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Fr, 17. April 2026, 15:06 Uhr

US-Arbeitsmarktdaten enttäuschten


14.11.03 15:41
Frankfurter Sparkasse

Das deutsche BIP ist im dritten Quartal wie erwartet um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Vor allem dank starker Exporttätigkeit bei gleichzeitig sinkenden Importen sei es gelungen, die leichte Rezession des ersten Halbjahres zu überwinden. Die Schwäche bei den Einfuhren deute auf einen ebensolchen Konsum hin. Angesichts der Diskussionen um das Vorziehen der Steuerreform und Kürzungen beim Weihnachtsgeld dürfte der Verbrauch in Deutschland im Schlussquartal nicht stark anziehen.

Für das Gesamtjahr werde ein stagnierendes oder sogar leicht rückläufiges BIP erwartet; für 2004 würden die Erwartungen bei einer Wachstumsrate von 1,5 bis 2,0 Prozent liegen. Die geringere Anzahl an Feiertagen, die sich verbessernde Stimmung bei den Unternehmen, die höheren Auftragseingänge und die Annahme, dass die dritte Stufe der Steuerreform vorgezogen werde, seien der Anlass für Schätzungen deutlich über Null.

Obwohl die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA diese Woche den zweitniedrigsten Wert in diesem Jahr aufgewiesen hätten, hätten sie die Konjunkturoptimisten etwas enttäuscht. Die Erwartungshaltung der Anleger gehe von positiven Überraschungen aus, wenn diese ausbleiben würden, reagiere der Markt unzufrieden.

Zuversicht bezüglich der Konjunktur sei aber nach wie vor die vorherrschende Stimmung. Die langfristigen Renditen dürften daher weiter moderat nach oben tendieren. Am vorderen Ende sei ein Renditeanstieg durch den Willen der FED, die US-Leitzinsen für eine "beträchtliche Zeit" niedrig zu halten, nur verhalten möglich. Dadurch baue sich ein entsprechender Nachholbedarf auf, der aber im kommenden Jahr nur sehr zögerlich zum Tragen kommen werde. Ein Engagement in Rentenwerte mit 2 bis 3 Jahren Restlaufzeit erscheine vor diesem Hintergrund nach wie vor am sinnvollsten.