Novartis langfristig kaufen
27.01.04 10:06
Sparkasse Essen
Die Analysten der Sparkasse Essen empfehlen, die Aktie von Novartis langfristig zu kaufen.
Der schweizerische Pharmakonzern Novartis habe in 2003 seinen Konzernumsatz um 19% und den Gewinn um 6% auf den Rekordwert von 5,02 Mrd. USD steigern können. Damit bleibe man deutlich oberhalb des Branchenwachstums von ca. 9% (in USD). Besonders Pharma und Generika (+60% beim Umsatz) hätten zu der Erfolgsstory beigetragen. Die Tochter Sandoz sei inzwischen die Nr. 2 auf dem weltweiten Generika-Markt (Nachahmerprodukte) - nach der israelischen Teva.
Negativ falle momentan der Ergebnisbeitrag der assoziierten Tochtergesellschaften, das geringere Finanzergebnis (Novartis habe mit den Eigenanlagen schlicht "den Börsenzug verpasst") und die reduzierte Gewinnmarge auf. Dem stünden jedoch um 32% auf 3,8 Mrd. USD gestiegene Ausgaben für Forschung und Entwicklung gegenüber. Dies sei aber Geld, das langfristig gut angelegt sei, denn nur Innovationen würden langfristig gute Margen sichern. So befänden sich momentan 79 Präparate in der klinischen Entwicklung. Vor einem Jahr seien es "nur" 70 gewesen. Schließlich baue Novartis in den USA ein neues Forschungszentrum in der Nähe der Harvard-Universität und des MIT (Massachusetts Institute of Technology) auf.
Zugleich plane Novartis ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 3 Mrd. CHF. Aus einem früheren Programm stünden noch 1,3 Mrd. CHF als Volumen offen. Dies führe zu einer weiteren, wenn auch moderaten Gewinnverdichtung, da der Gewinn je Aktie etwas stärker als der nominale Gewinn steige. Die Dividende werde aktuell um 5% auf 1,00 CHF erhöht. Daneben sei die Beteiligung an Roche erhöht worden (einer möglichen Fusion stünden aber die Roche-Großaktionäre noch ablehnend gegenüber). Novartis sei jetzt mit 33,3% der Stimmrechtsanteile und 6,3% am Kapital des Mitbewerbers beteiligt.
Der Chart des Musterdepotwertes der Analysten sei bereits ausgebrochen und biete weiteres Kurspotenzial. Die gegenwärtigen Übernahmespekulationen im Sektor würden Novartis jedoch unberührt lassen, da die Schweizer eher "Jäger" als "Gejagte" seien.
Novartis stehe weiterhin für schweizerische Solidität und verfüge über eine der besten Produktpipelines in der Branche. Die Aktie sei nicht mehr ganz billig, verdiene aber einen Aufschlag. Langfristig bleibe der Wert ein Basisinvestment, kurzfristig würden Pharmawerte zu den möglichen Verlierern einer Dollarschwäche gehören (optisch sei das Rechnungswerk von Novartis aber vor einem Jahr auf USD umgestellt worden).
Die Analysten der Sparkasse Essen bleiben daher bei ihrer Kaufempfehlung für die Novartis-Aktie, fügen nach dem jüngsten Kursanstieg aber das Wort "langfristig" hinzu - zumal man in Novartis nicht unbedingt eine dynamische "Kursrakete" sieht. Die Analysten der WestLB sehen den fairen Wert der Aktie bei 65 CHF.
Der schweizerische Pharmakonzern Novartis habe in 2003 seinen Konzernumsatz um 19% und den Gewinn um 6% auf den Rekordwert von 5,02 Mrd. USD steigern können. Damit bleibe man deutlich oberhalb des Branchenwachstums von ca. 9% (in USD). Besonders Pharma und Generika (+60% beim Umsatz) hätten zu der Erfolgsstory beigetragen. Die Tochter Sandoz sei inzwischen die Nr. 2 auf dem weltweiten Generika-Markt (Nachahmerprodukte) - nach der israelischen Teva.
Negativ falle momentan der Ergebnisbeitrag der assoziierten Tochtergesellschaften, das geringere Finanzergebnis (Novartis habe mit den Eigenanlagen schlicht "den Börsenzug verpasst") und die reduzierte Gewinnmarge auf. Dem stünden jedoch um 32% auf 3,8 Mrd. USD gestiegene Ausgaben für Forschung und Entwicklung gegenüber. Dies sei aber Geld, das langfristig gut angelegt sei, denn nur Innovationen würden langfristig gute Margen sichern. So befänden sich momentan 79 Präparate in der klinischen Entwicklung. Vor einem Jahr seien es "nur" 70 gewesen. Schließlich baue Novartis in den USA ein neues Forschungszentrum in der Nähe der Harvard-Universität und des MIT (Massachusetts Institute of Technology) auf.
Der Chart des Musterdepotwertes der Analysten sei bereits ausgebrochen und biete weiteres Kurspotenzial. Die gegenwärtigen Übernahmespekulationen im Sektor würden Novartis jedoch unberührt lassen, da die Schweizer eher "Jäger" als "Gejagte" seien.
Novartis stehe weiterhin für schweizerische Solidität und verfüge über eine der besten Produktpipelines in der Branche. Die Aktie sei nicht mehr ganz billig, verdiene aber einen Aufschlag. Langfristig bleibe der Wert ein Basisinvestment, kurzfristig würden Pharmawerte zu den möglichen Verlierern einer Dollarschwäche gehören (optisch sei das Rechnungswerk von Novartis aber vor einem Jahr auf USD umgestellt worden).
Die Analysten der Sparkasse Essen bleiben daher bei ihrer Kaufempfehlung für die Novartis-Aktie, fügen nach dem jüngsten Kursanstieg aber das Wort "langfristig" hinzu - zumal man in Novartis nicht unbedingt eine dynamische "Kursrakete" sieht. Die Analysten der WestLB sehen den fairen Wert der Aktie bei 65 CHF.
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