Microsoft halten
13.06.02 15:16
Die Telebörse-online
Die Analysten von "Die Telebörse-online" empfehlen die Aktie von Microsoft (WKN 870747) zu halten und mit einem Stop-loss abzusichern.
Eine eigentlich schon ad acta gelegte Geschichte könnte in einigen Wochen den Aktienkurs von Microsoft massiv beeinflussen. Es gehe um den Kartellprozess, in dem sich der Softwareriese schon vor Monaten mit dem US-Justizministerium geeinigt habe. Die Sanktionen seien für Microsoft kaum der Rede wert gewesen. So dürfe Microsoft PC-Herstellern nicht mehr mit dem Lizenzentzug für Windows drohen, wenn diese Konkurrenzprogramme installieren würden. Das Betriebssystem per se sei jedoch auch nach der außergerichtlichen Einigung unangetastet geblieben.
Doch dann sei die überraschende Wende gekommen; Die Kartellwächter von neun US-Bundesstaaten hätten sich der Einigung widersetzt und den nunmehr fünf Jahre dauernden Prozess in die nächste Runde geführt. Microsofts Antrag, die Klage zurückzuweisen, sei gestern von Richterin Colleen Kotelly abgelehnt worden. "Frühestens Ende Juni" wolle Kotelly nun das Urteil fällen. Dabei habe sie durchblicken lassen, dass sie Auflagen in Erwägung ziehe, die über die Vereinbarung mit der Regierung hinausgingen.
Zu welchem Urteil die Richterin kommen werde, sei nicht absehbar. Sicher sei aber schon jetzt, dass eine Verurteilung zu einem großen Kursrutsch führen könnte, ein Freispruch zu deutlichen Kursgewinnen.
Derzeit erfahre Microsoft Auftrieb von Spekulationen, wonach der Softwarekonzern in den kommenden Wochen besser als erwartete Quartalszahlen vorlegen könnte. Gegen eine positive Überraschung sprächen jedoch die Probleme im Kerngeschäft, wo das Wachstum im Vorquartal nur zwei (Software für Großunternehmen) bzw. ein Prozent (Office-Suite) betragen habe. Allein das Flaggschiff Windows sei dank der Einführung von XP für zweistellige Wachstumsraten gut. Vor diesem Hintergrund würden die Zahlen - gleich ob sie leicht über oder leicht unter den Erwartungen liegen mögen - mit Sicherheit im Schatten des baldigen Richterspruchs stehen.
Aus charttechnischer Sicht sehe der Titel nach dem breiten Doppel-Bottom bei 52 Euro gut aus. Mit positiven Nachrichten im Rücken stehe einem langfristigen Aufschwung nichts mehr im Wege. Aber Vorsicht: Im Zuge eines für Microsoft negativen Richterspruchs könnte die Aktie in einer intensiven Verkaufswelle leicht aus dem langfristigen Aufwärtstrend nach unten herausgedrückt werden - bis dahin seien es gerade mal fünfzehn Prozent.
Die Analysten würden daher konservativen Anlegern raten, erst einzusteigen, wenn Urteil und Zahlen bekannt seien - unter langfristigen Gesichtspunkten spiele es kaum eine Rolle, wenn man beim Einstieg die ersten zehn Prozent Kursgewinn verpasse.
Wer die Microsoft-Aktie besitzt, sollte sie halten und sich mit einem Stop-loss knapp unter 50 Euro gegen juristische Unwägbarkeiten absichern, empfehlen die Analysten von "Die Telebörse-online".
Eine eigentlich schon ad acta gelegte Geschichte könnte in einigen Wochen den Aktienkurs von Microsoft massiv beeinflussen. Es gehe um den Kartellprozess, in dem sich der Softwareriese schon vor Monaten mit dem US-Justizministerium geeinigt habe. Die Sanktionen seien für Microsoft kaum der Rede wert gewesen. So dürfe Microsoft PC-Herstellern nicht mehr mit dem Lizenzentzug für Windows drohen, wenn diese Konkurrenzprogramme installieren würden. Das Betriebssystem per se sei jedoch auch nach der außergerichtlichen Einigung unangetastet geblieben.
Doch dann sei die überraschende Wende gekommen; Die Kartellwächter von neun US-Bundesstaaten hätten sich der Einigung widersetzt und den nunmehr fünf Jahre dauernden Prozess in die nächste Runde geführt. Microsofts Antrag, die Klage zurückzuweisen, sei gestern von Richterin Colleen Kotelly abgelehnt worden. "Frühestens Ende Juni" wolle Kotelly nun das Urteil fällen. Dabei habe sie durchblicken lassen, dass sie Auflagen in Erwägung ziehe, die über die Vereinbarung mit der Regierung hinausgingen.
Derzeit erfahre Microsoft Auftrieb von Spekulationen, wonach der Softwarekonzern in den kommenden Wochen besser als erwartete Quartalszahlen vorlegen könnte. Gegen eine positive Überraschung sprächen jedoch die Probleme im Kerngeschäft, wo das Wachstum im Vorquartal nur zwei (Software für Großunternehmen) bzw. ein Prozent (Office-Suite) betragen habe. Allein das Flaggschiff Windows sei dank der Einführung von XP für zweistellige Wachstumsraten gut. Vor diesem Hintergrund würden die Zahlen - gleich ob sie leicht über oder leicht unter den Erwartungen liegen mögen - mit Sicherheit im Schatten des baldigen Richterspruchs stehen.
Aus charttechnischer Sicht sehe der Titel nach dem breiten Doppel-Bottom bei 52 Euro gut aus. Mit positiven Nachrichten im Rücken stehe einem langfristigen Aufschwung nichts mehr im Wege. Aber Vorsicht: Im Zuge eines für Microsoft negativen Richterspruchs könnte die Aktie in einer intensiven Verkaufswelle leicht aus dem langfristigen Aufwärtstrend nach unten herausgedrückt werden - bis dahin seien es gerade mal fünfzehn Prozent.
Die Analysten würden daher konservativen Anlegern raten, erst einzusteigen, wenn Urteil und Zahlen bekannt seien - unter langfristigen Gesichtspunkten spiele es kaum eine Rolle, wenn man beim Einstieg die ersten zehn Prozent Kursgewinn verpasse.
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