Royal Dutch Underperformer
12.03.04 16:52
Frankfurter Sparkasse
Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von Royal Dutch weiterhin mit "Underperformer" ein.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 habe Royal Dutch einen Nettogewinn von 12,70 Mrd. Dollar erwirtschaftet, was eine Steigerung um 35% und gleichzeitig den dritthöchsten Überschuss der Firmengeschichte bedeutet habe. Der Konzernumsatz habe um 13% auf 202 Mrd. Dollar gesteigert werden können. Für besondere Enttäuschung habe aber der Einbruch des Nettogewinns im Schlussquartal 2003 um 19% auf 1,9 Mrd. Dollar gesorgt, der deutlich unter den Analystenschätzungen von mindestens 2,1 Mrd. Dollar gelegen habe. Belastet habe im vierten Quartal insbesondere ein außerordentlicher Aufwand von 1,02 Mrd. Dollar für die Schließung einer Petrochemieanlage in Kalifornien.
Royal Dutch habe auf die Vertrauenskrise mit einem Vorstandswechsel reagiert. Allerdings dürfte es für den neuen Konzernchef, der das Unternehmen von der Pike auf kenne, trotzdem nicht leicht werden, die verlorene Reputation wieder zu erlangen. So seien bei der SEC bereits Sammelklagen gegen den Ölkonzern eingegangen. Damit würden sich die Anzeichen für einen kostspieligen Rechtsstreit mehren, zumal auch weitere negative Erkenntnisse der internen und externen Untersuchungen über die Vorkommnisse möglich seien.
Besonders kritisch würden vom Markt weiterhin die Entwicklungen der Fördermengen verfolgt, schließlich könnten die Konzerne diesen Faktor im Gegensatz zur Entwicklung der Öl- und Gaspreise zum großen Teil selbst beeinflussen. Royal Dutch habe daher für besondere Enttäuschung mit seiner Aussage eines für das Gesamtjahr nur unveränderten Fördervolumens gesorgt. Für 2005 sei sogar ein geringeres Volumen angedeutet worden.
Weiterhin würden die strukturellen Schwächen belasten, wie das unter 100% liegende Reserve Replacement Ratio. Zudem sei Royal Dutch durch die Korrektur seiner Reserven weit hinter die Konkurrenz zurückgefallen. Die Gefahr bestehe, dass hier entsprechend ein teures Investitionsprogramm initiert werde. Auf die Schnelle dürften sich diese Probleme nicht so leicht lösen lassen. Somit dürfte die Ertragslage schwierig bleiben. Überhaupt seien traditionelle benchmarkorientierte Ziele aufgegeben worden. So solle es künftig keine spezifischen Kostensenkungsziele und ROCE-Ziele mehr geben. Dies dürfte vor allem die Vergleichsbasis mit anderen Konkurrenten erschweren.
Das besondere Augenmerk bleibe bei Royal Dutch auf die Erhaltung des AAA-Status gerichtet. Royal Dutch-Aktien seien für 2005 mit einem KGV von rund 14 nicht gerade günstig bewertet. Für das nächste Jahr werde sogar ein Gewinnrückgang erwartet. Daneben würden die weiterhin ungelösten strukturellen Probleme belasten. Positiv sei aber die Dividendenrendite von über 4%, die angesichts des hohen Cash Flows auch weiterhin Bestand haben dürfte und damit die defensiven Qualitäten der Aktie untermauere.
Die Analysten der Frankfurter Sparkasse belassen die Einschätzung für Aktie von Royal Dutch auf "Underperformer".
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 habe Royal Dutch einen Nettogewinn von 12,70 Mrd. Dollar erwirtschaftet, was eine Steigerung um 35% und gleichzeitig den dritthöchsten Überschuss der Firmengeschichte bedeutet habe. Der Konzernumsatz habe um 13% auf 202 Mrd. Dollar gesteigert werden können. Für besondere Enttäuschung habe aber der Einbruch des Nettogewinns im Schlussquartal 2003 um 19% auf 1,9 Mrd. Dollar gesorgt, der deutlich unter den Analystenschätzungen von mindestens 2,1 Mrd. Dollar gelegen habe. Belastet habe im vierten Quartal insbesondere ein außerordentlicher Aufwand von 1,02 Mrd. Dollar für die Schließung einer Petrochemieanlage in Kalifornien.
Royal Dutch habe auf die Vertrauenskrise mit einem Vorstandswechsel reagiert. Allerdings dürfte es für den neuen Konzernchef, der das Unternehmen von der Pike auf kenne, trotzdem nicht leicht werden, die verlorene Reputation wieder zu erlangen. So seien bei der SEC bereits Sammelklagen gegen den Ölkonzern eingegangen. Damit würden sich die Anzeichen für einen kostspieligen Rechtsstreit mehren, zumal auch weitere negative Erkenntnisse der internen und externen Untersuchungen über die Vorkommnisse möglich seien.
Weiterhin würden die strukturellen Schwächen belasten, wie das unter 100% liegende Reserve Replacement Ratio. Zudem sei Royal Dutch durch die Korrektur seiner Reserven weit hinter die Konkurrenz zurückgefallen. Die Gefahr bestehe, dass hier entsprechend ein teures Investitionsprogramm initiert werde. Auf die Schnelle dürften sich diese Probleme nicht so leicht lösen lassen. Somit dürfte die Ertragslage schwierig bleiben. Überhaupt seien traditionelle benchmarkorientierte Ziele aufgegeben worden. So solle es künftig keine spezifischen Kostensenkungsziele und ROCE-Ziele mehr geben. Dies dürfte vor allem die Vergleichsbasis mit anderen Konkurrenten erschweren.
Das besondere Augenmerk bleibe bei Royal Dutch auf die Erhaltung des AAA-Status gerichtet. Royal Dutch-Aktien seien für 2005 mit einem KGV von rund 14 nicht gerade günstig bewertet. Für das nächste Jahr werde sogar ein Gewinnrückgang erwartet. Daneben würden die weiterhin ungelösten strukturellen Probleme belasten. Positiv sei aber die Dividendenrendite von über 4%, die angesichts des hohen Cash Flows auch weiterhin Bestand haben dürfte und damit die defensiven Qualitäten der Aktie untermauere.
Die Analysten der Frankfurter Sparkasse belassen die Einschätzung für Aktie von Royal Dutch auf "Underperformer".
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