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Sa, 18. April 2026, 9:26 Uhr

Telecom Italia Mobile

WKN: 896356 / ISIN: IT0001052049

Telecom Italia Mobile Marketperformer


02.12.04 19:58
Sparkasse KölnBonn

Die Analysten der Sparkasse KölnBonn stufen die Telecom Italia Mobile (TIM)-Aktie (ISIN IT0001052049 / WKN 896356) unverändert mit "Marketperformer" ein.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liege im weitgehend gesättigten italienischen Heimatmarkt, rund 90% der Italiener würden ein oder mehrere Mobiltelefone besitzen. Italien weise die höchsten Penetrationsraten in Europa auf, wodurch das Potenzial beschränkt sei. Bei den Auslandsaktivitäten konzentriere sich TIM auf den südamerikanischen Markt (Brasilien, Peru). Der Mobilfunkkonzern sei zudem in Griechenland und der Türkei präsent. Im zweiten Halbjahr 2003 habe der Konzern in Brasilien als bislang einziger Mobilfunkbetreiber ein landesweites Angebot mit der in Europa gängigen GSM-Technologie lanciert.

Mit einem Marktanteil von 43,6% habe TIM in Italien noch immer eine dominierende Position, dennoch sehe sich das Unternehmen einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Neben den etablierten Wettbewerbern Omnitel (Vodafone) und Wind sei seit Frühjahr 2003 der Hongkonger Konzern Hutchison Whampoa in Italien vertreten. Hutchison habe unter der Marke "3" als erster Anbieter in Italien UMTS-Dienste eingeführt und angesichts einer schwachen Nachfrage Discount-Tarife etabliert.

In den ersten neun Monaten 2004 habe TIM die Erlöse kräftig gesteigert. Der Umsatz habe um 10% auf 9,5 Mrd. EUR zugelegt. Das EBITDA habe sich auf 4,57 Mrd. EUR belaufen. Beim Nettogewinn sei jedoch ein Rückgang von 1,97 auf 1,66 Mrd. EUR zu verzeichnen gewesen, der u.a. auf Währungseffekte zurückzuführen sei. Zudem seien im Vorjahreszeitraum außerordentliche Erträge in Höhe von 380 Mio. EUR realisiert worden. Der operative Gewinn sei um 6,3% auf 3,13 Mrd. EUR gestiegen. Für das Q3 habe TIM eine Umsatzsteigerung um 7,8% auf 3,34 Mrd. EUR und ein EBITDA von 1,57 Mrd. EUR (+8%) ausgewiesen. Das operative Ergebnis habe sich um 4% auf 1,16 Mrd. EUR verbessert.

Zur deutlichen Steigerung des Umsatzes habe das internationale Geschäft insbesondere in Südamerika beigetragen. Die Erlöse der Auslandsaktivitäten hätten deutlich um 27% zugelegt, die Geschäftstätigkeit in Brasilien sei sogar um 43% gesprungen. Hier habe TIM seinen Marktanteil auf Kosten der Wettbewerber ausbauen können. Zum ersten Mal habe auch der GSM-Betreiber in Brasilien (TIM Cellular) ein ausgeglichenes Ergebnis vorgelegt. Die EBITDA-Marge sei in Südamerika auf 22,7% gesprungen (Q2:16,3%).

Aufgrund geringerer Gesprächsumsätze sei das Umsatzwachstum in den vergangenen Quartalen rückläufig gewesen. Dieser Trend könnte sich angesichts eines steigenden Wettbewerbsdrucks, stagnierender Kundenzahlen und weiterer Preissenkungen in 2005 fortsetzen. Positiv habe sich zuletzt der Umsatz im Datensegment entwickelt. Zur Umsatz- und Ertragsverbesserung habe die Einführung von UMTS-Diensten in den Sommermonaten wesentlich beigetragen.

TIM habe seine venezuelische Einheit Digitel für 450 Mio. EUR an den Telekomkonzern CANTV veräußert. Digitel decke mit seinem Netz nur einen Teil von Venezuela ab und TIM habe keine große Chance gesehen, Digital zu einem landesweiten Anbieter auszubauen. Die Transaktion sei überraschend gekommen, da TIM erst im April 2004 seine Beteiligung von 67,1% auf 100% aufgestockt habe.

Trotz Dementis seitens des Unternehmens halte sich an den Märkten hartnäckig das Gerücht, dass Telecom Italia (Tl) eine vollständige Übernahme seiner 56-prozentigen Mobilfunktochter TIM plane. Hervorgerufen worden seien diese Gerüchte, nachdem France Telecom in 2003 die Mobilfunktochter Orange reintegriert habe und derzeit die Deutsche Telekom die Internet-Tochter T-Online wieder in den Konzern eingliedere. Aus Transparenzgründen wäre eine solcher Zusammenschluss von Tl und TIM sinnvoll, da sich die von den Investoren als zu kompliziert empfundene Konzernstruktur vereinfachen würde. Zudem würde Tl, deren Verschuldung 31,4 Mrd. EUR betrage, direkten Zugriff auch den Cashflow der schuldenfreien TIM erhalten.

Da TIM nicht mehr in Mitteleuropa vertreten sei, habe das Unternehmen gemeinsam mit den führenden Mobilfunkgesellschaften Deutschlands, Spaniens und Frankreichs, T-Mobile, Telefönica Möviles und Orange, eine Mobilfunk-Allianz gegründet. Damit wollten die vier Anbieter ihre Position gegenüber dem weltgrößten Mobilfunkanbieter Vodafone stärken.

Die Analysten der Sparkasse KölnBonn bewerten die Aktie der Telecom Italia Mobile weiterhin mit "Marketperformer".

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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