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Fr, 17. April 2026, 13:28 Uhr

Schwarz Pharma

WKN: 722190 / ISIN: DE0007221905

Schwarz Pharma beobachten


06.11.02 13:34
Sparkasse Bremen

Die Analysten der Sparkasse Bremen raten zunächst von einem Engagement in Aktien der Schwarz Pharma AG (WKN 722190) ab.

Das Monheimer Arznei-Unternehmen habe eine Erhöhung der Ergebnisprognose vorgenommen. Das Unternehmen halte einen zusätzlichen Vorsteuergewinn von circa 380 Mio. Euro und einen zusätzlichen Umsatz von 760 Mio. Euro als Folge eines gewonnen Patentrechtsstreit für möglich. Außerdem sei seitens des Managements eine Dividendenerhöhung in Aussicht gestellt worden.

Bei dem Rechtsstreit sei es um Patentrechte für das Magen-Darm-Medikament Prisolec von AstraZeneca gegangen. Europas zweitgrößter Pharmakonzern hätte Schwarz Pharma sowie die Generika-Hersteller GenPharm, Reddy Cheminor und Andrx vorgeworfen, dieses Medikament ungerechtfertigt als so genanntes Generikum zu kopieren. Nach dem Urteil eines New Yorker Gerichts sei Schwarz Pharma zur Zeit das einzige Unternehmen, dass ein Generika-Präparat auf der Basis des Prisolec-Wirkstoffs Omeprazol vermarkten dürfe.

Zwar sei das Wirkstoffpatent für Omeprazol bereits am 05.10.01 abgelaufen, AstraZeneca verfüge aber noch über zwei so genannte Formulierungspatente, die die Zusammensetzung schützen würden. Diese Patente seien durch das Urteil bestätigt worden und liefen bis zum Jahr 2007. Das Gerichtsurteil bestätige darüber hinaus aber auch ein eigenes Formulierungspatent von Schwarz Pharma. Dadurch seien andere Hersteller nicht in der Lage, durch bloße Bezugnahme auf das Wirkstoffpatent ein eigenes Omeprazol-Produkt herzustellen und zu vermarkten. Potentielle Konkurrenten müssten also entweder eine eigene Formulierung entwickeln oder die entsprechende Lizenz für eine bestehende Formulierung vom Patenthalter erwerben. Das Unternehmen rechne mit "einem baldigen Markteintritt des Omeprazol-Generikums in den USA und mit Umsatz- und Ergebnisbeiträgen noch im vierten Quartal 2002".

Omeprazol gelte als eine der umsatzstärksten Arzneien der Welt und zähle zu den so genannten Blockbustern. AstraZeneca habe im Jahr 2001 mit dem Präparat 3,7 Mrd. USD erlöst. Berücksichtige man den auf Lizenznehmer entfallenden Absatz, so liege der weltweite Gesamtumsatz bei 6 Mrd. USD.

Im dritten Quartal habe das Unternehmen das Betriebsergebnis von 3,1 auf 8,1 Mio. Euro erhöhen können. Das Konzernergebnis habe 5,7 nach 2,3 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum betragen. Der Umsatz habe um rund 2% auf 187,7 Mio. Euro zugelegt. Damit seien die durchschnittlichen Analysten-Erwartungen - mit Ausnahme der Umsatzprognose- deutlich übertroffen worden.

Hauptumsatzträger von Schwarz Pharma seien der Blutdrucksenker Univasc und die Gruppe der Nitratprodukte gewesen, die zusammen rund 18% des Umsatzes generieren würden.

Der Kurs von Schwarz Pharma habe sehr euphorisch auf den Ausgang des Rechtsstreits in den USA und die Quartalszahlen reagiert. Das stark gestiegene Kursniveau mahne zur Vorsicht, weshalb das Researchteam mit dem Einstieg vorerst noch abwarte.

Die Analysten der Sparkasse Bremen beobachten aber die Aktien von Schwarz Pharma und behalten sich eine Neueinstufung vor.





 
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