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Sa, 18. April 2026, 17:34 Uhr

RWE AG

WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129

RWE Outperformer


30.05.03 15:16
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von RWE mit "Outperformer" ein.

RWE habe den Markt mit über den Erwartungen gelegenen Zahlen zum 1. Quartal überrascht. Die Erlöse hätten unter der erstmaligen Einbeziehung aller Akquisitionen mit 12,8 Milliarden Euro um 3,7 Prozent unter Vorjahr gelegen, hierbei dürfte sich der Rückzug aus dem Joint-Venture mit Shell & Dea Oil niedergeschlagen haben. Während das EBITDA um 35 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zugelegt habe, habe sich das betriebliche Ergebnis um 33 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro erhöht.

Die Aufteilung des betrieblichen Ergebnisses nach Sparten ergebe sich wie folgt: Strom: 919 Millionen Euro (plus 50 Prozent), Gas: 555 Millionen Euro (plus 88 Prozent), Wasser: 300 Millionen Euro (plus 16 Prozent), Entsorgung 20 Millionen Euro (minus 28 Prozent) sowie Randaktivitäten mit minus 42 Millionen Euro (minus 133 Prozent). Das Nettoergebnis habe aufgrund von Abschreibungen hinsichtlich der getätigten Großakquisitionen, Zinsen sowie einer erhöhten Steuerquote bei 437 Millionen gelegen, dies habe einem erwarteten Rückgang von 37 Prozent entsprochen. Die Ergebnisse seien im Wesentlichen von einem kalten Winter in Europa, vornehmlich im Gasgeschäft, begünstigt gewesen.

Aufgrund der Wechselkurseffekte habe der Schuldenstand zwischenzeitlich signifikant auf 22,5 Milliarden Euro per Ende März gesenkt werden können, der damit unter dem vom Management für das Jahresende prognostizierten Stand von 23,0 Milliarden Euro liege. Nach umfangreichen Zukäufen in der Vergangenheit seien zunächst keine weiteren Großakquisitionen geplant. Unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Roels würden schwerpunktmäßig organisches Wachstum sowie Integration im Vordergrund stehen.

Zudem solle der Schuldenabbau unter Einwirkung des Wechselkurseffektes forciert werden. Beim betrieblichen Ergebnis werde ein Zuwachs im zweistelligen Bereich erwartet, der fast ausschließlich vom Kerngeschäft getragen werden solle. Das Nettoergebnis werde jedoch wegen erhöhter Goodwill-Abschreibungen um 25-30 Prozent unter dem Wert von 2002 liegen. Mit weitergehenden Wertberichtigungen werde im Rahmen eines neuen Konzepts zur Optimierung der Konzernstruktur jedoch nicht gerechnet.

Im Fokus dieser Restrukturierung stünden ertragsschwache Bereiche wie Consol, Umweltdienstleistungen sowie Heidelberger Druck. Ein Verkauf der Beteiligungen dürfte allerdings nicht auf dem derzeit niedrigen Niveau erfolgen. Die Zahlen zum 1. Quartal würden aufzeigen, dass RWE zu den Gewinnern der derzeitigen Euro-Stärke gehören dürfte.

Die derzeitigen Wechselkurseffekte würden sich nur zu einem geringen Teil auf den Nettogewinn (der Negativeinfluss wird für 2003 auf maximal 50 Millionen Euro geschätzt) auswirken, da mit der Euro-Stärke auch die Finanzierungskosten sinken würden. Dies beruhe auf der in Fremdwährung getätigten Finanzierung der Akquisitionen in den USA sowie in Großbritannien. Der bereits seit längerem bekannte Rückgang des Nettoergebnisses für 2003 um 25-30 Prozent dürfte längst in die Aktienkursentwicklung eingeflossen sein.

Aufgrund der spürbaren Fortschritte hinsichtlich des Abbaus der Nettoverschuldung, der auch weiterhin andauern sollte, sowie der zunehmenden relativen Stärke der RWE-Aktie stufen die Analysten der Frankfurter Sparkasse den Wert als "Outperformer" ein. Das Stop-Loss werde bei 19,50 Euro gesetzt.





 
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