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Fr, 17. April 2026, 15:25 Uhr

Posco Ltd ADR

WKN: 893094 / ISIN: US6934831099

Pohang langfristig kaufen


02.02.01 00:00
fnet.de Research

Die Analysten von „fnet.de Research“ berichten, das sie kürzlich die Anteilsscheine des weltweit größten Stahlerzeugers Pohang Iron & Steel (WKN 893094) als konservative Beimischung in ihr Emerging Markets-Musterdepot aufgenommen haben.

Zahlreiche Aktien der Stahlbranche hätten in den vergangenen Jahren nicht gerade zu den Lieblingen der Anleger gehört, und das sei gelinde gesagt auch kein Wunder. Die Preise für Stahlerzeugnisse würden sich dem tiefsten Stand seit 30 Jahren nähern. Analysten würden jedoch davon ausgehen, dass die Notierungen für Stahl im ersten Quartal 2001 ihren Boden finden würden. Mit den Papieren von Pohang Iron & Steel hätten nervenstarke Investoren zeitweise dennoch ansehnlich verdienen können. Anleger, die sich die Aktien auf dem Höhepunkt der Asienkrise im Sommer 1998 ins Depot gelegt hätten, hätten damit bei gutem Timing mehr als 300 Prozent Gewinn eingefahren.

Das vorläufige Ende der Hausse an den Weltbörsen im Frühjahr vergangenen Jahres habe auch in Südkorea eine ausgeprägte Abwärtsbewegung eingeläutet. Diese sei durch hausgemachte Probleme noch verstärkt worden, insbesondere im Finanzsektor. Scharenweise hätten verschreckte Investoren das Land verlassen. Auch der schwergewichtige Blue-Chip habe eine kalte Dusche bekommen. Von ihrem Höchstkurs im Januar vergangenen Jahres bei knapp über 40 Euro habe das Papier bis auf rund 16 Euro verloren. Dafür seien allerdings auch die eingetrübten Gewinnaussichten für 2001 verantwortlich: Nach ursprünglich 1,35 Milliarden US-Dollar rechne das Unternehmen für die laufende Geschäftsperiode nur noch mit einem Gewinn von 1,03 Milliarden US-Dollar. Grund seien die am Boden liegenden Stahlpreise.

Wegen steigender Exportanteile würden die Umsätze im laufenden Geschäftsjahr dennoch um gut drei Prozent klettern sollen. Aus charttechnischer Sicht scheine das Schlimmste überstanden zu sein, schlechte Nachrichten seien weitgehend im Kurs enthalten. Vor einigen Wochen konnte sich die Notierung bei rund 19 Euro stabilisieren. Mittlerweile habe sich ein leichter Aufwärtstrend etabliert. Zuletzt hätten die Papiere die langjährige Unterstützungszone getestet, die sich erneut als sehr solide erwiesen habe. Dennoch sollten Anleger wachsam sein, aber die Analysten seien sich einig, dass die Preise für Stahlerzeugnisse kaum noch Spielraum nach unten hätten. Aktuell müssten viele Stahlkocher ihre Produkte gar unter den Herstellungskosten verkaufen. Unternehmenspleiten dürften da jedoch nur eine Frage der Zeit sein. Auch eine weitere Abschwächung der US-Konjunktur würde die asiatischen Stahlhersteller mit ihren hohen Exportanteilen in Schwierigkeiten bringen.

Andererseits öffne die angespannte Lage Fusionen innerhalb der Branche Tür und Tor. Bei Posco habe man die Zeichen der Zeit erkannt und sei eine strategische Allianz mit dem größten Konkurrenten, der japanischen Nippon Steel eingegangen. Auch die chinesische Baoshan Iron & Steel hätten sich die Koreaner ins Boot geholt. Der Konzentrationsprozess dürfte bewirken, dass die Branchenriesen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Kleinere Betriebe würden dagegen vom Kurszettel verschwinden. Das Rennen um den Titel des größten Stahlherstellers der Welt hätten die Koreaner bereits für sich entschieden. Mit einer Produktionsmenge von 26,5 Millionen Tonnen habe das Unternehmen im vergangenen Jahr knapp vor Nippon Steel gelegen. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für 2002 von etwa sechs sei der Titel trotz des jüngsten Kursanstiegs richtig billig. Die Gründe dafür würden auf der Hand liegen. Weil das Geld der Investoren jahrelang in Technologie-Titel geflossen sei, würden viele solide Werte ein Schattendasein fristen.

Und dass man bei Posco solide zu wirtschaften verstehe, das hätten die Unternehmenslenker erst kürzlich wieder bewiesen. Für das Jahr 2000 habe die Gesellschaft mit einer Dividende in Höhe von 1,97 US-Dollar je Anteilsschein erfreut. Im Vorjahr seien 1,72 US-Dollar ausgeschüttet worden. Als typischer zyklischer Titel könnte Pohang Iron & Steel vom Wirtschaftsaufschwung in Südkorea profitieren. Dennoch sei Vorsicht geboten. Zwar sei das Hauptabsatzgebiet der Gesellschaft mit fast 70 Prozent der heimische Markt. Von dort würden jedoch werden viele Produkte in alle Welt exportiert. Eine "harte Landung" der US-Wirtschaft hätte also auch für Posco ernsthafte Konsequenzen. Dafür sei die Lage im eigenen Land umso vielversprechender. Experten würden in Südkorea in diesem Jahr mit Wachstumsraten von bis zu acht Prozent rechnen. Dem asiatischen Musterknaben sei erst kürzlich von renommierten Rating-Agenturen eine Heraufstufung in Aussicht gestellt worden. In keinem anderen asiatischen Land sei man nach dem Schock der Asienkrise mit den Reformen schon so weit fortgeschritten wie in Südkorea.

Positive Tendenzen am Gesamtmarkt dürften auch an einem der Schwergewichte in Seoul nicht spurlos vorübergehen. Ermutigend sei zudem, dass viele Analysten die Stahlerzeuger längst von ihren Empfehlungslisten gestrichen hätten. Für die Analysten von fnet.de Research ein klassischer Kontraindikator. Langfristig agierende Investoren mit Geduld und eher konservativer Anlagestrategie sollten die derzeitige Konsolidierung nutzen, um erste Positionen aufzubauen. Es werde zu einem Stopp-Loss bei 17 Euro geraten.





 
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