Royal Dutch halten
13.01.04 08:49
Sparkasse Essen
Die Analysten der Sparkasse Essen stufen die Aktie von Royal Dutch unverändert mit "halten" ein.
Der britisch-niederländische Energiekonzern Royal Dutch/Shell habe seine firmeneigenen Ölvorräte um 20% neu bewertet, sprich gesenkt und damit einen deutlichen Kursrutsch der Aktie ausgelöst. Die als gesichert geltenden Reserven hätten nunmehr nicht mehr 19 Mrd. Barrel Öläquivalente betragen (Öl und Gas), sondern nur noch 15,2 Mrd. Barrel.
Man sehe in erster Linie ein starkes Vertrauensproblem in das Management, das erst einmal zurückgewonnen werden müsse. Von der fundamentalen Bewertung (KGV 12-13; Dividendenrendite von ca. 4,5%) sei die Aktie nicht zu teuer. Technisch sei das Papier überverkauft und es könne von einer Gegenbewegung ausgegangen werden.
Die hier stattgefundene Umbewertung von Ölreserven habe in erster Linie Auswirkungen auf das Vertrauen in das Management gehabt und zunächst weniger in die reinen Unternehmenszahlen. Die Umbewertung komme vor allem zu einer Zeit, in der vielen noch Ahold im Hinterkopf sei und gerade ein Finanzskandal bei der italienischen Parmalat ablaufe. Insofern erscheine das nervöse Handeln der Marktteilnehmer absolut nachvollziehbar.
Negativ falle vor allem auf, dass bei Royal Dutch bereits das dritte Jahr hintereinander die Neuerschließung unterhalb der Förderung liege. Allerdings sollte dem Markt bekannt sein, dass die Produktion in den Jahren 2003-05 relativ flach verlaufe.
Neu bewertet worden seien Vorhaben in Nigeria und Australien, wobei erstere sowieso als margenschwach gelten würden. Die hier umbewerteten Vorräte seien nicht endgültig verloren, sondern könnten durchaus in einigen Jahren auch wieder als förderbar umgewidmet werden.
Die per Ultimo 2003 ausgewiesenen gesicherten Vorräte würden für 13,2 Jahre ausreichen. Am Zahlenwerk des Unternehmens (Gewinnschätzungen, Cash Flows der nächsten Jahre) ändere sich vorerst nichts. Die o.g. Umstände würden Royal Dutch aber zum Handeln und zum Erschließen neuer Ölfelder zwingen. Dabei sei jedoch zu bedenken, dass die Gruppe derzeit große Öl- und Gasförderungsprojekte in Saudi-Arabien, China und Russland erschließe, deren Umfang aber noch nicht oder nur teilweise bekannt sei. Insofern könne sich die Vorratssituation auch wieder zum Positiven wenden.
Rein sachlich erscheine den Investmentbankern der deutliche Kursrückgang übertrieben. Mit einem geschätzten KGV von 12-13 und einer Dividendenrendite von 4,5% erscheine der Wert nicht zu teuer. Das Management müsse aber in der nächsten Zeit alles daran setzen, das verloren gegangene Anlegervertrauen wieder zurückzugewinnen. Dies werde vermutlich einige Zeit dauern.
Die Aktie befinde sich bereits seit einiger Zeit in einem Seitwärtstrend und sei jetzt schlagartig auf die eingezeichnete Unterstützungslinie zurückgefallen. Der Titel sei technisch deutlich überverkauft und im Chart habe sich ein Gap gebildet. Zur Absicherung einer Position gehöre aber auch immer ein Stopp-Kurs, den man im Bereich um 36 Euro platzieren würde.
Die Analysten der Sparkasse Essen empfehlen daher, die Aktie von Royal Dutch weiterhin zu halten.
Der britisch-niederländische Energiekonzern Royal Dutch/Shell habe seine firmeneigenen Ölvorräte um 20% neu bewertet, sprich gesenkt und damit einen deutlichen Kursrutsch der Aktie ausgelöst. Die als gesichert geltenden Reserven hätten nunmehr nicht mehr 19 Mrd. Barrel Öläquivalente betragen (Öl und Gas), sondern nur noch 15,2 Mrd. Barrel.
Man sehe in erster Linie ein starkes Vertrauensproblem in das Management, das erst einmal zurückgewonnen werden müsse. Von der fundamentalen Bewertung (KGV 12-13; Dividendenrendite von ca. 4,5%) sei die Aktie nicht zu teuer. Technisch sei das Papier überverkauft und es könne von einer Gegenbewegung ausgegangen werden.
Die hier stattgefundene Umbewertung von Ölreserven habe in erster Linie Auswirkungen auf das Vertrauen in das Management gehabt und zunächst weniger in die reinen Unternehmenszahlen. Die Umbewertung komme vor allem zu einer Zeit, in der vielen noch Ahold im Hinterkopf sei und gerade ein Finanzskandal bei der italienischen Parmalat ablaufe. Insofern erscheine das nervöse Handeln der Marktteilnehmer absolut nachvollziehbar.
Neu bewertet worden seien Vorhaben in Nigeria und Australien, wobei erstere sowieso als margenschwach gelten würden. Die hier umbewerteten Vorräte seien nicht endgültig verloren, sondern könnten durchaus in einigen Jahren auch wieder als förderbar umgewidmet werden.
Die per Ultimo 2003 ausgewiesenen gesicherten Vorräte würden für 13,2 Jahre ausreichen. Am Zahlenwerk des Unternehmens (Gewinnschätzungen, Cash Flows der nächsten Jahre) ändere sich vorerst nichts. Die o.g. Umstände würden Royal Dutch aber zum Handeln und zum Erschließen neuer Ölfelder zwingen. Dabei sei jedoch zu bedenken, dass die Gruppe derzeit große Öl- und Gasförderungsprojekte in Saudi-Arabien, China und Russland erschließe, deren Umfang aber noch nicht oder nur teilweise bekannt sei. Insofern könne sich die Vorratssituation auch wieder zum Positiven wenden.
Rein sachlich erscheine den Investmentbankern der deutliche Kursrückgang übertrieben. Mit einem geschätzten KGV von 12-13 und einer Dividendenrendite von 4,5% erscheine der Wert nicht zu teuer. Das Management müsse aber in der nächsten Zeit alles daran setzen, das verloren gegangene Anlegervertrauen wieder zurückzugewinnen. Dies werde vermutlich einige Zeit dauern.
Die Aktie befinde sich bereits seit einiger Zeit in einem Seitwärtstrend und sei jetzt schlagartig auf die eingezeichnete Unterstützungslinie zurückgefallen. Der Titel sei technisch deutlich überverkauft und im Chart habe sich ein Gap gebildet. Zur Absicherung einer Position gehöre aber auch immer ein Stopp-Kurs, den man im Bereich um 36 Euro platzieren würde.
Die Analysten der Sparkasse Essen empfehlen daher, die Aktie von Royal Dutch weiterhin zu halten.
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