Luftfahrtbranche neutral
22.09.05 10:36
Sparkasse KölnBonn
Nach Angaben des internationalen Branchenverbands IATA wird die Luftfahrtbranche im laufenden Jahr aufgrund der höheren Treibstoffkosten rund 7,4 Mrd. US-Dollar tiefer in die roten Zahlen rutschen, berichten die Analysten der Sparkasse KölnBonn.
Damit würden sich die Verluste im Zeitraum 2001 bis Ende 2005 auf über 43 Mrd. US-Dollar summieren. Insbesondere amerikanische Fluglinien seien in Finanzschwierigkeiten. Zuletzt hätten die Gesellschaften Delta Air Lines und Northwest Airlines Insolvenz angemeldet. Die drei großen europäischen Fluggesellschaften Air France, Deutsche Lufthansa und British Airways hätten ihre Krisen weitgehend überwunden und würden wieder schwarze Zahlen schreiben. In der Luftfahrtbranche werde nach der Bildung von Allianzen vermehrt die Integration ganzer Fluggesellschaften angestrebt. Die Branche sei von Überkapazitäten gekennzeichnet. Weltweit sei mit einer weiteren Konsolidierung zu rechnen.
Der Branchenverband IATA erwarte für das laufende Jahr eine Fortsetzung des Wachstums. Die Zahl der Passagiere habe in 2004 um 15,3% zugelegt, der Frachtverkehr sei um 13,4% gestiegen. Vor allem im asiatisch-pazifischen Raum und im mittleren Osten hätten Zuwächse von 20,5 bzw. 24,8% verzeichnet werden können. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) habe die Anzahl der Passagiere an deutschen Flughäfen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9% auf 76,5 Mio. zugenommen. Für das Gesamtjahr rechne der Verband mit einem Zuwachs von 6% auf 165 Mio. Passagiere.
Der Wettbewerbsdruck im Passagiersektor der Billigflieger nehme durch den Markteintritt neuer Billigfluglinien (auch aus dem Ausland), die Erhöhung von Kapazitäten durch die Marktteilnehmer und die zunehmende Ausrichtung der Charterflieger der Reisekonzerne an den Billigkonzepten immer mehr zu. Mittlerweile würden Low-Cost-Airlines fast jeden dritten Passagier in Europa befördern. Experten würden mit einer Marktbereinigung rechnen, bei der drei oder vier Low-Cost-Carrier überleben würden. Nach dem Vorbild der etablierten Luftfahrtgesellschaften würden die Billigflieger nun auf Partnersuche gehen und die Gründung von Allianzen anstreben, um Umsatz und Auslastung zu steigern und ihren Fortbestand zu sichern.
Die deutschen Reiseveranstalter hätten in 2004 ihren Umsatz um 5,2% auf 19 Mrd. EUR gesteigert. Im Winter 2004/05 habe der Umsatz um 3,5% zugelegt. Obwohl das wirtschaftliche Umfeld schwierig sei und die Angst vieler Menschen um ihren Arbeitsplatz die Reiselust dämpfe, dürfte das Sommergeschäft angesichts der hohen Zahl an Frühbuchern mit einem Zuwachs von 6% dennoch positiv ausfallen.
In der Hotelbranche werde mit einer Verbesserung der Lage durch die 2006 in Deutschland stattfindende Fußball-WM sowie durch einen wachsenden Städtetourismus gerechnet. Die Anzahl der profitabel wirtschaftenden Hotels in Deutschland sei jedoch in der ersten Jahreshälfte von über 90% im Vorjahreszeitraum auf 81% gefallen.
Der Markt der Online-Reiseanbieter wachse weiter. Auch etablierte Unternehmen wie z.B. TUI würden verstärkt auf den Vertriebsweg Internet setzen. Im Onlinegeschäft würden Kunden vor allem Flugtickets sowie Einzelleistungen buchen und sich so ihren Urlaub selber zusammenstellen. Das Geschäft mit Kunden aus Asien, insbesondere aus Indien und China, nehme zu. Mit der Lockerung der Reisebeschränkung für die chinesische Bevölkerung eröffne sich ein immens großer neuer Markt, von dem in Zukunft die gesamte Reisebranche profitieren sollte.
Der positive Trend in der Luftfahrtbranche habe sich in guten Verkehrszahlen für den Monat August bestätigt, jedoch leide die Luftfahrt- und Reisebranche unter sinkenden Netto-Margen infolge des steigenden Ölpreises. Für die Billigflieger komme erschwerend hinzu, dass die Beihilfen der Kommunen und Flughäfen durch eine EU-Entscheidung limitiert werden könnten. Die Lage in der deutschen Hotelbranche habe sich in der ersten Jahreshälfte verschlechtert. Wachstumsimpulse würden von der Fußball-WM im kommenden Jahr erwartet. Die Analysten der Sparkasse KölnBonn würden eine durchschnittliche Entwicklung der Branche erwarten und eine neutrale Gewichtung empfehlen.
Damit würden sich die Verluste im Zeitraum 2001 bis Ende 2005 auf über 43 Mrd. US-Dollar summieren. Insbesondere amerikanische Fluglinien seien in Finanzschwierigkeiten. Zuletzt hätten die Gesellschaften Delta Air Lines und Northwest Airlines Insolvenz angemeldet. Die drei großen europäischen Fluggesellschaften Air France, Deutsche Lufthansa und British Airways hätten ihre Krisen weitgehend überwunden und würden wieder schwarze Zahlen schreiben. In der Luftfahrtbranche werde nach der Bildung von Allianzen vermehrt die Integration ganzer Fluggesellschaften angestrebt. Die Branche sei von Überkapazitäten gekennzeichnet. Weltweit sei mit einer weiteren Konsolidierung zu rechnen.
Der Branchenverband IATA erwarte für das laufende Jahr eine Fortsetzung des Wachstums. Die Zahl der Passagiere habe in 2004 um 15,3% zugelegt, der Frachtverkehr sei um 13,4% gestiegen. Vor allem im asiatisch-pazifischen Raum und im mittleren Osten hätten Zuwächse von 20,5 bzw. 24,8% verzeichnet werden können. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) habe die Anzahl der Passagiere an deutschen Flughäfen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9% auf 76,5 Mio. zugenommen. Für das Gesamtjahr rechne der Verband mit einem Zuwachs von 6% auf 165 Mio. Passagiere.
Die deutschen Reiseveranstalter hätten in 2004 ihren Umsatz um 5,2% auf 19 Mrd. EUR gesteigert. Im Winter 2004/05 habe der Umsatz um 3,5% zugelegt. Obwohl das wirtschaftliche Umfeld schwierig sei und die Angst vieler Menschen um ihren Arbeitsplatz die Reiselust dämpfe, dürfte das Sommergeschäft angesichts der hohen Zahl an Frühbuchern mit einem Zuwachs von 6% dennoch positiv ausfallen.
In der Hotelbranche werde mit einer Verbesserung der Lage durch die 2006 in Deutschland stattfindende Fußball-WM sowie durch einen wachsenden Städtetourismus gerechnet. Die Anzahl der profitabel wirtschaftenden Hotels in Deutschland sei jedoch in der ersten Jahreshälfte von über 90% im Vorjahreszeitraum auf 81% gefallen.
Der Markt der Online-Reiseanbieter wachse weiter. Auch etablierte Unternehmen wie z.B. TUI würden verstärkt auf den Vertriebsweg Internet setzen. Im Onlinegeschäft würden Kunden vor allem Flugtickets sowie Einzelleistungen buchen und sich so ihren Urlaub selber zusammenstellen. Das Geschäft mit Kunden aus Asien, insbesondere aus Indien und China, nehme zu. Mit der Lockerung der Reisebeschränkung für die chinesische Bevölkerung eröffne sich ein immens großer neuer Markt, von dem in Zukunft die gesamte Reisebranche profitieren sollte.
Der positive Trend in der Luftfahrtbranche habe sich in guten Verkehrszahlen für den Monat August bestätigt, jedoch leide die Luftfahrt- und Reisebranche unter sinkenden Netto-Margen infolge des steigenden Ölpreises. Für die Billigflieger komme erschwerend hinzu, dass die Beihilfen der Kommunen und Flughäfen durch eine EU-Entscheidung limitiert werden könnten. Die Lage in der deutschen Hotelbranche habe sich in der ersten Jahreshälfte verschlechtert. Wachstumsimpulse würden von der Fußball-WM im kommenden Jahr erwartet. Die Analysten der Sparkasse KölnBonn würden eine durchschnittliche Entwicklung der Branche erwarten und eine neutrale Gewichtung empfehlen.
