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Mo, 27. April 2026, 8:28 Uhr

Münchner Rückversicherungs AG

WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026

Münchener Rück bevorzugt


31.10.02 14:12
BHF-BANK

Die Analysten der BHF-Bank sind der Meinung, dass die Aktie der Münchener Rück (WKN 843002) weiterhin ein bevorzugtes Investment ist.

Die schwache Entwicklung an den Kapitalmärkten habe im 1. Halbjahr die positiven Tendenzen im Versicherungsgeschäft negativ überlagert. Zudem sei die Entwicklung im Berichtszeitraum von zahlreichen außerordentlichen Faktoren bestimmt gewesen. Unter diesen Einmalfaktoren rage auf der Habenseite ein Ertrag von 4,7 Mrd. EUR aus der Reduzierung des Anteils an der Allianz AG heraus, während auf der Sollseite die Reservierung von zusätzlichen 2 Mrd. USD für die US-Rückversicherungstochter American Re sowie eine erneute Rückstellung in Höhe von 500 Mio. USD für Schäden aus dem World-Trade Center Anschlag angefallen sei (der aufgrund der hohen Komplexität der Ansprüche vorgenommen worden sei, aber nicht notwendigerweise auch benötigt werden werde).

Inklusive dieser außerordentlichen Effekte habe sich im 1. Halbjahr ein Ergebnis von 4,1 (1,3) Mrd. EUR ergeben, wovon 4,5 Mrd. EUR im 1. Quartal sowie ein Verlust von 383 Mio. EUR im 2. Quartal angefallen seien. Aufgrund der schwachen Entwicklung an den Kapitalmärkten hätten 1,5 Mrd. EUR auf die Aktienbestände abgeschrieben werden müssen, was ursächlich für den Verlustausweis gewesen sei.

Sehr positiv hingegen habe sich das Rückversicherungsgeschäft entwickelt. Die Beitragseinnahmen seien im 2. Quartal um 22,7% auf 6,2 (5,1) Mrd. und im Halbjahr um 30,2% auf 13,2 Mrd. EUR gestiegen. Obwohl aufgrund von Basiseffekten die hohen Steigerungsraten nicht auf das Gesamtjahr hochzurechnen seien, bleibe der positive Rückversicherungszyklus unverändert intakt, der neben hohen Prämiensteigerungen insbesondere eine Qualitätsverbesserung der übernommen Risiken mit sich gebracht habe. Für die Neuverhandlungen zum 1.1.2003 erwarte man eine Fortsetzung dieses Trends. Die Schaden/Kostenquote habe sich auf 102,0 (107,7)% ex außerordentliche Effekte verbessert.

Im Erstversicherungssegment seien die Beiträge im 2. Quartal um 6,1% auf 3,8 Mrd. EUR und im Halbjahr um 6,7% auf 8,4 (7,8) Mrd. EUR gestiegen. Aufgrund der Abschreibungen auf die Aktienbestände (7 Mio. EUR im 1. Quartal, 166 Mio. im 2. Quartal) sei der Ergebnisbeitrag mit minus 47 Mio. EUR negativ gewesen. In einer ersten Einschätzung zu den jüngsten Flutschäden werde eine Belastung im mittleren dreistelligen Millionenbereich erwartet.

Das Unternehmen sei nicht nur aufgrund seiner Aktienquote (ca. 20%), sondern auch seiner Beteiligungen stark von der Entwicklung der Aktienmärkte abhängig und habe in einem Ausblick auch weitere Abschreibungen im Jahresverlauf nicht ausgeschlossen, wodurch auch das Ergebnisziel von 1,7 Mrd. EUR für das Gesamtjahr zunächst nicht bestätigt worden sei.

Gleichwohl profitiere man weiterhin aufgrund seiner Kapitalstärke von der Flucht der Kunden in die Qualität und positioniere sich zur Zeit erstklassig im Kerngeschäft Rückversicherung. Im Erstversicherungsgeschäft würden Allfinanz-Überlegungen aufgrund der Beteiligungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Die Münchener Rück bleibt trotz des momentan schwachen Kapitalmarktumfeldes eines der bevorzugten Investments im Versicherungssegment, so die Analysten der BHF-Bank.





 
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