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Fr, 17. April 2026, 19:36 Uhr

Münchner Rückversicherungs AG

WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026

Münchener Rück unterbewertet


01.12.06 12:19
Bankverein Werther AG

Werther (Westf.) (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Bankverein Werther AG, Marcel Mowe, hält die Münchener Rück-Aktie (ISIN DE0008430026 / WKN 843002) für unterbewertet.

Der legendäre US-Investor, Warren Buffet, selbst im Rückversicherungsgeschäft tätig, hätte vielleicht seine Freude an der Münchener Rück: Das Unternehmen verdiene prächtig und werde in diesem Jahr wohl einen Rekordgewinn ausweisen. Gleichzeitig erhöhe die Münchener Rück die Dividende und kaufe eigene Aktien zurück. Zu den Lieblingen der Analysten zähle der Titel dennoch nicht. Die Kursziele vieler Investmentbanken lägen zum Teil nur unwesentlich über dem aktuellen Niveau und die Mehrheit der Finanzexperten prognostiziere einen Gewinnrückgang im kommenden Jahr.

Hintergrund dieser Skepsis sei die Eigenart des Rückversicherungsgeschäfts. Anders als in den Jahren 2004 und 2005 habe die Münchener Rück in diesem Jahr bisher deutlich weniger Geld für versicherte Großschäden zahlen müssen, die durch Naturkatastrophen entstanden seien. Viele Beobachter würden unterstellen, dass die großen Rückversicherer im kommenden Jahr wieder höhere Aufwendungen schultern müssten und dieses Risiko nicht vollständig über angemessen hohe Prämien abdecken könnten.

Diese Befürchtungen hätten dazu geführt, dass die Münchener Rück trotz der jüngsten Aktienrally sehr niedrig bewertet sei. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 8 für 2006 und etwa 9 für 2007 sei sie mittlerweile der preiswerteste Titel im deutschen Aktienindex DAX. Erwartet werde aktuell ein Jahresüberschuss von rund 3,3 Mrd. Euro bzw. 14 bis 15 Euro pro Aktie. Allein 2,9 Mrd. Euro seien bereits in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erzielt worden - das Ergebnisziel sollte also nicht gefährdet sein.

Anlässlich der Bekanntgabe der Neunmonatszahlen habe das Unternehmen angekündigt, bis zur nächsten Hauptversammlung Ende April 2007 eine Mrd. Euro für Aktienrückkäufe zu verwenden. Die Dividende dürfte auf schätzungsweise 3,50 Euro steigen. Institutionelle Investoren würden darüber hinaus erwarten, dass ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in ähnlicher Größenordnung folgen werde. Die Programme würden die Münchner Rück in die Lage versetzen, zum aktuellen Aktienkurs (ca. 123 Euro) mindestens 6 Prozent des eigenen Aktienkapitals einzuziehen. Für die Münchener Rück sprächen aber nicht nur die positive Gewinnentwicklung, die niedrige Bewertung und die den Aktienkurs stabilisierende Wirkung des geplanten Aktienrückkaufs.

Auch das Geschäft der Erstversicherungstochter ERGO, vormals ein Sorgenkind des Konzerns, habe zuletzt steigende Gewinne abgeliefert. Deutlich höhere Kurse könnte die Münchner Rück erreichen, wenn sich die Gewinnschätzungen für 2007 als zu niedrig erweisen sollten, was man für möglich halte.

Die Münchner Rück sei ein unterbewerteter Qualitätstitel mit einem günstigen Chance Risiko-Verhältnis. Kurse unter 125 Euro böten sich für einen Einstieg an. Wer investiert sei, sollte wegen des grundsätzlich weiter bestehenden Katastrophenrisikos allerdings den Verlauf der nächsten Hurrikan-Saison genau beobachten und sich im Übrigen über einen Stoppkurs bei etwa 112 Euro absichern.

Nach Ansicht der Analysten der Bankverein Werther AG ist die Aktie der Münchener Rück unterbewertet. (01.12.2006/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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