Telekom.-Aktien sind keine Gewinner
04.12.02 16:00
Sparkasse Bremen
Aktien von Telekommunikationsunternehmen gehören definitiv nicht zu den Gewinnern des Jahres 2002, berichten die Analysten der Sparkasse Bremen.
Insbesondere im ersten Halbjahr hätten sie mehr an Wert verloren als der restliche Markt. Seit den Tiefstständen im Herbst hätten diese Titel jedoch wieder stärker zulegen können als der Gesamtmarkt. Wesentlicher Grund hierfür sei die Rückkehr der Vernunft nach dem Rausch des Jahres 2000. Ein Telekom-Konzern nach dem anderen verabschiede sich von nicht finanzierbaren Abenteuern (z.B. UMTS), nehme hohe Abschreibungen vor, weise die daraus resultierenden Milliardenverluste offen aus und bereinige damit seine Bilanz (z.B. Deutsche Telekom, Telefónica, MobilCom und France Télécom). In den Bilanzen verblieben dann hohe Schulden, die zur Finanzierung neuer Techniken oder der Übernahme anderer Unternehmen eingegangen worden seien.
Obwohl viele Träume von der vernetzten Welt zerplatzt seien, so habe sich eine Aussage des Jahres 2000 bewahrheitet: Telekommunikation sei ein wachsender Markt. Dies würden die Umsatzzahlen in den Zwischenberichten des Jahres 2002 belegen (z.B. Dt. Telekom, Umsatz: + 12%). Das Tempo des Wachstums habe nicht die Erwartungen erfüllt. Aber gerade in der aktuellen Konjunkturschwäche fielen die Umsatzzuwächse der Telekombranche positiv auf.
Die einst schillernde Medienbranche lebe derzeit von der Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung und einem damit einhergehenden Anspringen der Werbeausgaben. Während die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten (ARD/ZDF) sich zu ~90% aus Gebühren refinanzieren würden, würden die privaten Sender ihren Etat fast ausschließlich aus Werbeerlösen bestreiten. Der negative Trend am Werbemarkt habe sich im dritten Quartal abgeschwächt. Während die Werbung in klassischen Medien (Zeitung, Fernsehen) im zweiten Quartal noch um 7,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen seien, seien es im dritten Quartal nur noch 4,6% gewesen. In konjunkturell schwierigen Zeiten würden zunehmend auch die diffusen Strukturen der Medienbranche von den Werbung schaltenden Firmen hinterfragt.
So würden Firmen mit großem Werbebudget (z.B. Unilever) zunehmend Preisnachlässe verlangen, so dass - wie im Autohandelselten die offiziellen Preise gezahlt würden. Diese Entwicklung erschwere somit die Umsatz- und Gewinnprognosen der börsennotierten Medienunternehmen. Als Klotz bei der Kostenreduzierung erwiesen sich vielfach auch vollkommen überteuert eingekaufte Sportrechte (z.B. Fußball-Bundesliga bei SAT.1) und Spielfilme (Premiere). Gerade in der derzeitigen Situation gelinge es oftmals nicht diese Ausgaben zu refinanzieren. So sei die Sendung "ran-SAT.1 Fußball" weiterhin defizitär.
Eine weiterer Unsicherheitsfaktor der Branche sei durch die schleppenden Verhandlungen im Zuge der Kirch-Krise entstanden. Durch die enge Verflechtung der Firmen sei hier eine Abwärtsspirale entstanden. Insgesamt dürfte die derzeitige Krise national wie international zu einer Bereinigung des Mediensektors führen. Nach einer Boomphase (bis Mitte 2000) stünden Telekom- und Medienunternehmen inmitten einer Marktbereinigungsphase. Die strategischen Aufräumarbeiten liefen in beiden Branchen auf Hochtouren.
Insbesondere im ersten Halbjahr hätten sie mehr an Wert verloren als der restliche Markt. Seit den Tiefstständen im Herbst hätten diese Titel jedoch wieder stärker zulegen können als der Gesamtmarkt. Wesentlicher Grund hierfür sei die Rückkehr der Vernunft nach dem Rausch des Jahres 2000. Ein Telekom-Konzern nach dem anderen verabschiede sich von nicht finanzierbaren Abenteuern (z.B. UMTS), nehme hohe Abschreibungen vor, weise die daraus resultierenden Milliardenverluste offen aus und bereinige damit seine Bilanz (z.B. Deutsche Telekom, Telefónica, MobilCom und France Télécom). In den Bilanzen verblieben dann hohe Schulden, die zur Finanzierung neuer Techniken oder der Übernahme anderer Unternehmen eingegangen worden seien.
Die einst schillernde Medienbranche lebe derzeit von der Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung und einem damit einhergehenden Anspringen der Werbeausgaben. Während die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten (ARD/ZDF) sich zu ~90% aus Gebühren refinanzieren würden, würden die privaten Sender ihren Etat fast ausschließlich aus Werbeerlösen bestreiten. Der negative Trend am Werbemarkt habe sich im dritten Quartal abgeschwächt. Während die Werbung in klassischen Medien (Zeitung, Fernsehen) im zweiten Quartal noch um 7,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen seien, seien es im dritten Quartal nur noch 4,6% gewesen. In konjunkturell schwierigen Zeiten würden zunehmend auch die diffusen Strukturen der Medienbranche von den Werbung schaltenden Firmen hinterfragt.
So würden Firmen mit großem Werbebudget (z.B. Unilever) zunehmend Preisnachlässe verlangen, so dass - wie im Autohandelselten die offiziellen Preise gezahlt würden. Diese Entwicklung erschwere somit die Umsatz- und Gewinnprognosen der börsennotierten Medienunternehmen. Als Klotz bei der Kostenreduzierung erwiesen sich vielfach auch vollkommen überteuert eingekaufte Sportrechte (z.B. Fußball-Bundesliga bei SAT.1) und Spielfilme (Premiere). Gerade in der derzeitigen Situation gelinge es oftmals nicht diese Ausgaben zu refinanzieren. So sei die Sendung "ran-SAT.1 Fußball" weiterhin defizitär.
Eine weiterer Unsicherheitsfaktor der Branche sei durch die schleppenden Verhandlungen im Zuge der Kirch-Krise entstanden. Durch die enge Verflechtung der Firmen sei hier eine Abwärtsspirale entstanden. Insgesamt dürfte die derzeitige Krise national wie international zu einer Bereinigung des Mediensektors führen. Nach einer Boomphase (bis Mitte 2000) stünden Telekom- und Medienunternehmen inmitten einer Marktbereinigungsphase. Die strategischen Aufräumarbeiten liefen in beiden Branchen auf Hochtouren.
