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Fr, 17. April 2026, 7:19 Uhr

Volkswagen AG St

WKN: 766400 / ISIN: DE0007664005

Volkswagen "marketperform"


23.05.02 14:30
Bank Leu

Die Analysten von der Bank Leu stufen die Aktien der Volkswagen AG (WKN 766400) auf "marketperform" ein.

Volkswagen sei mit den Marken VW, Audi, Skoda, Seat, Bugatti, Bentley und Lamborghini Europas führender Automobilproduzent. Des Weiteren sei Volkswagen mit ihrer Nutzfahrzeugssparte und einer Beteiligung an Scania führend in der Sparte Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen beschäftige weltweit 324.700 Mitarbeiter. Die Hauptmärkte nach verkauften Einheiten seien: Westeuropa mit rund 2 Mio. Einheiten, Nordamerika (0,7 Mio.), Südamerika (0,5 Mio.), Asien-Pazifik (0,5 Mio.) und Osteuropa (0,3 Mio.). Gesamt gesehen habe Volkswagen letztes Jahr 5,25 Mio. Fahrzeuge produziert.

Die Markenpalette von VW sei in zwei Gruppen (konservativ mit VW, Skoda und Bentley/ sportlich mit Audi, Seat und Lamborghini) aufgeteilt. Skoda und Seat seien die sog. "entry-level brands", VW und Audi die Hauptmarken, während Bentley und Lamborghini die jeweiligen Luxussegmente darstellen würden. Die Marke VW sei auf dem besten Weg den gesamten PKW-Markt umfassend abzudecken: der Lupo im Kleinstwagenbereich bis zum Spitzenmodell Phaeton D1, ein Auto der Luxusklasse. Während VW in der Klein- und Mittelklasse unumstritten eine hohe Expertise verfüge, müsse im Luxusbereich mit dem Phaeton noch die Prüfung bestanden werden. Nichts desto trotz könne und werde die Phaeton Plattform später in anderen Modellen eingesetzt werden (Audi A8, evtl. Bentley).

Das Durchschnittsalter der Produktepalette liege mit 3,5 Jahren leicht über dem Durchschnitt der Volumenproduzenten. Der in die Jahre gekommene VW Golf trage entsprechend dazu bei. Volkswagen verfolge seit Jahren erfolgreich eine Plattformstrategie. Diese seien durch eine Gleichteilestrategie ergänzt worden. Dieses Konzept erlaube, einzelne Module über alle Baureihen/Plattformen zu verwenden. Die wesentlichen Komponenten seien: Motoren, Bremsen, Armaturenbrett, Klimaanlage, Sitze und elektronische Systeme. Diese Gleichteilestrategie in Kombination mit den Plattformen helfe deutlich Kosten zu senken und Flexibilität zu steigern.

Die starke Exponierung von Volkswagen in Südamerika wirke sich kurzfristig negativ auf die Ertragslage aus. In Argentinien habe ein Zusatzabschreiber von rund 105 Mio. Euro getätigt werden müssen, um Produktionskapazitäten zu reduzieren. Weiter dürfe VWs Marktleaderposition in China durch die Öffnung des Marktes (WTO, tiefere Importzölle) zunehmend durch billige, koreanische Importe angegriffen werden, was sich in tieferen Margen manifestieren werde.

Das 1. Quartal 2002 sei für Volkswagen erwartungsgemäß unbefriedigend verlaufen. Die Umsätze und die Erträge hätten sich um 5,4% respektive 24% im Vorjahresvergleich reduziert. Die Gründe seien die stark rückläufigen Umsätze des VW Golf, der vor allem stark durch den Peugeot 307 konkurriert werde sowie die instabilen Märkte in Südamerika. Weiter verwässere die Einführung des neuen Seat Ibiza die starken Margen von Audi. Volkswagen werde von der angekündigte Aufhebung der "Car block exemption" innerhalb der EU relativ stark tangiert. Diese Änderung der Rahmenbedingungen dürfe in den Aktienpreisen eingepreist sein. Volkswagen halte am Ziel fest, 2002 ein Resultat analog dem Vorjahr auszuweisen.

Bei der Bank Leu wird der Volkswagen-Aktie ein "marketperform"-Rating verliehen.





 
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