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Sa, 18. April 2026, 21:32 Uhr

Münchner Rückversicherungs AG

WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026

Münchener Rück ohne Ausblick


30.08.02 09:49
Sparkasse Bremen

Die Analysten der Sparkasse Bremen erwarten bei den Aktien der Münchener Rück (WKN 843002) keine überdurchschnittliche Performance.

Die Münchener Rückversicherung AG sei der größte Rückversicherer der Welt. Aus Gründen der Risikostreuung sei das Geschäft in den letzten Jahren auf die Bereiche Erstversicherung (ERGOGruppe: Victoria, Hamburg-Mannheimer, DKV, D.A.S. & Karlsruher Versicherung) und Vermögensverwaltung (MEAG) ausgeweitet worden. Zusätzlich verfüge die Münchener Rück über einen umfangreichen Anteilsbesitz. Von besonderer Bedeutung sei die Überkreuzbeteiligung mit der Allianz-Versicherung in Höhe von 20% und der Anteil von über 25% an der Bay. HypoVereinsbank zur Unterlegung der strategischen Vertriebspartnerschaft.

Durch ihre Aktienpakete sei die Gewinnsituation der Münchener Rück natürlich in deutlichem Umfang von der Börsenlage abhängig. Die Kapitalanlagen hätten per 30.06.2002 insgesamt einen Umfang von 163,1 Mrd. Euro erreicht. Die Ergebnisse hätten sich im 1. Halbjahr sehr unterschiedlich entwickelt. Das 1. Quartal sei geprägt gewesen von Sondererträgen aus Anteilsverkäufen (z.B. Reduzierung des Anteils an der Allianz auf 20%), weshalb der Quartalsüberschuss nach Steuern bei 4,48 Mrd. Euro gelegen habe. Im 2. Quartal seien aufgrund der Börsenlage hingegen hohe Abschreibungen auf eigene Wertpapiere erforderlich gewesen.

Als Folge sei ein Quartalsverlust nach Steuern von 383 Mio. Euro angefallen. Die geschilderten Faktoren würden den Blick auf die Entwicklung des eigentlichen Geschäfts verstellen. Die Münchener Rück profitiere in der Rückversicherung von den Beitragserhöhungen nach dem 11. September und in der Lebensversicherung vom Trend zur privaten Altersvorsorge. Die Bruttobeitragseinnahmen seien deshalb im 1. Halbjahr um 20% auf 20,45 Mrd. Euro gestiegen. Die Hochwasserkatastrophe werde auf das Geschäft keine großen Auswirkungen haben. Die Belastung werde auf unter 500 Mio. Euro geschätzt. Aufgrund der Überkreuzbeteiligung sei die Allianz hauptsächlich bei der Münchener Rück rückversichert.

Durch ihre starke Marktstellung in Ostdeutschland – entstanden durch die Übernahme der früheren staatlichen Versicherung der DDR - sei die Allianz am stärksten vom Hochwasser betroffen. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Kapitalmärkte habe der Vorstand bei Vorlage der Halbjahreszahlen keine Prognose für die weitere Gewinnentwicklung abgegeben. Während der Verlust im 2. Quartal erwartet worden sei, habe die Börse das Ausbleiben der Prognose mit einem deutlichen Kursabschlag quittiert. Zusätzlich habe am gleichen Tag die Schweizer Rückversicherung (Nummer 2 in der Branche) ihre Halbjahreszahlen vorgelegt. Diese hätten deutlich unter den Erwartungen gelegen, was den allgemeinen Kursabschlag bei Versicherungsaktien verstärkt habe.

Aufgrund der schwierigen Börsenlage erwarten die Analysten der Sparkasse Bremen keine überdurchschnittliche Performance der Münchener Rück-Aktie.





 
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