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Sa, 18. April 2026, 7:55 Uhr

VODAFONE GRP PLC ORD

WKN: 875999 / ISIN: GB0007192106

Vodafone halten


22.11.02 09:48
Sparkasse Essen

Die Analysten der Sparkasse Essen stufen die Aktie von Vodafone (WKN 875999) von "kaufen" auf "halten" zurück.

Vodafone sei der weltweit größte Mobilfunknetzbetreiber. Der Konzern halte Beteiligungen an Mobilfunknetzen in 28 Ländern auf fünf Kontinenten und habe über 100 Mio. Kunden. Die globale Strategie umfasse Sprach-, Informations-, Video-, M-Commerce- und weitere Datenservices. Das Unternehmen beschäftige weltweit mehr als 100.000 Mitarbeiter. Zum weltweiten Netzwerk würden unter anderem in Deutschland D2 Vodafone (ehemals Mannesmann), in den USA Verizon und in Japan die Japan Telecom gehören.

Nachdem das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr den größten Verlust in der britischen Firmengeschichte eingefahren habe, würden die aktuellen Halbjahreszahlen zeigen, dass Vodafone immer noch einen Wachstumswert darstelle.

So sei der Gruppenumsatz (akquisitionsbedingt) von 8,9 auf 14,9 Mrd. Pfund gestiegen. Bereinigt um die Akquisitionseffekte seien noch 14% übriggeblieben, für das nächste Jahr habe der Chief Executive Chris Gent ein organisches Wachstum von 10% vorausgesagt. Im Mobilfunkbereich sei das EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) um 30% auf 5,56 Mrd. Pfund gestiegen. Die EBITDA-Marge habe um 3,6% zugelegt. Bedingt durch die hohen Akquisitionen der Vorjahre verbleibe bei Vodafone nach Goodwill-Abschreibungen zwar immer noch ein "rotes Ergebnis", allerdings habe der Verlust nach Steuern von 9,74 auf 4,33 Mrd. Pfund mehr als halbiert werden können.

Trotz der weiterhin hohen Sachinvestitionen (2,77 Mrd. Pfund im Halbjahr / 5,5 Mrd. Pfund im Gesamtjahr) habe Vodafone einen freien Cash-Flow von 2,88 Mrd. Pfund - bereits eine halbe Mrd. Pfund höher als im gesamten Vorjahr erzielt. Dies zeige, dass Vodafone vom Grundsatz her eine Cash-Cow darstelle. So sei es auch gelungen, die Nettoverschuldung in den vergangenen sechs Monaten von 12,0 auf 10,7 Mrd. Pfund zu drücken. Und dank des starken Cash Flows könnte dieser sogar in kürzester Zeit getilgt werden. Zudem betrage die Verschuldung lediglich 1/6 des Marktwertes, während diese bei Mitbewerbern durchaus bei einem mehrfachen liege.

Vodafone plane die Übernahme der französischen Cegetel, um die Position in Frankreich auszubauen. Dem stehe derzeit noch das Interesse Vivendi Universals gegenüber, ebenfalls die Mehrheit zu übernehmen. Zuletzt habe Vivendi seinen 40% Anteil am Wasserversorger Vivendi Environment zur Disposition gestellt, um Schulden abzubauen, aber auch Mittel für den Erwerb zu disponieren. Sollte es zu einer "Übernahmeschlacht" kommen, könnte dieses den Kurs von Vodafone belasten.

Vodafone habe eine W-Formation (Trendumkehrformation) ausgebildet und die sog. Nackenlinie bei 110 GBpence sowie die 200-Tage-Linie nach oben durchbrochen. Die nächste Widerstandslinie liege bei 125 GBpence, etwas darüber verlaufe der Abwärtstrend. Allerdings sei die Aktie derzeit technisch übergekauft. Deshalb würden die Analysten kurzfristigen Tradern zu Gewinnmitnahmen raten. Schwache Börsentage mit Gewinnmitnahmen könnten von einem strategischen Investor dann aber zum Einstieg genutzt werden. Die Tiefstkurse sollte die Aktie mit abgeschlossener W-Formation gesehen haben und fundamental sei die Wachstumsstory intakt.

Vodafone sei der strategisch am besten positionierte Telekomwert. Die jüngsten Halbjahreszahlen würden nur so vor Stärke strotzen. Zudem stelle Vodafone eine Cash Cow dar. Der Free Cash Flow habe allein in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2,88 Mrd. Pfund erreicht, womit sich sogar die Verschuldung in kürzester Zeit abbauen ließe. Zudem sei diese im Branchenvergleich deutlich unterdurchschnittlich (nur 1/6 der Marktkapitalisierung), da Vodafone seine Akquisitionen zumeist als Aktientausch vorgenommen habe. Dass Vodafone dennoch "rote Zahlen" schreibe, liege an den massiven Goodwill-Abschreibungen.

Trotz der strategisch guten "Story" stufen die Analysten der Sparkasse Essen Vodafone kurzfristig von "kaufen" auf "halten" zurück, da die Aktie in den vergangenen zwei Monaten bereits über 50% an Boden gut gemacht hat und aktuell technisch übergekauft ist. Nach einer Konsolidierung würden sie Vodafone gerne wieder in ihre Kaufliste aufnehmen.





 
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