MobilCom schnell verkaufen
21.06.02 15:25
Die Telebörse-online
Die Analysten von "Die Telebörse-online" empfehlen die Aktie der MobilCom AG (WKN 662240) rasch zu verkaufen.
Nachdem Großaktionär France Telecom vor zwei Wochen im Aufsichtsrat mit dem Versuch gescheitert sei, den Firmengründer Gerhard Schmid zu stürzen, weil die Zweidrittelmehrheit gefehlt habe, reiche heute eine einfache Mehrheit.
Aus seinem Umkreis heiße es, er habe immer noch einige Pfeile im Köcher, schließlich besitze er ja 50% der Aktien, könne nach dem Rauswurf eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen und sich Vorstand und Aufsichtsrat nach seinen Wünschen zusammenstellen.
Gründe dafür hätte er genug. FT habe so ziemlich alle Folterwerkzeuge ausgepackt, die ihnen zur Verfügung stünden. Statt der geforderten 22 Euro böten sie nur noch 10 Euro je Aktie und das nicht in bar sondern in Form von Aktien der Mobilfunktochter Orange. Zudem solle Schmid 68 Mio. Euro aus dem umstrittenen Aktiengeschäft mit seiner Ehefrau Sybille zurückzahlen. Ein Gutachten der BDO Warentreuhand sei zu dem Ergebnis gekommen, dass Schmid bei dieser Transaktion gegen die Sorgfaltspflichten als Vorstand verstoßen habe.
MobilCom solle auch nur übernommen werden, wenn Schmid gehe und es zu einer Einigung mit Ericsson und Nokia komme, die Lieferantenkredite von 1,1 Mrd. Euro zugesagt hätten.
Setze Schmid aber auf die Hauptversammlung, würden die Franzosen kurzen Prozess machen: Sie würden die Zahlungen einstellen und die mit den Banken ausgehandelte Umschuldung eines Darlehens über 4,7 Mrd. Euro sei hinfällig. MobilCom müsse Insolvenz anmelden und die Franzosen hätten ein großes Problem weniger.
Aber selbst wenn Schmid allem zustimme, sei die Zukunft von MobilCom ungewiss. Es sei bekannt, dass FT mit den schwachen UMTS-Lizenzinhabern E-Plus, Viag Interkom und Quam anbandeln wolle. Doch dort gebe es erhebliche Vorbehalte gegen MobilCom.
Schmid könnte sich nun mit einer Entscheidung noch bis zum 31. Juli Zeit lassen, denn erst dann würden die 4,7 Mrd. Euro Bankschulden fällig, aber bis dahin dürfte der MobilCom-Kurs noch weiter einbrechen- mit der Folge, das France Telecom ihm noch weniger biete.
Wer noch MobilCom-Aktien besitzt, sollte rasch verkaufen, meinen die Analysten von "Die Telebörse-online". Von einem Einstieg würden sie nach wie vor abraten.
Nachdem Großaktionär France Telecom vor zwei Wochen im Aufsichtsrat mit dem Versuch gescheitert sei, den Firmengründer Gerhard Schmid zu stürzen, weil die Zweidrittelmehrheit gefehlt habe, reiche heute eine einfache Mehrheit.
Aus seinem Umkreis heiße es, er habe immer noch einige Pfeile im Köcher, schließlich besitze er ja 50% der Aktien, könne nach dem Rauswurf eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen und sich Vorstand und Aufsichtsrat nach seinen Wünschen zusammenstellen.
Gründe dafür hätte er genug. FT habe so ziemlich alle Folterwerkzeuge ausgepackt, die ihnen zur Verfügung stünden. Statt der geforderten 22 Euro böten sie nur noch 10 Euro je Aktie und das nicht in bar sondern in Form von Aktien der Mobilfunktochter Orange. Zudem solle Schmid 68 Mio. Euro aus dem umstrittenen Aktiengeschäft mit seiner Ehefrau Sybille zurückzahlen. Ein Gutachten der BDO Warentreuhand sei zu dem Ergebnis gekommen, dass Schmid bei dieser Transaktion gegen die Sorgfaltspflichten als Vorstand verstoßen habe.
Setze Schmid aber auf die Hauptversammlung, würden die Franzosen kurzen Prozess machen: Sie würden die Zahlungen einstellen und die mit den Banken ausgehandelte Umschuldung eines Darlehens über 4,7 Mrd. Euro sei hinfällig. MobilCom müsse Insolvenz anmelden und die Franzosen hätten ein großes Problem weniger.
Aber selbst wenn Schmid allem zustimme, sei die Zukunft von MobilCom ungewiss. Es sei bekannt, dass FT mit den schwachen UMTS-Lizenzinhabern E-Plus, Viag Interkom und Quam anbandeln wolle. Doch dort gebe es erhebliche Vorbehalte gegen MobilCom.
Schmid könnte sich nun mit einer Entscheidung noch bis zum 31. Juli Zeit lassen, denn erst dann würden die 4,7 Mrd. Euro Bankschulden fällig, aber bis dahin dürfte der MobilCom-Kurs noch weiter einbrechen- mit der Folge, das France Telecom ihm noch weniger biete.
Wer noch MobilCom-Aktien besitzt, sollte rasch verkaufen, meinen die Analysten von "Die Telebörse-online". Von einem Einstieg würden sie nach wie vor abraten.
14.01.26
, Börse Global
Cameco Aktie: Analysten setzen AkzentBank of America hat Cameco zur „Top Pick“ für 2026 im Rohstoffsektor erklärt – parallel ziehen die Uranpreise ...
02.03.07
, Ad hoc
mobilcom Verschmelzung wirksam gewordenRendsburg-Büdelsdorf (aktiencheck.de AG) - Durch Eintragung im Handelsregister der telunico holding AG ist soeben die ...
22.02.07
, Ad hoc
mobilcom Aufsichtsratsvorsitzender legt sein Amt n [...]Rendsburg-Büdelsdorf (aktiencheck.de AG) - Prof. Dr. Dieter H. Vogel legt nach fast neunjähriger Tätigkeit im Aufsichtsrat ...
