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Fr, 17. April 2026, 9:31 Uhr

RHEINMETALL AG VZ.

WKN: 703003 / ISIN: DE0007030033

Rheinmetall VZ halten


28.02.03 08:37
Sparkasse Bremen

Die Analysten der Sparkasse Bremen stufen die Vorzugsaktien der Rheinmetall AG (WKN 703003) mit "halten" ein.

Der Rheinmetall-Konzern umfasse die Bereiche Automobilzulieferung (Kolbenschmidt-Pierburg), Elektronik (Aditron) und Verteidigung (Rheinmetall DeTec). Zu letzterem gehöre auch die STN ATLAS Elektronik GmbH in Bremen, an der Rheinmetall 51% halte. Der Rest sei im Besitz der britischen BAE Systems. Im Rahmen der seit August 2000 verfolgten „Strategie der klaren Linie“ konzentriere sich Rheinmetall auf die drei genannten Kerngeschäftsfelder und trenne sich von defizitären Randbereichen. Aufgrund der Verkäufe von Unternehmensteilen habe Rheinmetall für das Jahr 2002 nach vorläufigen Angaben einen Umsatzrückgang auf 4,58 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,60 Mrd. Euro) gemeldet.

Ohne Veränderungen im Konsolidierungskreis wäre der Umsatz um 6% gestiegen. Der Verkauf der Tochter Heimann Systems beeinflusse auch die Gewinnhöhe. Heimann sei Spezialist für Röntgenprüfsysteme und Sprengstoffdetektion (z.B. Gepäckdurchleuchtungsanlagen an Flughäfen). Obwohl Heimann zum Kerngeschäft gehört habe, habe Rheinmetall dem Angebot der britischen Smith Group von 375 Mio. Euro nicht widerstehen stehen. Hieraus habe ein steuerfreier Buchgewinn von 246 Mio. Euro resultiert. Durch diesen Sonderertrag habe sich das EBIT (Gewinn vor Steuern & Zinsen) des Rheinmetallkonzerns im Jahr 2002 von 197 Mio. auf 391 Mio. Euro verdoppelt.

Ohne diesen Sonderertrag wäre das EBIT um 26,4% auf 145 Mio. Euro gesunken. Dieser Ergebnisrückgang resultiere allein aus dem Geschäftsfeld Elektronik, dem bisher Heimann Systems zugeordnet gewesen sei. Die Sparten Automobilzulieferung und Verteidigung hätten bei leichtem Umsatzanstieg überproportionale Ergebniszuwächse gemeldet. Die frei gewordene Liquidität aus dem Verkauf von Heimann sei zum größten Teil für den Abbau von Schulden verwendet worden. So habe der Konzern seine Nettoverschuldung im abgelaufenen Jahr halbieren können.

Die Börse habe auf die Vorlage der vorläufigen Zahlen mit einem erneuten Kursrückgang reagiert. Die Analysten der Sparkasse Bremen könnten die Zahlen ebenfalls nicht überzeugen, da der Bereich Elektronik ohne Heimann anscheinend nur unzureichende Gewinn abwerfe. Bilanziell habe das Jahr 2002 augenscheinlich deutliche Fortschritte für Rheinmetall gebracht. Die Ergebnisse würden jedoch nicht überzeugen.

Bis zur Vorlage der vollständigen Bilanz sehen die Analysten der Sparkasse Bremen die Vorzugsaktie von Rheinmetall nur als Halteposition.





 
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