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Fr, 17. April 2026, 22:23 Uhr

US-Quartalsberichte wenig Positives


11.07.03 11:01
Frankfurter Sparkasse

Die ersten Quartalsberichte von US-Unternehmen vermochten nicht positiv zu überraschen, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Der seit Mitte Juni aufkommende Konjunkturoptimismus habe dadurch einen Dämpfer und Anleihen einen Preisaufschlag erhalten. Der weitere Verlauf der Berichtssaison werde für die Entwicklung der nächsten Wochen besonders wichtig, da von den Unternehmen eine Bestätigung des bereits in den Kursen eingepreisten Optimismus erhofft werde, sei es durch Gewinnsteigerungen über Erwartung im zweiten Quartal oder durch heraufgeschraubte Umsatz- und Gewinnprognosen für das zweite Halbjahr durch das Management.

Die EZB habe gemäß der allgemeinen Erwartungshaltung die Leitzinsen nicht verändert. Notenbankchef Duisenberg habe im Vorfeld schon von einem "angemessenen" Leitzins gesprochen, was im EZB-Jargon bedeute, dass kein Anpassungsbedarf bestehe. Allgemein werde aber mit einer weiteren Senkung des Leitzinses nach der Sommerpause gerechnet.

Wegen des Refinanzierungsbedarfs der europäischen Staatshaushalte dürften die Renditen langfristiger Staatspapiere nach unten begrenzt sein, was zu einer Versteilerung der Kurve führen sollte. Von daher seien Papiere mit 3 bis 4jähriger Laufzeit interessant. Falls der Konjunkturoptimismus berechtigt sei, seien Unternehmensanleihen insbesondere unterhalb des Investmentgrad-Status eine vielversprechende Anlage. Auf Grund der Ausfallrisiken dieser Werte sei aber ein breit diversifiziertes Portfolio, wie sie z. B. Fonds bieten würden, erforderlich.