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Volkswagen AG St

WKN: 766400 / ISIN: DE0007664005

Volkswagen Underperformer


26.03.04 12:41
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von Volkswagen von "Marketperformer" auf "Underperformer" herunter.

Anfang März habe Volkswagen seine Aktionäre mit den vorgelegten Jahresabschlusszahlen enttäuscht. Während der Umsatz nahezu unverändert bei knapp 87 Milliarden Euro geblieben sei, seien es vor allen Dingen negative Währungseinflüsse in Höhe von 1,9 Milliarden Euro gewesen, die für einen 57-prozentigen Rückgang des Jahresüberschusses auf 1,1 Milliarden Euro gesorgt hätten. Das operative Ergebnis sei inklusive Sonderbelastungen von 711 Millionen Euro sogar auf 1,8 Milliarden Euro geschrumpft.

Im gesamten Konzern habe nur der Bereich VW Financial Services einen Zuwachs des operativen Ergebnisses um 24% auf 894 Millionen Euro verzeichnen können. Das Finanzergebnis sei zudem mit nur noch minus 251 Millionen Euro deutlich besser ausgefallen als im Vorjahr (minus 775 Millionen Euro). VW peile weltweit einen Rekordabsatz mit 900.000 geplanten verkauften Kraftfahrzeugen an. Im Jahr zuvor sei die Stückzahl der Neuzulassungen um 6% auf 689.000 zurückgegangen.

Auf der im April stattfindenden Jahreshauptversammlung möchte VW die Zustimmung seiner Aktionäre für eine Verlängerung der genehmigten Kapitalerhöhung gewinnen. So solle dem Vorstand weiterhin ein Volumen von 400 Millionen Euro zur Verfügung stehen, um so finanzielle Spielräume für weitere strategische Investitionen zu haben. Weiterhin wolle man durchsetzen, dass bis zum Jahr 2009 eine bedingte Kapitalerhöhung in Höhe von 5 Milliarden Euro stattfinden solle. Man möchte so den Weg einschlagen, einerseits das Geschäftsjahresergebnis aufzufangen und langfristig seine Eigenkapitalausstattung zu verbessern, nachdem die Eigenkapitalquote von VW merklich von 22,6% auf 20,5% gesunken sei.

VW wolle seinen führenden Marktanteil mit über 30% auf dem wichtigsten Auslandsmarkt in China durch die mehrfach eingegangenen Joint-Ventures mit lokalen Unternehmen halten. Geplant sei, da in China 25 bis 30% Marktwachstum für die Automobilbranche kalkuliert werde, mit dem Markt zu wachsen

Obwohl VW den Ertragseinbruch und die Verschlechterung der Gesamtlage im Vergleich zum Vorjahr mit den Maßnahmenbündeln "For-Motion" sowie der erhöhten Wechselkursabsicherung und den Leistungssteigerungszielen angegangen habe, stehe 2004 ein schwieriges Jahr bevor. Dies sehe der Vorstand von VW ebenso, indem er sowohl für das erste Quartal als auch für das gesamte Geschäftsjahr düstere Aussichten hege. Vor allem der schwache Gesamtmarkt der Automobilbranche, die stagnierende konjunkturelle Situation sowie der Preiskampf, vor allen Dingen in den Vereinigten Staaten, wo VW immerhin 17% seines Umsatzes tätige, würden VW zu schaffen machen.

So werde es schwierig werden, die Ergebnisse aus dem Jahre 2002 zu erreichen, die man ursprünglich anvisiert habe. Trotz des scheinbaren "Übergangsjahres 2004" für VW sollten die Maßnahmen dazu beitragen, die aktuelle Krise zu beheben und deutliche Entlastungen, insbesondere auf der Kostenseite, bewirken. Zudem müsse man abwarten, wie sich der Verlauf des Absatzes der neuen Produkte, insbesondere des Golf V, sowie das Konsumverhalten der Käufer darstellen würden.

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse reduzieren ihre Einschätzung für die Aktie von Volkswagen, auch vor dem Hintergrund der deutlich verschlechterten Charttechnik, von vorher "Marketperformer" auf "Underperformer".





 
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