Pharmabranche im Wachstumstief
05.04.05 13:43
turyinvest.com
Die Pharmabranche kommt aus ihrem Wachstumstief nicht heraus, berichten die Experten von "Tury Invest".
Patentschutzabläufe von Hauptumsatzträgern stünden in vielen Fällen einem Mangel an neuen viel versprechenden Medikamenten gegenüber, was eine positive Umsatz- und Gewinnentwicklung immer schwieriger mache. Dies gelte auch für den Branchenführer Pfizer. Das Unternehmen habe im Zeitraum 2001 bis 2004 seine Pharma-Umsätze von rund USD 24 Mrd. auf USD 46 Mrd. ausgebaut. Mit diesem eindrucksvollen Wachstum sei nun wohl vorläufig Schluss.
Bis 2007 werde das Unternehmen den Patentschutz für einige Top-Seller (Neurontin, Zoloft, Zithromax, Norvasc und Zyrtec) verlieren, was Morgan Stanley veranlasse, davon auszugehen, dass Pfizer bis 2007 nahezu keine Umsatzzuwächse generieren werden könne. Um diese Situation nicht auch zu stark auf die Gewinne wirken zu lassen, müsse gehandelt werden. Ein Blick auf die Kursentwicklung von Pfizer (die durchaus stellvertretend für die gesamte Branche stehe) zeige, dass die Aktie so tief notiere wie zuletzt 1998 (bei rund USD 25).
Was könne Pfizer, bzw. der gesamten Branche wieder auf die Beine helfen? Da ein Forschungseffizienzschub kurzfristig schwierig zu bewerkstelligen sei, werde von manchen eine weitere Übernahmewelle vorgeschlagen. Doch würde eine solche tatsächlich helfen? Wohl nicht. Die Probleme würden im Wesentlichen dieselben bleiben - nur eben auf einer anderen Ebene.
Die Lösung könnte vielmehr in einer Neuausrichtung des Pharma-Businessmodells liegen. Pharmaanalysten wie Jamie Rubin von Morgan Stanley würden vorrechnen, dass der Grenznutzen des Vertriebsapparates von den Grenzkosten bereits überstiegen werde. Dass - mit anderen Worten - die Produktivität durch eine Verkleinerung des Salesteams, welches die unternehmenseigenen Medikamente bei Ärzten, Krankenhäusern und öffentlichen/privaten Krankenversicherungen verkaufen bzw. versuchen würden generell zu pushen, erhöht werden könnte. Sie gehe sogar soweit zu sagen, dass ein Verharren im jetzigen Organisationsmodell, in dem Aufwendungen für Marketing und Vertrieb eine immer größere und (zu) kostspieligere Rolle spielen würden, für viele Pharma-Unternehmen das Kurspotential stark einschränken würde.
Patentschutzabläufe von Hauptumsatzträgern stünden in vielen Fällen einem Mangel an neuen viel versprechenden Medikamenten gegenüber, was eine positive Umsatz- und Gewinnentwicklung immer schwieriger mache. Dies gelte auch für den Branchenführer Pfizer. Das Unternehmen habe im Zeitraum 2001 bis 2004 seine Pharma-Umsätze von rund USD 24 Mrd. auf USD 46 Mrd. ausgebaut. Mit diesem eindrucksvollen Wachstum sei nun wohl vorläufig Schluss.
Was könne Pfizer, bzw. der gesamten Branche wieder auf die Beine helfen? Da ein Forschungseffizienzschub kurzfristig schwierig zu bewerkstelligen sei, werde von manchen eine weitere Übernahmewelle vorgeschlagen. Doch würde eine solche tatsächlich helfen? Wohl nicht. Die Probleme würden im Wesentlichen dieselben bleiben - nur eben auf einer anderen Ebene.
Die Lösung könnte vielmehr in einer Neuausrichtung des Pharma-Businessmodells liegen. Pharmaanalysten wie Jamie Rubin von Morgan Stanley würden vorrechnen, dass der Grenznutzen des Vertriebsapparates von den Grenzkosten bereits überstiegen werde. Dass - mit anderen Worten - die Produktivität durch eine Verkleinerung des Salesteams, welches die unternehmenseigenen Medikamente bei Ärzten, Krankenhäusern und öffentlichen/privaten Krankenversicherungen verkaufen bzw. versuchen würden generell zu pushen, erhöht werden könnte. Sie gehe sogar soweit zu sagen, dass ein Verharren im jetzigen Organisationsmodell, in dem Aufwendungen für Marketing und Vertrieb eine immer größere und (zu) kostspieligere Rolle spielen würden, für viele Pharma-Unternehmen das Kurspotential stark einschränken würde.
