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So, 26. April 2026, 5:08 Uhr

Wirtschaftsinstitute senken Prognose


13.12.02 10:16
Frankfurter Sparkasse

Drei der sechs führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum von Deutschland für das kommende Jahr gesenkt, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

HWWA, RWI und IfW würden für 2003 nur noch mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,7 bis 1,0 Prozent rechnen. Für 2002 würden einhellig nur noch 0,2 Prozent Wachstum erwartet. Die jüngsten Spar- und Steuerbeschlüsse der Bundesregierung seien neben dem weltwirtschaftlichen Umfeld als Hauptursache für die neuerliche Einschätzung angegeben worden.

Die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Weltbank) habe ebenfalls einen Ausblick auf das neue Jahr gegeben. 2,5 Prozent Wachstum werde für die Weltwirtschaft in Aussicht gestellt, wobei auf die Eurozone 1,8, auf die USA 2,6 und auf Japan 0,8 Prozent Wachstum entfallen würden. Gleichzeitig sei betont worden, dass beträchtliche Risiken für die konjunkturelle Entwicklung bestünden: Die Schuldenproblematik Lateinamerikas, schwindendes Verbrauchervertrauen und Unsicherheiten über einen möglichen Krieg der USA gegen den Irak könnten in rezessive Trends münden.

Im Irak-Konflikt habe die USA neuerlich den Druck erhöht. Sie habe in ihrer Militärdoktrin einen Passus aufgenommen, der auf Angriffe mit biologischen oder chemischen Kampfstoffen Vergeltungsmaßnahmen mit Nuklearwaffen vorsehe. Angesichts dieses düsteren Umfeldes seien Anleihewerte mit ihrem "safe haven"-Status für Anleger attraktiv. Solange die aus der Auseinandersetzung USA-Irak herrührenden Imponderabilien Bestand hätten, würden Rententitel verstärkt im Anlegerfokus bleiben.