SAP "outperform"
31.10.02 16:43
BHF-BANK
Die Analysten der BHF-Bank bewerten die SAP-Aktie mit "outperform".
Nach den noch guten Zahlen im ersten Quartal 2002 habe auch SAP im zweiten Quartal die Schwäche der Unternehmens-Investitionen in Informationstechnologie zu spüren bekommen. So seien die Umsätze im zweiten Quartal 2002 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4% auf 1,78 Mrd. Euro gesunken (bei unveränderten Währungskursen Umsatz unverändert). Die bedeutenden Lizenzumsätze seien um 23% auf 496 Mio. Euro zurückgegangen (-16% ohne Währungseinflüsse). Das operative Ergebnis (vor Mitarbeiterbeteiligung etc.) habe bei 324 Mio. Euro (Vorjahr 424 Mio. Euro), das Ergebnis je Aktie bei 0,56 Euro (Vorjahr 0,75 Euro) gelegen.
Mit diesen schwachen Ergebnissen habe SAP auch folglich die Erwartung für das Gesamtjahr (zuvor 15% Umsatzanstieg, operative Margenverbesserung auf 21%) reduzieren müssen. Die neue Unternehmenserwartung laute nun 5% bis 10% Umsatzanstieg bei noch immer unverändert verbesserter Gewinnmarge. Aufgrund der Geschwindigkeit, mit der zuletzt das Umsatzwachstum eingebrochen sei, sei diese neue Erwartung jedoch noch immer als optimistisch anzusehen: Im zweiten Halbjahr müsse damit der Umsatz mindestens um 8% im Vorjahresvergleich steigen, dazu wirke der US-Dollar-Verfall negativ.
Die Verbesserung der operativen Marge solle durch massive Kostensenkungen, unter anderem reduzierter Fremd-Leistungsbezug und Einschnitte bei variablen Vergütungen, erzielt werden. SAP habe über Verschiebungen mehrerer größerer Kontrakte berichtet und über generell geringere durchschnittliche Vertragsgrößen als wesentliche Ursache der Enttäuschung im 2. Quartal.
Noch immer hebe sich mit den Ergebnissen SAP jedoch von den wichtigsten Wettbewerben ab: Bei den Lizenzen hätten zuletzt z.B. Siebel -41% bzw. Oracle -24% Rückgänge verzeichnen müssen, Peoplesoft habe mit -21% auf Höhe von SAP gelegen. Insoweit glaube man weiter, dass SAP Marktanteile gewinne und mit der Marktposition und dem Produktportfolio in einem normalisierten Konjunkturumfeld zweistellige Wachstumsraten erzielen könne. Leider sei kurzfristig nicht mit einem Lösen der Investitionszurückhaltung bei den Unternehmenskunden zu rechnen (im Gegenteil, bis in den September hinein habe sich das Umfeld weiter verschlechtert), so dass positive Impulse für die Aktie noch auf sich warten lassen dürften.
Aufgrund der guten Akzeptanz der Produkte bei den Kunden, der starken Finanzkraft von SAP (Nettoliquidität über 1 Mrd. Euro), der anhaltenden Marktanteilsgewinne und der inzwischen moderaten Bewertung der Aktie belassen die Analysten der BHF-Bank die Empfehlung der SAP-Aktie bei "outperform".
Nach den noch guten Zahlen im ersten Quartal 2002 habe auch SAP im zweiten Quartal die Schwäche der Unternehmens-Investitionen in Informationstechnologie zu spüren bekommen. So seien die Umsätze im zweiten Quartal 2002 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4% auf 1,78 Mrd. Euro gesunken (bei unveränderten Währungskursen Umsatz unverändert). Die bedeutenden Lizenzumsätze seien um 23% auf 496 Mio. Euro zurückgegangen (-16% ohne Währungseinflüsse). Das operative Ergebnis (vor Mitarbeiterbeteiligung etc.) habe bei 324 Mio. Euro (Vorjahr 424 Mio. Euro), das Ergebnis je Aktie bei 0,56 Euro (Vorjahr 0,75 Euro) gelegen.
Die Verbesserung der operativen Marge solle durch massive Kostensenkungen, unter anderem reduzierter Fremd-Leistungsbezug und Einschnitte bei variablen Vergütungen, erzielt werden. SAP habe über Verschiebungen mehrerer größerer Kontrakte berichtet und über generell geringere durchschnittliche Vertragsgrößen als wesentliche Ursache der Enttäuschung im 2. Quartal.
Noch immer hebe sich mit den Ergebnissen SAP jedoch von den wichtigsten Wettbewerben ab: Bei den Lizenzen hätten zuletzt z.B. Siebel -41% bzw. Oracle -24% Rückgänge verzeichnen müssen, Peoplesoft habe mit -21% auf Höhe von SAP gelegen. Insoweit glaube man weiter, dass SAP Marktanteile gewinne und mit der Marktposition und dem Produktportfolio in einem normalisierten Konjunkturumfeld zweistellige Wachstumsraten erzielen könne. Leider sei kurzfristig nicht mit einem Lösen der Investitionszurückhaltung bei den Unternehmenskunden zu rechnen (im Gegenteil, bis in den September hinein habe sich das Umfeld weiter verschlechtert), so dass positive Impulse für die Aktie noch auf sich warten lassen dürften.
Aufgrund der guten Akzeptanz der Produkte bei den Kunden, der starken Finanzkraft von SAP (Nettoliquidität über 1 Mrd. Euro), der anhaltenden Marktanteilsgewinne und der inzwischen moderaten Bewertung der Aktie belassen die Analysten der BHF-Bank die Empfehlung der SAP-Aktie bei "outperform".
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