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Sa, 18. April 2026, 5:15 Uhr

Syngenta

WKN: 580854 / ISIN: CH0011037469

Syngenta kaufen


11.09.03 13:59
Sparkasse Essen

Die Analysten der Sparkasse Essen empfehlen die Aktie von Syngenta zu kaufen.

Der Schweizerische Pflanzenschutz- und Saatgutproduzent gelte zwar als solide, aber auch als ziemlich langweilig. Die Branche stagniere, Umsatzsteigerungen seien nur begrenzt möglich. Im Gegensatz zum Marktkonsens sehe man aber eine Story aus Synergieeffekten, Margenverbesserungen und einem starken Cash Flow. Letzterer könne dazu beitragen, die Schulden abzubauen, das Finanzergebnis zu verbessern und mittelfristig Aktien zurückzukaufen.

Dadurch sollten überdurchschnittliche Gewinnsteigerungen ermöglicht werden und die Konsensschätzungen geschlagen werden. Das amerikanische Investmenthaus Salomon Smith Barney sehe ein Kursziel von rund 100 CHF.

Syngenta sei im Jahr 2000 aus den Pflanzenschutzbereichen von Novartis und der britischen Astra-Zeneca entstanden. Durch den Zusammenschluss sei der weltweit größte Produzent von Pflanzenschutzmitteln und einer der führenden Anbieter von Saatgut geworden. Die Größe erlaube eine effiziente Produktion und eine schlagfertige internationale Vermarktung.

Wichtigster Konkurrent sei Bayer, seitdem die Deutschen den Pflanzenschutzbereich von Aventis übernommen hätten. Während Bayer Crop Science etwa gleich groß wie Syngenta sei, sei man in der Sparte Saatgut aber schwächer positioniert. Zudem habe Syngenta mit der Integration bereits größere Fortschritte gemacht. Härteste Mitbewerber auf dem US-Markt sei Monsanto, die aber eine andere Strategie verfolge (Stichwort Gentechnologie) und sich aktuell in einer Krise befinde.

Von 2000 bis 2002 sei der Umsatz von Syngenta zwar von 6,85 auf 6,2 Mrd. US-Dollar gesunken, der Gewinn habe aber von 222 auf 265 Mio. US-Dollar (vor Einmaleffekten) gesteigert werden können (Syngenta lege die Rechnung in US-Dollar auf). Auch wenn es Syngenta schaffe, Marktanteile zu gewinnen, seien keine hohen Wachstumsraten wahrscheinlich.

Die Story basiere vielmehr auf der Erzielung fusionsbedingter Effizienzgewinne (bis 2004 würden jetzt 625 Mio. US-Dollar erwartet) und einer sukzessiven Erhöhung der Margen. Langfristig halte Syngenta an einer Erhöhung der Ebitda-Marge auf 25% (2002: 18,6%) fest, nenne aber nicht mehr den Zeitpunkt 2005. Bayer Crop Science würde bis 2006 sogar eine Marge von 29% anstreben.

Obwohl man die Margenerwartungen für etwas zu ambitioniert halte, sei Syngenta dennoch etwas für Value-Investoren, die Wert auf einen hohen freien Cash Flow legen würden (Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft abzüglich Investitionen und Ausschüttungen). Dieser sei im ersten Halbjahr 2003 von 400 auf 700 Mio. Dollar geklettert. Da Syngenta nur 21% des Gewinns als Dividende ausschütten würde, habe die Nettoverschuldung um 700 Mio. auf 1,1 Mrd. Dollar zurückgeführt werden können.

Die Aktie notiere zudem nur knapp über Umsatz und Buchwert. Würde Syngenta von dem hohen freien Cash Flow z.B. nur 500 Mio. Dollar für Aktienrückkäufe nutzen, hätte dieses bereits eine Gewinnverdichtung von 10% zur Folge. Ein weiterer Ansatzpunkt für das Management sei auch die hohe Steuerquote. Diese betrage 39% auf den Gewinn vor Steuern, während sie z.B. bei Novartis bei 17% liege. Sollten alle Verbesserungsmöglichkeiten erfolgreich abgearbeitet werden (Margenerhöhung in Richtung 23%, Senkung der Finanzkosten und der Steuerquote, moderate Umsatzerhöhung um 2-3% p.a. und ein Aktienrückkaufprogramm) wäre in den nächsten Jahren bis 2005 sogar eine Verdoppelung des Gewinns bis auf 7-8 CHF je Aktie möglich!

Im ersten Halbjahr 2003 habe der Umsatz um 5% und der Reingewinn um 18% gesteigert werden können. Währungsbereinigt sei der Umsatz jedoch um 3% zurück gefallen. Probleme habe zuletzt das ungewöhnlich trockene Wetter in Europa bereitet, das die Nachfrage nach Fungiziden gedämpft habe. Der Schwäche, in Europa und Asien, stünden aber Fortschritte in Lateinamerika in der zweiten Jahreshälfte gegenüber.

Die Aufwärtsentwicklung von Syngenta sei noch intakt. Eine Unterstützung liege bei 74 Euro, die 38-Tage-Linie verlaufe bei 76,77 Euro und die 200-Tage-Linie bei 73,38 Tage. Unterstützt würden diese Aussagen durch den RSI, der noch nicht ganz überverkauft sei und den MACD, der bei der Spitze von rund 84 Euro ein Verkaufssignal geliefert habe, das noch nicht neutralisiert worden sei. Schwache Tage sollten nach Erachten der Analysten aber zum Einstieg genutzt werden.

Die Syngenta-Aktie wird von den Analysten der Sparkasse Essen zum Kauf empfohlen.





 
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