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Fr, 17. April 2026, 17:52 Uhr

Rentenmarkt wirtschaftl. Lage besser


06.11.03 16:45
Frankfurter Sparkasse

Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation scheint sich in Deutschland etwas zu bessern: Die Arbeitsmarktzahlen, die Auftragseingänge und der Einkaufsmanagerindex fielen besser aus als erwartet, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

In den USA hätten die Einkaufsmanagerindizes und die Arbeitsmarktdaten ebenfalls überzeugen können. Die EZB habe auf ihrer am Donnerstag, erstmals unter Leitung des neuen Zentralbankchefs Jean-Claude Trichet, stattfindenden Sitzung die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert belassen. Die anschließende Pressekonferenz habe den Eindruck vermittelt, dass es vorerst keine spürbare Abweichung vom bisherigen Kurs geben werde. Vor Mitte nächsten Jahres werde es wohl nicht zu Leitzinserhöhungen in Euroland kommen.

Die Bank of England hingegen habe die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Dies sei die erste Erhöhung seit beinahe vier Jahren gewesen. Mit diesem Schritt sei aber auch den Markterwartungen entsprochen worden. Die Wirtschaft in Großbritannien sei - ausgehend vom Immobilienmarkt - sehr viel stärker inflationsgefährdet als Euroland und die USA.

Der weiter ansteigende Konjunkturoptimismus dürfte die langfristigen Renditen weiter moderat nach oben treiben. Am vorderen Ende sei ein Renditeanstieg durch den Willen der FED, die US-Leitzinsen für eine "beträchtliche Zeit" niedrig zu halten, nur verhalten möglich. Dadurch baue sich ein entsprechender Nachholbedarf auf, der aber im kommenden Jahr nur sehr zögerlich zum Tragen kommen werde. Ein Engagement in Rentenwerte mit 2 bis 3 Jahren Restlaufzeit erscheine vor diesem Hintergrund vorerst nach wie vor am sinnvollsten.



 
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