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Fr, 17. April 2026, 20:37 Uhr

Telefonica SA

WKN: 850775 / ISIN: ES0178430E18

Telefónica Outperformer


11.08.03 11:26
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von Telefónica (ISIN ES0178430E18 / WKN 850775) weiterhin mit "Outperformer" ein.

Nach dem eher schwachen ersten Quartal habe Telefónica mit dem nachfolgenden Quartalsergebnis deutlich die Erwartungen der Analysten bezüglich Umsatz und Ertrag übertroffen. Zwar habe sich der Konzernumsatz im Berichtszeitraum aufgrund ungünstiger Wechselkursrelationen um 2% auf 7,1 Mrd. Euro reduziert, jedoch habe sich das EBITDA um 4% auf 3 Mrd. Euro erhöht. Verantwortlich für den starken Ergebnisanstieg habe sich die Mobilfunktochter Telefónica Moviles mit einem 22-prozentigen Anstieg des EBITDA auf 1,2 Mrd. Euro gezeigt. Rückläufige Abschreibungen hätten für einen 19-prozentigen Anstieg des operativen Ergebnisses auf 1,6 Mrd. Euro gesorgt.

Im Vorjahreszeitraum habe Telefónica wegen Sonderabschreibungen auf UMTS-Investitionen einen Verlust von 5,57 Milliarden Euro verbucht. Der Quartalsgewinn habe sich auf 882 Mio. Euro oder 0,17 Euro je Aktie belaufen. Dank der starken Cash-Flow-Entwicklung hätten die Nettoschulden um 1,5 Mrd. Euro auf 20,0 Mrd. Euro gesenkt werden können. Telefónica habe sich infolge von Restrukturierungsmaßnahmen von der defizitären Digitalfernsehsparte Via Digital getrennt und diese mit dem Konkurrenten Sogecable fusioniert. Als weitere fest beschlossene Maßnahme gelte der vollständige Rückzug aus dem Privatfernsehsendergeschäft Antena 3 TV, der teilweise bereits schon vollzogen sei.

Das Management schätze, dass zudem etwa 5.000 Mitarbeiterstellen in seiner spanischen Festnetzsparte im dritten und vierten Quartal 2003 gestrichen werden könnten. Dies entspräche bereits ca. 1/3 aller Stellen, die bis zum Jahre 2007 abgebaut werden sollten. Telefónica sehe durch die Kosten des geplanten Stellenabbaus in diesem Jahr eine Ergebnisbelastung von 670 bis 690 Millionen Euro. Die angekündigte Mobilfunkallianz zwischen Telefónica Moviles mit T-Mobile, der Mobilfunktochter der Deutschen Telekom sowie der italienischen Telecom Italia Mobile SpA (TIM) und der französischen Orange sei perfekt.

Das Joint-Venture sei vereinbart worden, um den 170 Mio. Kunden aller Unternehmen in 15 Ländern Dienstleistungen anbieten zu können. Eine Kapitalbeteiligung sei hingegen nicht vereinbart worden. Ein weiterer Entlastungspunkt für das Bilanzergebnis seien die Einzelergebnisse der schwächsten Sparten gewesen. Der Internetanbieter Terra Lycos, den Telefónica nach erfolgreicher Übernahmeofferte wieder in den eigenen Konzern eingliedern wolle, habe seinen Verlust um 58% auf 98 Millionen Euro verringert. Die Medienfiliale Admira Media habe ihre roten Zahlen gar um 72% auf bis 85 Millionen Euro gekürzt.

Für die Geschäftsjahre 2004 bis 2005 wolle Telefónica seinen Aktionären eine Mindestdividende von 0,40 Euro garantieren. Zahlreiche Investmenthäuser würden allerdings noch mit 20 bis 25% mehr Ertragsausschüttung als derzeit geplant rechnen. Auch im Branchenvergleich sei diese hohe Ausschüttung eher ungewöhnlich und entspreche beim aktuellen Kurs einer Dividendenrendite von rund 4%.

Aufgrund der geringen Verschuldung und des hervorragenden Cash-Flows sei Telefónica neben Swisscom ein Sonderfall in der gesamten Telekommunikationsbranche. Deswegen sei auch die für die nächsten Jahre angepriesenen Garantiedividende von 0,40 Euro vertretbar und sollte nach Meinung der Analysten nicht zu einer negativen Beeinflussung der freien Mittel führen, um die Verschuldung kontinuierlich fortzusetzen und weitere Aktienrückkäufe zu tätigen.

Telefónica zeichne sich durch eine starke Stellung auf dem spanischen Heimatmarkt im Festnetzgeschäft und der marktführenden Stellung im Mobilfunksektor in Spanien und Südamerika aus. Das Unternehmen sei einer der wenigen Werte in der Telekommunikationsbranche, der auch in naher Zukunft weiterhin Gewinne erzielen sollte. Nach unten hin dürfte der Aktienkurs durch das beschlossene Aktienrückkaufprogramm wie auch die attraktive Dividendenrendite deutlich über Festzinsniveau einigermaßen abgesichert sein. Potenziell negative Auswirkungen auf den Aktienkurs könnten weitere politische und ökonomische Turbulenzen in Lateinamerika und die hohe Abhängigkeit gegenüber Wechselkursschwankungen haben.

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse sehen weitere Kursperspektiven für die Telefónica-Aktie und belassen ihre Einschätzung auf "Outperformer". Ein Stop-Loss setze man bei 8,80 Euro.





 
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