Schering Coverage eingestellt
05.10.06 12:36
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Manfred Jakob von der SEB stellt die Coverage für die Aktie von Schering ein, nachdem das Rating zuvor "reduce" gelautet hat.
Im ersten Halbjahr 2006 habe der Konzern beim Umsatz ein Plus von 10,9% auf 2,82 Mrd. EUR erzielt, bei einem EBIT-Anstieg von 12% auf 410 Mio. EUR, während das bereinigte EBIT um 20% auf 559 Mio. EUR zugelegt habe und der Gewinn (inkl. Sondereffekte) um 6% auf 301 Mio. EUR nachgelassen habe. Diese Zahlen hätten sich erstmals auch im Bayer-HJ1-Bericht wieder gefunden (29.08.06). Am 26.07. habe es ein Bewertungsgutachten der KPMG gegeben. Der Wert je Schering-Aktie sei auf 87,63 EUR (= 16,723 Mrd. EUR) ermittelt worden. Auf Grund dessen habe Bayer angeboten, in dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag eine Abfindung von 89 EUR und einen Ausgleich von 3,62 EUR (netto) zu vereinbaren.
Für das Unternehmen spreche, dass bei Bayer-Schering-Pharma - Zusammenlegung von Forschung & Entwicklung, v. a. bei Krebsforschung (wo auch Bayer tätig sei) - die gegenseitige Nutzung der Vertriebsstrukturen mittelfristig (ab 2009) hohe Synergien bringen würden. Beide zusammen hätten aktuell vier Projekte im Registrierungsprozess und 19 in Phase III der Prüfung.
Positiv seien zudem diverse Allianzen mit anderen Wettbewerbern. Schering sei u. a. stark in der Krebsforschung: hier sei z. B. jüngst eine neue Allianz mit AstraZeneca begründet worden, um einen neuen Wirkstoff gegen Brustkrebs zu entwickeln. Operativ sei man zudem auf gutem Weg. Die Profitabilität dürfte sich weiter verbessern. Die EBIT-Marge sei zuletzt stetig gewachsen, von 13% in 2003 auf 17,5% in 2005. Mit dem angehobenen Geschäftsausblick für 2006 würden nun 18,5 bis 19,0% erwartet (bisher: 18%), 2008 sollten 20% erreicht werden. Zulassungserweiterungen bei bestehenden Präparaten würden zudem die Rendite verbessern: z. B. Zulassungserweiterung von Betaferon in Kanada. Auch für die Pille YAZ seien Erweiterungen zu erwarten.
Gegen das Unternehmen spreche die relativ schwache Pipeline und zuletzt einige enttäuschende Studienergebnisse. Negativ seien zudem ein wettbewerbsintensives Umfeld für Betaferon, eine starke Abhängigkeit von der Yasmin-Produktfamilie und die Rückrufaktion (freiwillig) eines Röntgenkontrastmittels (31.7.). Laut KPMG verringere dies den Wert je Aktie um 0,74 EUR. Nachdem Bayer mehr als 95 Prozent der Schering-Aktien halte sei ein Squeeze-Out zu erwarten.
Die Analysten der SEB stellen die Coverage für die Aktie von Schering ein, nachdem das Rating zuvor "reduce" gelautet hat - bei einem Kursziel von 89 EUR. (05.10.2006/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Im ersten Halbjahr 2006 habe der Konzern beim Umsatz ein Plus von 10,9% auf 2,82 Mrd. EUR erzielt, bei einem EBIT-Anstieg von 12% auf 410 Mio. EUR, während das bereinigte EBIT um 20% auf 559 Mio. EUR zugelegt habe und der Gewinn (inkl. Sondereffekte) um 6% auf 301 Mio. EUR nachgelassen habe. Diese Zahlen hätten sich erstmals auch im Bayer-HJ1-Bericht wieder gefunden (29.08.06). Am 26.07. habe es ein Bewertungsgutachten der KPMG gegeben. Der Wert je Schering-Aktie sei auf 87,63 EUR (= 16,723 Mrd. EUR) ermittelt worden. Auf Grund dessen habe Bayer angeboten, in dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag eine Abfindung von 89 EUR und einen Ausgleich von 3,62 EUR (netto) zu vereinbaren.
Für das Unternehmen spreche, dass bei Bayer-Schering-Pharma - Zusammenlegung von Forschung & Entwicklung, v. a. bei Krebsforschung (wo auch Bayer tätig sei) - die gegenseitige Nutzung der Vertriebsstrukturen mittelfristig (ab 2009) hohe Synergien bringen würden. Beide zusammen hätten aktuell vier Projekte im Registrierungsprozess und 19 in Phase III der Prüfung.
Gegen das Unternehmen spreche die relativ schwache Pipeline und zuletzt einige enttäuschende Studienergebnisse. Negativ seien zudem ein wettbewerbsintensives Umfeld für Betaferon, eine starke Abhängigkeit von der Yasmin-Produktfamilie und die Rückrufaktion (freiwillig) eines Röntgenkontrastmittels (31.7.). Laut KPMG verringere dies den Wert je Aktie um 0,74 EUR. Nachdem Bayer mehr als 95 Prozent der Schering-Aktien halte sei ein Squeeze-Out zu erwarten.
Die Analysten der SEB stellen die Coverage für die Aktie von Schering ein, nachdem das Rating zuvor "reduce" gelautet hat - bei einem Kursziel von 89 EUR. (05.10.2006/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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