SAP "outperform"
11.12.02 15:03
BHF-BANK
Die Analysten der BHF-Bank bewerten die SAP-Aktie mit "outperform".
Nach einem schwachen zweiten Quartal 2002 habe SAP mit den Zahlen zum dritten Quartal wieder deutlich positiv überraschen können. Dies sei umso beeindruckender, als sich das Nachfrageumfeld für Soft- (und Hardwareanbieter) in den letzten Monaten weiter eingetrübt habe. Noch immer würden sich Unternehmen bei den Ausgaben für Informationstechnologie extrem zurückhaltend verhalten, SAP habe aber als eines der wenigen Unternehmen den Trend fallender Umsätze wieder umkehren können. So sei der Konzernumsatz im dritten Quartal um 3% gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal auf 1,7 Mrd. Euro gestiegen (im Vorquartal habe die Veränderungsrate -4% betragen).
Bei unveränderten Währungskursen wären die Umsätze sogar um 10% gestiegen. Die wichtigen Lizenzerlöse seien nur noch mit 3% rückläufig gewesen und hätten 435 Mio. Euro erreicht (+7% bei unveränderten Währungskursen). Das operative Ergebnis habe sich auf 319 Mio. Euro belaufen. Damit habe SAP deutlich über den Markterwartungen gelegen. Ursache hierfür sei neben den recht gut behaupteten Lizenzumsätzen die hervorragende Kostenkontrolle des Unternehmens gewesen, ohne die der Ergebnisausweis wesentlich schlechter ausgefallen wäre. Die operative Marge habe 19% betragen (in einem saisonal eher schwachen Quartal).
Das Erreichen der Zielmarge im Gesamtjahr 2002 von 21% dürfte nun verhältnismäßig sicher sein. Nach Finanzergebnis und Steuern sei im dritten Quartal ein Nettogewinn je Aktie von 0,65 Euro verblieben - aufgrund des guten operativen Ergebnisses deutlich über den Markterwartungen. SAP habe trotz bereits durchgeführter Aktienrückkäufe über 150 Mio. Euro den Netto-Liquiditätsbestand bei 1 Mrd. Euro knapp halten können.
Die anhaltende Nachfrageunsicherheit habe SAP aber auch dazu veranlasst, die Umsatzprognose für den Rest des Jahres auszusetzen. Zuvor sei ein Gesamtjahreswachstum beim Umsatz von 5% bis 10% erwartet worden. Die angestrebte Margenverbesserung auf 21% dürfte jedoch unabhängig von der Umsatzentwicklung erreicht werden, womit SAP eines der profitabelsten Unternehmen des Sektors bleibe. Positiv bleibe auch anzumerken, dass das schwache US-Geschäft Anzeichen einer Stabilisierung zeige.
Man glaube, dass der Nachfragetrend zu integrierten, global führenden Softwareanbietern mit stabilen Bilanzverhältnissen nach wie vor intakt sei und sich mittelfristig nicht umkehre. Dafür sprächen die positiven Ergebnisse von SAP und Microsoft. Dagegen verlören derzeit noch immer viele Nischenanbieter (z.B. Siebel: Umsatz -18%, Lizenzen -34%, i2: Umsatz -43%, Lizenzen -55%) an Boden und müssten durch kostenintensive Restrukturierungen Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen.
Aufgrund der anhaltenden Marktanteilsgewinne, des guten Quartalsergebnisses und der stabilen Finanzposition von SAP belassen die Analysten der BHF-Bank das Rating der SAP-Aktie bei "outperform"/hohes Risiko.
Nach einem schwachen zweiten Quartal 2002 habe SAP mit den Zahlen zum dritten Quartal wieder deutlich positiv überraschen können. Dies sei umso beeindruckender, als sich das Nachfrageumfeld für Soft- (und Hardwareanbieter) in den letzten Monaten weiter eingetrübt habe. Noch immer würden sich Unternehmen bei den Ausgaben für Informationstechnologie extrem zurückhaltend verhalten, SAP habe aber als eines der wenigen Unternehmen den Trend fallender Umsätze wieder umkehren können. So sei der Konzernumsatz im dritten Quartal um 3% gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal auf 1,7 Mrd. Euro gestiegen (im Vorquartal habe die Veränderungsrate -4% betragen).
Bei unveränderten Währungskursen wären die Umsätze sogar um 10% gestiegen. Die wichtigen Lizenzerlöse seien nur noch mit 3% rückläufig gewesen und hätten 435 Mio. Euro erreicht (+7% bei unveränderten Währungskursen). Das operative Ergebnis habe sich auf 319 Mio. Euro belaufen. Damit habe SAP deutlich über den Markterwartungen gelegen. Ursache hierfür sei neben den recht gut behaupteten Lizenzumsätzen die hervorragende Kostenkontrolle des Unternehmens gewesen, ohne die der Ergebnisausweis wesentlich schlechter ausgefallen wäre. Die operative Marge habe 19% betragen (in einem saisonal eher schwachen Quartal).
Die anhaltende Nachfrageunsicherheit habe SAP aber auch dazu veranlasst, die Umsatzprognose für den Rest des Jahres auszusetzen. Zuvor sei ein Gesamtjahreswachstum beim Umsatz von 5% bis 10% erwartet worden. Die angestrebte Margenverbesserung auf 21% dürfte jedoch unabhängig von der Umsatzentwicklung erreicht werden, womit SAP eines der profitabelsten Unternehmen des Sektors bleibe. Positiv bleibe auch anzumerken, dass das schwache US-Geschäft Anzeichen einer Stabilisierung zeige.
Man glaube, dass der Nachfragetrend zu integrierten, global führenden Softwareanbietern mit stabilen Bilanzverhältnissen nach wie vor intakt sei und sich mittelfristig nicht umkehre. Dafür sprächen die positiven Ergebnisse von SAP und Microsoft. Dagegen verlören derzeit noch immer viele Nischenanbieter (z.B. Siebel: Umsatz -18%, Lizenzen -34%, i2: Umsatz -43%, Lizenzen -55%) an Boden und müssten durch kostenintensive Restrukturierungen Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen.
Aufgrund der anhaltenden Marktanteilsgewinne, des guten Quartalsergebnisses und der stabilen Finanzposition von SAP belassen die Analysten der BHF-Bank das Rating der SAP-Aktie bei "outperform"/hohes Risiko.
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