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Sa, 18. April 2026, 23:16 Uhr

US-Daten verhelfen DAX über 3.300


29.11.02 12:25
Frankfurter Sparkasse

Unter dem Eindruck unerwartet positiver Konjunkturdaten aus den USA konnte der deutsche Aktienindex seine kürzlich begonnene Konsolidierungsphase beenden und die Marke bei 3.300 DAX-Punkten überschreiten, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Die am gestrigen Donnerstag veröffentlichte Datenflut aus den USA habe die Märkte aufhorchen lassen und für kräftige Kursgewinne gesorgt. So sei die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA für die vergangene Woche mit 364.000 auf den niedrigsten Stand seit Februar 2001 gesunken. Der Erwartungsindex der Universität Michigan sei im Oktober von 73,1 auf revidierte 78,5 Prozent gestiegen. Vor allem aber der Chicagoer Einkaufsmanagerindex mit 54,3 (Vormonat: 45,9) sowie der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter mit 2,8 Prozent hätten weit über den Schätzungen der Volkswirte gelegen und so den Märkten unverhofft positiven Anschub verleihen können.

Die Märkte schienen sich insgesamt nach der desaströsen Entwicklung der vergangenen Monate wieder in ruhigerem Fahrwasser zu bewegen. Die Reaktion des Marktes auf die Veröffentlichung der hohen Wertberichtigungen der Versicherer wie Allianz und Münchener Rück sei überwiegend verhalten ausgefallen, hier sollte das Gröbste mittlerweile überstanden sein. Zunehmend unter Druck gerate die bisher als defensiv eingestufte Versorgerbranche. Mit der Einigung der EU auf eine Liberalisierung des Energiemarktes bis 2007 sei mit einem Sinken der Energiepreise zu rechnen. Zudem sollten Netz- und Endkundenbereiche getrennt werden. Zudem hätten auch akquisitionsbedingt hohe Abschreibungen auf die jüngsten Quartalszahlen gedrückt. So habe man vor Kurzem die seit längerem favorisierte E.ON-Aktie zurückgenommen.

Von diesem Wandel sollten im Rahmen auf eine offensivere Ausrichtung auch weiterhin Technologiewerte profitieren können. Bei einem anhaltend freundlichen Umfeld dürfte ein Erreichen der DAX-Marke von 3.600 Punkten in den nächsten Wochen nicht unrealistisch sein.