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Sa, 18. April 2026, 7:24 Uhr

US-Märkte verhalten in die Woche


19.11.02 11:47
Berliner Volksbank

Die US-Aktienmärkte starteten zunächst sehr verhalten in die Börsenwoche, berichten die Analysten der Berliner Volksbank.

Durch den Veteran's Day seien am letzten Montag einige US-Börsen geschlossen geblieben und auch an den übrigen Handelsplätzen seien die Geschäfte nur sehr flau verlaufen. Vor allem die Unsicherheit wegen des Irak-Konflikts habe auf die Stimmung der Anleger gedrückt und die Ablehnung der neusten UN-Resolution durch das Parlament in Bagdad habe den Pessimismus noch verstärkt. Das Einlenken von Saddam Hussein am Mittwoch habe die schlimmsten Befürchtungen jedoch zerstreuen können und zu einer Entspannung an den Aktienmärkten geführt.

Belastend habe sich die Rede von Alan Greenspan vor dem Kongress ausgewirkt, da mehrere Aussagen als Hinweise für weiterhin trübe Konjunkturaussichten gewertet worden seien. Umso erleichterter hätten die Investoren reagiert, als die am Donnerstag veröffentlichten Einzelhandelszahlen über den Erwartungen ausgefallen seien. So seien die Einzelhandelsumsätze im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen und würden somit für eine ungebrochene Konsumneigung der amerikanischen Verbraucher sprechen.

Die Kurse hätten vor diesem Hintergrund auf breiter Front angezogen. Positive Unterstützung habe es auch von Unternehmensseite gegeben. So seien vor allem aus dem Technologiesektor erfreuliche Unternehmensmeldungen gekommen. Softwareriese Microsoft habe angekündigt, im laufenden Geschäftsjahr rund 15 Prozent mehr in Forschung und Entwicklung investieren zu wollen. Belastet hätten sich dagegen die Papiere von Honeywell gezeigt. Der Mischkonzern müsse eigenen Angaben zufolge ein Loch von 900 Mio. Dollar in den Pensionskassen stopfen. Außerdem würden noch neue Zahlungen an Asbestopfer drohen.