Starker Euro belastet Exportwerte
16.05.03 16:46
Frankfurter Sparkasse
Die kräftige Aufwärtsbewegung der letzten Monate im DAX ist zunächst ins Stocken geraten, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.
Nur kurz sei der Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 3.000 Punkten sowie der Test der für den längerfristigen Trend wichtigen 200-Tage-Linie gelungen, bevor dann verstärkte Gewinnmitnahmen eingesetzt hätten. Diese Reaktion der Marktteilnehmer sei sehr verständlich, schließlich gelte es, die mit fast 40% Kursgewinn in kurzer Zeit aufgelaufene Performance zu sichern. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich hieraus eine deutlichere Konsolidierung entwickle, die den DAX durchaus in den Bereich der größeren charttechnischen Unterstützung zwischen 2.700 und 2.800 Punkten führen könne. Eine solche Reaktion des Marktes wäre als sehr gesund einzustufen, schließlich biete sie die Chance, die überkaufte Situation abzubauen.
Schwächeanzeichen würden sich zudem von der fundamentalen Seite andeuten. So habe der Zuwachs des realen BIP in Deutschland im ersten Quartal 2003 im Vergleich zum Vorjahresquartal nur bei 0,5% gelegen und lasse für das Gesamtjahr nur wenig Perspektive aufkommen. Die aktuelle Konjunkturumfrage des ZEW, der zufolge 95% der Befragten die aktuelle Situation als schlecht einstufen würden, deute ebenfalls weiterhin Pessimismus an. Recht differenziert würden sich die Daten in den USA darstellen. Hier seien die Einzelhandelsumsätze im April im Vergleich zum Vormonat zwar um 0,1% gesunken, im Vergleich zum Vorjahresmonat sei aber ein Zuwachs von 5,1% zu verzeichnen gewesen. Enttäuschungen habe die laufende Quartalsberichtssaison geliefert, wo sich in den unterschiedlichsten Branchen, wie bei MAN, Linde, Lufthansa oder HVB, zum Teil deutliche Schwächeanzeichen und nur selten klare Verbesserungstendenzen gezeigt hätten.
Mit dem weiterhin auf hohem Niveau notierenden Euro-Kurs gegenüber dem US-Dollar deute sich zudem ein weiterer Risikofaktor an, der insbesondere bei exportlastigen Unternehmen noch für einige Verstimmungen sorgen könne. Der Anschlag in Saudi-Arabien erhöhe außerdem wieder die Unsicherheit im Rohölbereich und bedrohe mithin eine wichtige Konjunkturstütze. Angesichts der unklaren Wirtschaftsaussichten steige die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Leitzinssenkung sowohl in den USA als auch in Euroland. Zwar zeige sich der Aktienmarkt bisher relativ stabil gegenüber negativen Meldungen, doch lasse die stark überkaufte Lage eine Konsolidierungsphase am deutschen Aktienmarkt immer wahrscheinlicher werden. Dem Thema Stock-Picking dürfte dabei erhöhte Priorität zukommen.
Nur kurz sei der Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 3.000 Punkten sowie der Test der für den längerfristigen Trend wichtigen 200-Tage-Linie gelungen, bevor dann verstärkte Gewinnmitnahmen eingesetzt hätten. Diese Reaktion der Marktteilnehmer sei sehr verständlich, schließlich gelte es, die mit fast 40% Kursgewinn in kurzer Zeit aufgelaufene Performance zu sichern. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich hieraus eine deutlichere Konsolidierung entwickle, die den DAX durchaus in den Bereich der größeren charttechnischen Unterstützung zwischen 2.700 und 2.800 Punkten führen könne. Eine solche Reaktion des Marktes wäre als sehr gesund einzustufen, schließlich biete sie die Chance, die überkaufte Situation abzubauen.
Schwächeanzeichen würden sich zudem von der fundamentalen Seite andeuten. So habe der Zuwachs des realen BIP in Deutschland im ersten Quartal 2003 im Vergleich zum Vorjahresquartal nur bei 0,5% gelegen und lasse für das Gesamtjahr nur wenig Perspektive aufkommen. Die aktuelle Konjunkturumfrage des ZEW, der zufolge 95% der Befragten die aktuelle Situation als schlecht einstufen würden, deute ebenfalls weiterhin Pessimismus an. Recht differenziert würden sich die Daten in den USA darstellen. Hier seien die Einzelhandelsumsätze im April im Vergleich zum Vormonat zwar um 0,1% gesunken, im Vergleich zum Vorjahresmonat sei aber ein Zuwachs von 5,1% zu verzeichnen gewesen. Enttäuschungen habe die laufende Quartalsberichtssaison geliefert, wo sich in den unterschiedlichsten Branchen, wie bei MAN, Linde, Lufthansa oder HVB, zum Teil deutliche Schwächeanzeichen und nur selten klare Verbesserungstendenzen gezeigt hätten.
Mit dem weiterhin auf hohem Niveau notierenden Euro-Kurs gegenüber dem US-Dollar deute sich zudem ein weiterer Risikofaktor an, der insbesondere bei exportlastigen Unternehmen noch für einige Verstimmungen sorgen könne. Der Anschlag in Saudi-Arabien erhöhe außerdem wieder die Unsicherheit im Rohölbereich und bedrohe mithin eine wichtige Konjunkturstütze. Angesichts der unklaren Wirtschaftsaussichten steige die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Leitzinssenkung sowohl in den USA als auch in Euroland. Zwar zeige sich der Aktienmarkt bisher relativ stabil gegenüber negativen Meldungen, doch lasse die stark überkaufte Lage eine Konsolidierungsphase am deutschen Aktienmarkt immer wahrscheinlicher werden. Dem Thema Stock-Picking dürfte dabei erhöhte Priorität zukommen.
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