Weltbörsen Lage unverändert
17.02.03 16:02
Sparkasse Bremen
Die Lage an den Weltbörsen gestaltet sich unverändert, berichten die Analysten der Sparkasse Bremen.
Die verworrene politische Nachrichtenlage im Irak überlagere alle fundamentalen Impulse. Auch die Sitzung des UN-Sicherheitsrates habe keine neuen Erkenntnisse gebracht. Die Opposition im Bundestag habe zudem den wirtschaftlichen Schaden, den die Außenpolitik der Bundesregierung anrichte, kritisiert. FDP-Vorsitzender Westerwelle habe angesichts der katastrophalen wirtschaftspolitischen Bilanz der Regierung und des außenpolitischen Scherbenhaufens Neuwahlen in Deutschland gefordert.
Vor dem Hintergrund der beschriebenen weltpolitischen Ereignisse sei die Neuordnung der Indexlandschaft zur Nebensache geraten. Im DAX sei alles beim alten geblieben. Viele Beobachter hätten hier mit dem Ausschluss von MLP gerechnet. Letztendlich hätten sich im entsprechenden Gremium der Deutschen Börsen AG diejenigen durchgesetzt, die dem Kriterium der Indexkontinuität eine größere Bedeutung beimaßen würden, als der Größe Marktkapitalisierung (Wert aller Aktien).
Zahlreiche Veränderungen habe der MDAX erfahren. Zum einen sei er von ehemals 70 Werten auf 50 reduziert worden, zum anderen sei er für ausländische Unternehmen geöffnet worden. Die Reduzierung habe nicht bei allen Beteiligten auf uneingeschränkte Zustimmung gestoßen. Unternehmen wie der Hersteller von Luxus-Damenoberbekleidung ESCADA würden sich hier nicht ausreichend informiert fühlen. Noch drei Wochen vor der endgültigen Bekanntgabe der Neuordnung der Indexlandschaft habe das Münchener Unternehmen die Auskunft erhalten, dass der MDAX - Verbleib nach der Umstellung der Vorzüge auf Stämme gesichert sei. ESCADA gehöre nunmehr dem neuen SDAX an. Schlimmer habe es manche Neue Markt - Unternehmen getroffen, die in keinem der wichtigen Leitindices mehr vertreten seien. Aufsteiger in den MDAX sei das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen EADS (Airbus) gewesen, das von der "Auslandsöffnungsklausel" im neuen MDAX profitiert habe.
Selbst die addierte Marktkapitalisierung aller 50 MDAX-Unternehmen sei kleiner als die des größten DAX-Wertes Siemens. Noch drastischer würden die Abstände zum neu geschaffenen TecDAX ausfallen. Hier werde sich zeigen ob außerhalb der vier Vorzeigeunternehmen T-Online, BB Biotech, Qiagen und Epcos weitere Unternehmen Beachtung der Investoren finden würden.
Deutsche Aktien befänden sich weiterhin im Würgegriff zwischen der ungelösten Irak-Frage und der Handhabung der zukünftigen Besteuerungspraxis privater Wertpapieranlagen. Hier werde ein Kompromiss durch die aussichtslose Einbringung des unveränderten "Steuervergünstigungsabbaugesetzes" in den Bundesrat durch die rot-grüne Bundesregierung behindert. Man rate weiterhin von steuerlich motivierten Anlage-Entscheidungen ab.
Der Anleger sollte Schwächephasen der Börse nach Beginn eines Irak-Krieges zum Aufbau von langfristigen Beständen nutzen. Die erwartete Volatilität (Schwankungsbreite) der nächsten Wochen eröffne durchaus auch Chancen.
Die verworrene politische Nachrichtenlage im Irak überlagere alle fundamentalen Impulse. Auch die Sitzung des UN-Sicherheitsrates habe keine neuen Erkenntnisse gebracht. Die Opposition im Bundestag habe zudem den wirtschaftlichen Schaden, den die Außenpolitik der Bundesregierung anrichte, kritisiert. FDP-Vorsitzender Westerwelle habe angesichts der katastrophalen wirtschaftspolitischen Bilanz der Regierung und des außenpolitischen Scherbenhaufens Neuwahlen in Deutschland gefordert.
Vor dem Hintergrund der beschriebenen weltpolitischen Ereignisse sei die Neuordnung der Indexlandschaft zur Nebensache geraten. Im DAX sei alles beim alten geblieben. Viele Beobachter hätten hier mit dem Ausschluss von MLP gerechnet. Letztendlich hätten sich im entsprechenden Gremium der Deutschen Börsen AG diejenigen durchgesetzt, die dem Kriterium der Indexkontinuität eine größere Bedeutung beimaßen würden, als der Größe Marktkapitalisierung (Wert aller Aktien).
Selbst die addierte Marktkapitalisierung aller 50 MDAX-Unternehmen sei kleiner als die des größten DAX-Wertes Siemens. Noch drastischer würden die Abstände zum neu geschaffenen TecDAX ausfallen. Hier werde sich zeigen ob außerhalb der vier Vorzeigeunternehmen T-Online, BB Biotech, Qiagen und Epcos weitere Unternehmen Beachtung der Investoren finden würden.
Deutsche Aktien befänden sich weiterhin im Würgegriff zwischen der ungelösten Irak-Frage und der Handhabung der zukünftigen Besteuerungspraxis privater Wertpapieranlagen. Hier werde ein Kompromiss durch die aussichtslose Einbringung des unveränderten "Steuervergünstigungsabbaugesetzes" in den Bundesrat durch die rot-grüne Bundesregierung behindert. Man rate weiterhin von steuerlich motivierten Anlage-Entscheidungen ab.
Der Anleger sollte Schwächephasen der Börse nach Beginn eines Irak-Krieges zum Aufbau von langfristigen Beständen nutzen. Die erwartete Volatilität (Schwankungsbreite) der nächsten Wochen eröffne durchaus auch Chancen.
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