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Sa, 18. April 2026, 6:08 Uhr

Öl, Gold und Dollar steigen weiter


27.06.05 10:45
iWatch

Wie bereits in der Vorwoche an dieser Stelle befürchtet, ist der Preis für ein Barrel Rohöl über die optische Hürde von 60,-- US-Dollar gestiegen, berichtet das EKIP-Team im Börsenbrief "iWatch".

Bislang habe der WTI-Future mit Verfall September 2005 zuhöchst bei 60,05 US-Dollar und damit auf einem neuen All-Zeit-Hoch notiert. Ebenfalls wie bereits in der Vorwoche angedacht, hätten sich die US-Indizes stark beeindruckt gezeigt und seien in den Sinkflug übergegangen.

Aber auch der Goldpreis nehme die in der Vorwoche skizzierte Richtung ein und habe erstmals die Marke von 440,-- US-Dollar je Feinunze Gold seit rund vier Monaten überschritten. Das Kursziel der Experten von 500 US-Dollar in 2005 je Feinunze sei damit nur noch 60 US-Dollar oder rund 14 Prozent entfernt.

Unverändert fest zeige sich auch der US-Dollar gegenüber allen wichtigen Währungen dieser Welt, insbesondere gegenüber dem Euro. Erstmals seit mehr als 10 Monaten sei der Euro unterhalb der Marke von 1,2000 US-Dollar gehandelt worden und habe im frühen asiatischen Geschäft am Freitag, 24. Juni, das bisherige Jahrestief bei 1,1988 US-Dollar markiert.

Die Leistungsbilanz der USA sei am Freitag, den 17.06.05, mit einem Rekorddefizit von 195,8 Milliarden US-Dollar für das erste Quartal 2005 herausgegeben worden. Wie in der charttechnischen Analyse in der Vorwoche beschrieben, habe der Euro daraufhin auf bis zu 1,23 US-Dollar oder rund drei US-Cents binnen wenigen Handelsstunden zulegen können. Diese Bewegung sei allerdings in dieser Woche vollständig egalisiert, ja sogar weiter nach unten fortgeschrieben worden.

Bei 1,2000 US-Dollar sei allerdings nach wie vor ein starker Widerstandsbereich, da diese Zone im frühen Devisenhandel am Freitagmorgen nicht nachhaltig nach unten durchbrochen worden sei. Die Experten würden nochmals mit einer kräftigen Gegenbewegung in Richtung 1,23 US-Dollar rechnen mit der Möglichkeit dann sogar auf 1,25 US-Dollar binnen wenigen Handelstagen vorzudringen. Auslöser für diese massiven Bewegungen am Devisenmarkt könnte die am 30. Juni 2005 zur Entscheidung anstehende Veröffentlichung der US-Notenbank-Geld-Politik sein.

Mit einem Konsens von 100 Prozent der von Bloomberg befragten Volkswirte, werde mit einer weiteren Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkten auf dann 3,25 Prozent gerechnet. Doch die entscheidende Frage bleibe: Gebe es eine Zinserhöhungspause noch in diesem Jahr?

Hiervon abhängig sei nicht nur die Entwicklung am Devisenmarkt, sondern auch an den internationalen Rentenmärkten und insbesondere den US-Aktien- Märkten.





 
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