Premiere "sell"
21.09.06 12:50
VISCARDI Securities
München (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der VISCARDI Securities stufen die Aktie von Premiere mit "sell" ein.
Seit dem Verlust der Bundesligarechte sei die Geschäftsstrategie des Unternehmens zunehmend infrage gestellt worden. Der Vertrag mit der Kabelgruppe Arena zur Fußballübertragung in einigen Regionen sei für Premiere nur ein kleiner Trost gewesen. Allerdings halte Arena alle TV-Übertragungsrechte via Satellit und verfüge somit über direkteren Zugang zum Endverbraucher. Andere Verträge von Premiere zur Übertragung via Kabel würden lediglich bis Ende 2007 laufen. Trotz aller Übernahmegerüchte sei das langfristige Geschäftsmodell von Premiere nun erheblich infrage gestellt und das Bewertungsniveau hoch.
Deutschlands Fernsehlandschaft werde von frei empfangbaren Sendern dominiert. Die Analysten der VISCARDI Securities seien der Auffassung, dass Premiere mit nur 3,4 Mio. Abonnenten, weniger als der Hälfte von BSkyB in Großbritannien, bislang keinen langfristig entwicklungsfähigen Kundenbestand aufgebaut habe. Zudem werde das Unternehmen wahrscheinlich verstärkt Abonnenten verlieren, da die Abonnements mit einer Laufzeit von ein oder zwei Jahren bei fehlender landesweiter Direktübertragung von Fußball nicht verlängert würden. Außerdem könnten in einem großen Teil von Deutschland die Premiere-Programme über Unity Cable bezogen werden, so dass keine direkte Kundenverbindung zu Premiere erforderlich sei, um Zugang zu deren Angebot zu haben.
Die Deutsche Telekom werde Medieninhalte von Premiere online und auf Mobiltelefonen bereitstellen. Diese Medieninhalte seien jedoch Bestandteile von Angeboten von T-Online und T-Mobil. Dadurch würde zwar abermals die Marke Premiere geschwächt, allerdings sei die Höhe der Gewinnmarge vergleichbar.
Die Deutsche Telekom und die Kabelunternehmen könnten in Bezug auf Medieninhalte zunehmend in Konkurrenz zu Premiere treten. Für Unternehmen mit "triple play"- oder "quadruple play"-Geschäftsmodellen sei die Ausstrahlung dieser Medieninhalte nicht notwendigerweise ein separates Profit-Center. In Großbritannien investiere BSky stark, um kostenfreie Breitbandangebote für die Verbraucher anbieten zu können, so lange andere Dienstleistungen profitabel bleiben würden. Premiere könne sich eine ähnliche Strategie nicht leisten, müsse aber dennoch moderne Set-Top-Boxen für die Kunden subventionieren.
Die Gewinnaussichten seien sehr unsicher und würden lediglich bei starker Reduzierung der Investitionen in Marketing und Medieninhalt positiv werden. Die größte Unterstützung für die Aktie könnten Übernahmespekulationen sein, doch die deutschen Regulierungsbehörden würden die Eigentumsrechte an Fernsehsendern reglementieren. Nach Abzug der immateriellen Anlagewerte sei das Eigenkapital negativ, so dass kein Unternehmen ein Übernahmeangebot von über 6 Euro pro Aktie rechtfertigen könne.
Die Analysten der VISCARDI Securities bewerten die Premiere-Aktie mit dem Rating "sell". Das Kursziel liege bei 6,00 Euro pro Aktie. (21.09.2006/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Seit dem Verlust der Bundesligarechte sei die Geschäftsstrategie des Unternehmens zunehmend infrage gestellt worden. Der Vertrag mit der Kabelgruppe Arena zur Fußballübertragung in einigen Regionen sei für Premiere nur ein kleiner Trost gewesen. Allerdings halte Arena alle TV-Übertragungsrechte via Satellit und verfüge somit über direkteren Zugang zum Endverbraucher. Andere Verträge von Premiere zur Übertragung via Kabel würden lediglich bis Ende 2007 laufen. Trotz aller Übernahmegerüchte sei das langfristige Geschäftsmodell von Premiere nun erheblich infrage gestellt und das Bewertungsniveau hoch.
Deutschlands Fernsehlandschaft werde von frei empfangbaren Sendern dominiert. Die Analysten der VISCARDI Securities seien der Auffassung, dass Premiere mit nur 3,4 Mio. Abonnenten, weniger als der Hälfte von BSkyB in Großbritannien, bislang keinen langfristig entwicklungsfähigen Kundenbestand aufgebaut habe. Zudem werde das Unternehmen wahrscheinlich verstärkt Abonnenten verlieren, da die Abonnements mit einer Laufzeit von ein oder zwei Jahren bei fehlender landesweiter Direktübertragung von Fußball nicht verlängert würden. Außerdem könnten in einem großen Teil von Deutschland die Premiere-Programme über Unity Cable bezogen werden, so dass keine direkte Kundenverbindung zu Premiere erforderlich sei, um Zugang zu deren Angebot zu haben.
Die Deutsche Telekom und die Kabelunternehmen könnten in Bezug auf Medieninhalte zunehmend in Konkurrenz zu Premiere treten. Für Unternehmen mit "triple play"- oder "quadruple play"-Geschäftsmodellen sei die Ausstrahlung dieser Medieninhalte nicht notwendigerweise ein separates Profit-Center. In Großbritannien investiere BSky stark, um kostenfreie Breitbandangebote für die Verbraucher anbieten zu können, so lange andere Dienstleistungen profitabel bleiben würden. Premiere könne sich eine ähnliche Strategie nicht leisten, müsse aber dennoch moderne Set-Top-Boxen für die Kunden subventionieren.
Die Gewinnaussichten seien sehr unsicher und würden lediglich bei starker Reduzierung der Investitionen in Marketing und Medieninhalt positiv werden. Die größte Unterstützung für die Aktie könnten Übernahmespekulationen sein, doch die deutschen Regulierungsbehörden würden die Eigentumsrechte an Fernsehsendern reglementieren. Nach Abzug der immateriellen Anlagewerte sei das Eigenkapital negativ, so dass kein Unternehmen ein Übernahmeangebot von über 6 Euro pro Aktie rechtfertigen könne.
Die Analysten der VISCARDI Securities bewerten die Premiere-Aktie mit dem Rating "sell". Das Kursziel liege bei 6,00 Euro pro Aktie. (21.09.2006/ac/a/d)
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