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Fr, 17. April 2026, 20:33 Uhr

Renditeanstieg hat sich fortgesetzt


15.08.03 12:52
Frankfurter Sparkasse

Am Bondmarkt hat sich der Renditeanstieg der letzten Wochen fortgesetzt, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Die Überzeugung der Investoren, dass der Konjunkturmotor demnächst anspringen werde, sei dabei die treibende Kraft. Robuste Zahlen zum USA-Einzelhandel im Juli seien dabei als Bestätigung interpretiert worden.

Mit vorsichtigem Konjunkturoptimismus habe sich zudem die US-Notenbank FED geäußert. Sie habe den Zielsatz für das Tagesgeld zwischen den Banken bei 1% belassen. Gleichzeitig habe sie aber wieder darauf hingewiesen, dass die rückläufige Inflation auf absehbare Zeit ihre Hauptsorge sei und habe versprochen, eine lockere Geldpolitik für einen beträchtlichen Zeitraum beizubehalten. Von den Ökonomen werde entsprechend nicht vor Mitte nächsten Jahres mit einer Leitzinswende in den USA gerechnet. Voraussetzung für ein Anziehen der Zinsschraube sei zudem ein starkes Wachstum sowie ein Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Angesichts weiterhin gemischter Signale vom Arbeitsmarkt, der anhaltend geringen Kapazitätsauslastung in der amerikanischen Wirtschaft, der geringen Möglichkeit der Unternehmen, ihre Preise zu erhöhen wie auch der Gefahr, dass die Dynamik des Immobilienmarktes als eine der wichtigsten Säulen der US-Konjunktur zu Ende gehen könnte, würden aber noch die Unklarheiten überwiegen. Angesichts zusätzlich nicht ganz klarer Wachstumssignale für den Euroraum bleibe die Frage, ob dieser deutliche Zinsanstieg der letzten Wochen nicht doch übertrieben sei. Neuengagements im Rentenmarkt sollten entsprechend zurückhaltend vorgenommen werden, während bestehende Positionen nach Erachten der Analysten gut haltenswert seien. Weiterhin würden sie bei ihrer Empfehlung bleiben, Restlaufzeiten um 4 Jahre zu bevorzugen.



 
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