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So, 26. April 2026, 19:53 Uhr

Vivendi SE

WKN: 591068 / ISIN: FR0000127771

Vivendi Universal Outperformer


30.07.02 14:19
BHF-BANK

Jens Schott, Analyst der BHF-Bank, stuft die Aktie von Vivendi Universal (WKN 591068) weiterhin als Outperformer ein, rät derzeit allerdings nicht zu einer Aufstockung des Titels.

Die Vivendi Universal-Aktie sei im vergangenen Monat weiter stark unter Druck geraten. Hauptgrund sei die Abstufung des Kreditratings auf "Junk"-Status ("Ba1" von vorher "Baa3") durch die Ratingagentur Moody's und das danach von Vivendi Universal überraschend und für die Analysten auf Basis der bisherigen Management-Aussagen nicht vorhersehbare Ausmaß der Liquiditätsproblematik des Unternehmens gewesen. Ebenfalls Anfang Juli sei der lange geforderte Rücktritt von Jean-Marie Messier vom Vorstandsposten bekannt gegeben worden. Ersetzt worden sei Messier durch Jean-Rene Fourtou, der zuvor bei Rhone Poulenc und Aventis tätig gewesen sei.

In einer Stellungnahme vom 03. Juli habe Vivendi Universal gemeldet, dass sie derzeit über 1,2 Mrd. Euro Kasse und 1,6 Mrd. Euro ungenutzte Kreditlinien verfüge. Dem stünden bis Ende Juli fällige Zahlungen über 1,8 Mrd. Euro gegenüber. Kreditlinien über 3,8 Mrd. Euro würden im Juli überrollen. Bestehende Kreditfazilitäten müssten aufgrund der Ratingänderungen aber teilweise neu verhandelt werden. Am 10. Juli habe Vivendi bekannt gegeben, dass sie neue Kreditlinien über 1 Mrd. Euro erhalten habe und dass diese laut Meldung vom 24. Juli noch nicht genutzt worden seien und nur teilweise ab Ende August in Anspruch genommen würden. Auf Basis der aktuellen Nachrichtenlage sei die Liquiditätssituation angespannt, wobei das Unternehmen aber über genügend verkaufbare assets verfüge, die eine Absicherung darstellen würden.

Einer der ersten Schritte des neuen Managements sei die Restrukturierung von Canal Plus gewesen. Die nicht-französischen Teile von Canal Plus sollten auf die 49%-Tochter Canal Plus SA übertragen werden. Hierfür erhalte VU neue Canal Plus SA-Aktien, die die Beteiligung auf rd. 95% aufstocken würden. Diese solle dann über die Ausgabe von Aktien wieder auf 49% reduziert werden. Die möglichen Erlöse würden auf rund 2,5 Mrd. Euro geschätzt. Weitere Assets wie Telepiu und die polnischen TV-Assets sollten ebenfalls verkauft werden und könnten weitere 1,6-2 Mrd. Euro erbringen, so dass VU 4,1-4,5 Mrd. Euro zufließen würden.

Aufgrund der angespannten Liquiditätssituation sei Vivendi Universal eine riskante Anlage, bei der man derzeit von Aufstockungen abrate. Aufgrund der zuletzt positiven Nachrichten trauen die Analysten der BHF-Bank der Vivendi Universal-Aktie aber ein Erholungspotenzial zu und belassen den Wert deshalb im Modellportfolio und bei dem unveränderten Rating Outperformer.





 
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