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Fr, 17. April 2026, 12:45 Uhr

Sorge um Stabilität des USD


24.04.09 11:55
Conrad Hinrich Donner Bank

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die EZB und die FED verfolgen unterschiedliche wirtschaftspolitische Ziele, so die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.

Die FED solle den Beschäftigungsstand maximieren, moderate langfristige Zinsen sicherstellen und die Stabilität des Preisniveaus wahren. Der Auftrag der EZB beziehe sich dagegen im Wesentlichen nur auf die Wahrung eines stabilen Preisniveaus. Aus diesem Grunde habe die EZB erst spät im Verlauf der Finanzkrise den Zinssenkungszyklus eingeleitet. Dennoch sehe die Europäische Zentralbank die durch die Finanzkrise bedingte Sondersituation und schließe unkonventionelle Maßnahmen wie das "quantitative easing" nicht aus. Mit dem Schritt des "quantitative easing" sei es der Zentralbank möglich, selbst bei einem Leitzins von 0% die Geldmenge durch den Kauf von Wertpapieren weiter auszudehnen.

Auf der Grundlage ihres Zielkatalogs habe die FED den Leitzins aggressiv senken können und sei bei einem Leitzins von praktisch 0% zum "quantitative easing" übergegangen. Dieses Ausmaß der Geldmengenausdehnung habe Inflationssorgen in China geweckt, denn die Chinesische Zentralbank habe einen Großteil ihrer Devisenreserven in USD angelegt. Eine Steigerung des Preisniveaus in den USA würde ihre gut 740 Mrd. USD entwerten. Zudem könnte auf eine USD-Schwemme eine USD-Abwertung folgen. Immerhin habe der USD gegenüber dem Euro in den letzten zehn Jahren auch während der wirtschaftlich besseren Zeiten an Wert verloren.

Dennoch überwögen in den USA zurzeit die deflatorischen Tendenzen und die expansive Geldpolitik lasse sich in diesem Umfeld rechtfertigen. Die Geldwertstabilität des USD hänge davon ab, wie schnell es der FED gelinge, bei einem Anspringen der Konjunktur die Leitzinsen wieder anzuheben. (Ausgabe 2. Quartal 2009) (24.04.2009/ac/a/m)



 
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