlsieg Trumps derzeit antizipiert zu werden: So entwickle sich ein Korb von Aktien, der auf potenzielle Outperformer eines republikanischen Sieges setze und potenzielle Underperformer verkaufe, besser als das Gegenstück für einen demokratischen Sieg. Auch wenn auf den ersten Blick damit die Entscheidung bereits gefallen zu sein scheine, dürfte es in den kommenden Tagen noch spannend werden, denn das Rennen sei knapp und US-Wahlen hätten in der Vergangenheit häufig für Unruhe nicht nur an den Märkten gesorgt.
Gerade vor dem Hintergrund der angespannten geopolitischen Lage und eines eher nach Deglobalisierung strebenden Zeitgeistes werde auch hierzulande seit Monaten sehr viel über die möglichen Konsequenzen des Wahlausganges diskutiert.
Mit Blick auf die Börse stelle sich die Frage: Wer sei besser für Aktien? Im langfristigen Durchschnitt hätten sich Aktien unter Demokraten besser entwickelt: Seit 1944 habe der S&P 500 unter republikanischen Präsidenten 5,5% p.a. und unter demokratischen Präsidenten 10,6% p.a. zugelegt. Weniger deutlich falle der Unterschied zwischen Trump (11,6% p.a.) und Biden (14,7% p.a.) aus.
Der Hauptunterschied mit Blick auf die Aktienmärkte bestehe darin, dass bei Trump "America First" am Aktienmarkt klar sichtbar geworden sei: Der S&P 500 habe sich deutlich besser entwickelt als die Börsenbarometer der wichtigsten Handelspartner. Unter Biden dagegen sei der Performanceunterschied an den Aktienmärkten (mit Ausnahme Chinas) nicht so ausgeprägt gewesen. Trumps Zollandrohungen ließen daher wenig Gutes erwarten. Andererseits hätten sich die Demokraten in den letzten Jahren ebenfalls nicht als Verfechter des Freihandels hervorgetan.
Es bleibe also abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen in den kommenden Jahren folgen würden. Eines scheine unabhängig vom Wahlausgang klar: Die internationalen Verteilungskonflikte würden auf absehbare Zeit nicht weniger werden. (25.10.2024/ac/a/m)
Der S&P 500 und der DAX würden nahe bei ihren jüngst markierten Höchstständen notieren.
In den USA sei die Berichtssaison in vollem Gange. Mehr als ein Drittel der Unternehmen aus dem S&P 500 habe bereits Zahlen vorgelegt, wovon rund 77% über den Schätzungen gelegen hätten. Dies sei zwar ordentlich, aber nicht so auffällig wie in den vergangenen Quartalen, als der Anteil positiver Gewinnüberraschungen deutlich über 80% gelegen habe.
Ohnehin scheine angesichts der vor der Tür stehenden US-Wahlen die Börse derzeit auch stark politisch geprägt zu sein. Am 5. November stünden in den USA die Präsidentschafts- und Kongresswahlen an. Aus dem Durchschnitt der "Wahlwetten" abgeleitete Wahrscheinlichkeiten sähen Donald Trump derzeit klar im Vorteil gegenüber Kamala Harris.
Gerade vor dem Hintergrund der angespannten geopolitischen Lage und eines eher nach Deglobalisierung strebenden Zeitgeistes werde auch hierzulande seit Monaten sehr viel über die möglichen Konsequenzen des Wahlausganges diskutiert.
Mit Blick auf die Börse stelle sich die Frage: Wer sei besser für Aktien? Im langfristigen Durchschnitt hätten sich Aktien unter Demokraten besser entwickelt: Seit 1944 habe der S&P 500 unter republikanischen Präsidenten 5,5% p.a. und unter demokratischen Präsidenten 10,6% p.a. zugelegt. Weniger deutlich falle der Unterschied zwischen Trump (11,6% p.a.) und Biden (14,7% p.a.) aus.
Der Hauptunterschied mit Blick auf die Aktienmärkte bestehe darin, dass bei Trump "America First" am Aktienmarkt klar sichtbar geworden sei: Der S&P 500 habe sich deutlich besser entwickelt als die Börsenbarometer der wichtigsten Handelspartner. Unter Biden dagegen sei der Performanceunterschied an den Aktienmärkten (mit Ausnahme Chinas) nicht so ausgeprägt gewesen. Trumps Zollandrohungen ließen daher wenig Gutes erwarten. Andererseits hätten sich die Demokraten in den letzten Jahren ebenfalls nicht als Verfechter des Freihandels hervorgetan.
Es bleibe also abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen in den kommenden Jahren folgen würden. Eines scheine unabhängig vom Wahlausgang klar: Die internationalen Verteilungskonflikte würden auf absehbare Zeit nicht weniger werden. (25.10.2024/ac/a/m)
