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Sa, 18. April 2026, 3:08 Uhr

Stellungnahme zu den Wechselkursen


26.09.03 12:16
Frankfurter Sparkasse

Die Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrienationen G7 haben erstmals seit mehreren Jahren in ihrem Abschlusskommunique eine Stellungnahme zu den Wechselkursen abgegeben, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Die Teilnehmer würden sich eine "größere Flexibilität der Wechselkurse für große Länder und Wirtschaftsregionen" wünschen. Hinter dieser diplomatischen Formulierung verberge sich die Aufforderung an China und Japan, ihre Exporte zukünftig nicht mehr mittels Abwertung von Renminbi und Yen anzukurbeln.

Dies sei als Wechsel zur Politik eines schwachen US-Dollars zu werten. Dieser habe daraufhin an Wert gegenüber Yen und Euro verloren. Zur Vermeidung zukünftiger Währungsverluste hätten sich internationale Anleger verstärkt in europäischen und japanischen Anleihen engagiert, was zu entsprechenden Renditerückgängen geführt habe.

Die Bush-Administration scheine gewillt, das Leistungsbilanzdefizit und die Arbeitsmarktmisere über einen schwachen Dollar abbauen zu wollen. Wie stark dieser Wille in Zukunft gegenüber den Wünschen der asiatischen Länder, ihren Export ebenfalls über schwache Währungen ankurbeln zu wollen, formuliert werde, bleibe noch abzuwarten. Europäische Rentenwerte dürften von diesem Umstand weiterhin profitieren. Von der Steilheit der Zinskurve seien erstklassige Papiere mit 2 bis 4 Jahren Restlaufzeit interessant.