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Fr, 17. April 2026, 21:08 Uhr

Philip Morris International Inc

WKN: A0NDBJ / ISIN: US7181721090

Philip Morris kaufen


30.10.00 00:00
fnet.de Research

Im Februar, als die Aktie von Philip Morris (WKN 851777) nach zweijähriger Talfahrt am Boden lag, haben die Analysten von fnet.de Research sie zu 20,40 Euro in ihr antizyklisches Musterdepot aufgenommen. Mit durchaus vorzeigbarem Erfolg: Inklusive Dividenden verzeichne die Aktie mittlerweile ein Plus von 115 Prozent.

Und das dürfte nicht das Ende der Fahnenstange sein. Gerade in den letzten beiden Wochen, als es an der NYSE und an der Nasdaq drunter und drüber ging, habe der Marlboro-Titel kräftig zulegen können. Dafür gebe es mehrere Gründe. Philip Morris gelte als der preiswerteste Blue Chip in den USA, wenn nicht weltweit - trotz des fulminanten Kursanstiegs. Ein kleiner Blick zurück: Das Zwölfmonatstief habe bei 18,69 Dollar gelegen, seither habe sich der Aktienkurs (aktuell: 33,25 Dollar) fast verdoppelt. Der Titel habe damit die mit Abstand beste Performance unter den 30 Aktien des Dow Jones Industrial Average gezeigt. Hinzu seien großzügige Dividenden von 53 Cent je Quartal gekommen. Wegen der anhaltenden Euro-Schwäche sehe die Rechnung für deutsche Anleger sogar noch besser aus: Der starke Dollar habe einen Währungsgewinn von etwa 15 Prozent beherrscht. Trotzdem glänze die Aktie noch immer mit einem einstelligen KGV und einer Dividendenrendite von 6,4 Prozent.

Das sei ein Wort in Zeiten wie diesen, wo den High-Tech-Fans die Kursgewinne eines ganzen Jahres innerhalb weniger Tage durch die Lappen gehen. Die Marlboro-Aktie gelte wieder als sicherer Hafen für konservative Anleger. Das sei vor wenigen Monaten noch ganz anders: Wegen drohender Schadensersatzklagen von Rauchern, die durch Zigarettenkonsum Gesundheitsschäden erlitten hätten, hätten vor allem institutionelle Anleger die Aktie fast um jeden Preis weggeworfen. Nun aber sei die Sachlage ein wenig anders: Trotz langjähriger Gerichtsverfahren und zahlreicher erstinstanzlicher Urteile habe die US-Tabakbranche noch keinen Cent an eine Privatperson auszahlen müssen. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang: Die nach US-Recht zulässigen Sammelklagen (Class Action Suits) können ein Unternehmen teuer zu stehen kommen. Voraussetzung dafür sei aber, dass alle Kläger vergleichbare Schäden erlitten hätten und die ihnen zuzuschreibende Mitschuld am Schaden mehr oder weniger identisch sei. Gerade das aber kann bei Rauchern nicht der Fall sein, und diese Rechtsauffassung scheine sich nun durchzusetzen.

Noch zwei Argumente: Wenn George Bush die Präsidentschaftswahlen gewinne, rechne man an der Wall Street mit einer Kursexplosion der Tabakaktien. Außerdem sei allein der Lebensmittelbereich von Philip Morris (Kraft, General Foods, Jacobs-Suchard, Miller) mehr wert als die derzeitige Marktkapitalisierung von 75 Milliarden Dollar. Den hochprofitablen Tabakbereich bekomme man quasi geschenkt. Die Aktie dürfte daher durchaus noch Platz nach oben haben. Die Analysten von fnet.de Research empfehlen Philip Morris daher zum Kauf. Der Titel sei hochliquide, so dass man auch für größere Stückzahlen nicht auf die Heimatbörse auszuweichen brauche. Beim Kauf an einer deutschen Börse sollte man jedoch ein Limit setzen, das dem in Euro umgerechneten Schlusskurs an der New York Stock Exchange entspreche.

Aus technischer Sicht befinde sich Philip Morris seit Anfang dieses Jahres in einem intakten Aufwärtstrend. Kleine Korrekturen würden sich immer wieder als trendbestätigend herausstellen. Aus charttechnischer Sicht sei die Aktie nun an einem entscheidenden Widerstand angekommen. Hierbei handele es sich um eine breit angelegte Schiebezone aus vergangenen Jahren. Die Markttechnik unterstreiche den vorherrschenden Aufwärtstrend. Zwar hätten sich im mittleren Zeitfenster erste Abkühlungen in den Oszillatoren gezeigt, dieses sollten jedoch nicht überinterpretiert werden, da innerhalb eines intakten Trends die Trendfolgesysteme bessere Aussagen liefern würden. Der weitere Kursverlauf hänge stark von der erwähnten Widerstandszone ab. Gelinge es dem Wert diese ohne große Mühe zu überwinden, so dürfen durchaus Kursziele von 50,00 Dollar als realistisch angesehen werden. Im negativen Fall würden massive Unterstützungen um das Niveau 28,00 - 30,00 Dollar liegen.





 
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