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Fr, 17. April 2026, 23:25 Uhr

Siemens AG

WKN: 723610 / ISIN: DE0007236101

Siemens Outperformer


04.08.03 10:45
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von Siemens auf "Outperformer" hoch.

Siemens habe im 3. Quartal beim Umsatz enttäuscht, habe hinsichtlich der Ertragszahlen jedoch die Erwartungen klar übertreffen können. Wegen schwacher Nachfrage sowie Wechselkurseffekten sei der Umsatz um 15 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro rückläufig gewesen. Bereinigt um Konsolidierungen sowie Wechselkurseffekte reduziere sich der Rückgang auf 7 Prozent. Das operative Ergebnis habe mit 1,02 (Vorjahr 1,1) Milliarden deutlich über dem Konsens von 758 Millionen Euro gelegen. Der Nettogewinn habe ebenfalls mit 632 (Vorjahr 725) Millionen Euro die mit 387 Millionen Euro angesetzten Erwartungen übertroffen.

Der Auftragseingang sei unbereinigt um 10 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro zurückgegangen, bereinigt um Dekonsolidierungen und Währungseffekte habe er sich jedoch auf dem Vorjahresniveau bewegt. Die Netzwerksparte ICN habe inklusive Restrukturierungsaufwendungen einen auf 125 (Vorjahr 84) Millionen Euro gestiegenen Verlust verbucht. Die Sparte Mobilfunk-Infrastruktur ICM habe ein positives Ergebnis in Höhe von 17 Millionen Euro erwirtschaften können, allerdings sei das Handygeschäft gewesen, es seien 8,1 Millionen Mobiltelefone abgesetzt worden, mit einem Minus von 42 Millionen Euro defizitär.

Power Generation habe trotz des ausgelaufenen Kraftwerksbooms in den USA mit einem Gewinn von 279 (Vorjahr 476) Millionen Euro und einer Gewinnmarge von 18 Prozent ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis erzielt. Ebenfalls positiv habe sich die Medizinische Sparte entwickelt, der Gewinn habe sich bei einer Spanne von 19 Prozent auf 332 Millionen Euro belaufen. Ebenso zum positiven Gewinntrend hätten Automation & Drives mit einem Ergebnis von 203 Millionen Euro, VDO mit 111 Millionen Euro sowie Osram mit 98 Millionen Euro beitragen können. Der Logistik-Bereich mit Siemens Dematic habe hingegen einen Verlust in Höhe von 64 Millionen Euro verbucht und werde die Vorgaben bis Geschäftsjahresende auch nicht mehr erreichen können.

Der Vorstand habe seit längerem erstmals wieder eine Prognose abgegeben. Bei einem Umsatz von 75 Milliarden Euro werde ein Jahresüberschuss von 2,2 "plus X" Milliarden Euro angestrebt, wobei für "plus X" keine nähere Spezifizierung erfolgt sei. Das Vorjahresergebnis habe bei 2,6 Milliarden Euro gelegen, jedoch seien hierbei 900 Millionen Euro Gewinn aus dem Infineon-Verkauf zu berücksichtigen. Für das kommende Geschäftsjahr werde seitens des Managements nicht mit einer grundlegenden Erholung der Wirtschaft gerechnet, der Auftragseingang auf Vorjahresniveau werde jedoch positiv bewertet.

Der Fokus hinsichtlich der Budgetplanung werde auf weiteren Kosteneinsparungen liegen, in den kommenden zwei bis drei Jahren solle hierbei 1 Milliarde Euro, unter anderem auch im Segment Mobilfunk, realisiert werden. Für eine Überraschung habe die Ankündigung gesorgt, dass ICN im 4. Quartal in die Gewinnzone zurückkehren solle, da das Geschäft laut Management die Talsohle durchschritten und die Nachfrage sich stabilisiert hätten.

Siemens habe sich angesichts der Nachfrageschwäche auf seinen wichtigen Märkten sehr gut geschlagen. Acht der neun Bereiche, für die Margenziele bestünden, hätten diese Ziele bislang übertreffen bzw. sich diesen annähern können. Der um Desinvestitionen und Währungseffekte bereinigte stabile Auftragseingang, ein schwächer als erwarteter Rückgang der Marge der Kraftwerkssparte sowie die angekündigte Rückkehr in die Gewinnzone bei ICN würden sich als weitere positive Faktoren darstellen. Vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen konjunkturellen Situation dürfte Siemens als breit aufgestelltes Unternehmen mit einer starken Positionierung in den jeweiligen Geschäftsfeldern auch weiterhin von der Diversifikation der Geschäftsfelder profitieren.

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von Siemens daher von "Marketperformer" auf "Outperformer" herauf und setzen das Stop-Loss bei 41,00 Euro.





 
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