Pharmawerte mit Potenzial
27.04.00 00:00
LB Schleswig-Holstein
Die LB Schleswig-Holstein weist auf die zurückgebliebenen Pharmawerte gegenüber Technologie Aktien hin.
Während in den vergangenen Monaten die Weltbörsen und vor allem die Technologieaktien Haussiert hätten, würden die Pharmaaktien ein bescheidenes Dasein fristen. Seit etwas über einem Jahr befänden sich die Werte der Branche in einer Seitwärtsbewegung. Mit dem Abschwächen der Euphorie um die "new economy"-Titel würden sich jedoch viele Investoren wieder auf die klassischen Branchen besinnen und die günstige Bewertung vieler Unternehmen erkennen. Die Pharma-Werte hätten dabei angesichts der guten Wachstumsperspektiven inzwischen besonders günstige Einstiegsniveaus erreicht.
Die Fundamentaldaten sprächen eine eindeutige Sprache. Die Bevölkerung der Erde werde dank des medizinischen Fortschritts immer älter und benötige somit mehr Medikamente. Die jüngsten Fortschritte in der Biotechnologie - z.B. die fortschreitende Entschlüsselung des menschlichen Gen-Codes - würden dazu noch die Entwicklung neuer wirkungsvoller Medikamente gegen bisher schwer heilbare Krankheiten beschleunigen. Der Medikamentenabsatz sei demzufolge in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 9% gestiegen, wobei sich das Wachstum zuletzt beschleunigt hätte. Für die kommenden drei bis vier Jahre rechne man mit einem weiteren Anstieg der Wachstumsraten auf durchschnittlich 12%.
Um den immer größeren Aufwand für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb finanzieren zu können, fände in der Branche schon seit einiger Zeit ein Konzentrationsprozess statt. Dass der derzeitige Marktführer Glaxco Wellcome nur einen Weltmarktanteil von rund 5% habe, zeige, wie stark der Markt für Medikamente aufgeteilt sei. Durch Fusionen und Übernahmen dürften hier noch erhebliche Synergien gehoben werden. Die jüngste Fusion zwischen Pfizer und Warner-Lambert sei dabei wegweisend. Der neue Riese werde sieben Blockbuster-Medikamente (mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz im Jahr) im Programm haben und habe aktuell insgesamt 138 neue Medikamente in verschiedenen Entwicklungsstufen in Vorbereitung (zum Vergleich: der Branchendurch-schnitt liege bei etwa 30 Medikamenten in der Entwicklung). Die Ausgaben für F&E würden im Jahr 2000 bei 4,7 Mrd. USD liegen. Dank Kosteneinsparungen und Synergieeffekten werde das jährliche Gewinnwachstum je Aktie deutlich über 20% liegen.
Ein Belastungsfaktor für die Branche sei die anstehende Reform des US-Gesundheitswesens. Geplant sei eine Anhebung der Staatsausgaben für Medikamente, um sie bedürftigen Senioren im Rahmen des Medicare-Programms zur Verfügung zu stellen. Als Großabnehmer wäre es dem Staat sicher möglich, weitgehende Rabatte gegenüber den Herstellern durchzusetzen. Man erwarte jedoch, dass sich diese durch die Umsatzsteigerungen wieder ausgleichen lassen.
Während in den vergangenen Monaten die Weltbörsen und vor allem die Technologieaktien Haussiert hätten, würden die Pharmaaktien ein bescheidenes Dasein fristen. Seit etwas über einem Jahr befänden sich die Werte der Branche in einer Seitwärtsbewegung. Mit dem Abschwächen der Euphorie um die "new economy"-Titel würden sich jedoch viele Investoren wieder auf die klassischen Branchen besinnen und die günstige Bewertung vieler Unternehmen erkennen. Die Pharma-Werte hätten dabei angesichts der guten Wachstumsperspektiven inzwischen besonders günstige Einstiegsniveaus erreicht.
Um den immer größeren Aufwand für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb finanzieren zu können, fände in der Branche schon seit einiger Zeit ein Konzentrationsprozess statt. Dass der derzeitige Marktführer Glaxco Wellcome nur einen Weltmarktanteil von rund 5% habe, zeige, wie stark der Markt für Medikamente aufgeteilt sei. Durch Fusionen und Übernahmen dürften hier noch erhebliche Synergien gehoben werden. Die jüngste Fusion zwischen Pfizer und Warner-Lambert sei dabei wegweisend. Der neue Riese werde sieben Blockbuster-Medikamente (mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz im Jahr) im Programm haben und habe aktuell insgesamt 138 neue Medikamente in verschiedenen Entwicklungsstufen in Vorbereitung (zum Vergleich: der Branchendurch-schnitt liege bei etwa 30 Medikamenten in der Entwicklung). Die Ausgaben für F&E würden im Jahr 2000 bei 4,7 Mrd. USD liegen. Dank Kosteneinsparungen und Synergieeffekten werde das jährliche Gewinnwachstum je Aktie deutlich über 20% liegen.
Ein Belastungsfaktor für die Branche sei die anstehende Reform des US-Gesundheitswesens. Geplant sei eine Anhebung der Staatsausgaben für Medikamente, um sie bedürftigen Senioren im Rahmen des Medicare-Programms zur Verfügung zu stellen. Als Großabnehmer wäre es dem Staat sicher möglich, weitgehende Rabatte gegenüber den Herstellern durchzusetzen. Man erwarte jedoch, dass sich diese durch die Umsatzsteigerungen wieder ausgleichen lassen.
