Lichtblick in der Winterdepression
14.02.02 09:24
Gontard & MetallBank
Ein leichter Lichtblick in der Winterdepression war der vergangene Freitag, so die Analysten der Gontard&Metallbank.
Hier habe die US-Börsen Gewinne einfahren können, die auch für den Wochenauftakt hierzulande Luft nach oben ließen. Im Mittelpunkt des Handels ständen Deutsche Telekom und Infineon. Die Papiere der Telekom würden von der Hochstufung der Investment Bank Morgan Stanley profitieren. Durch die schwachen Zahlen von Nortel Networks, habe die Telekom ihre Gewinne im Laufe der Woche wieder abgeben müssen. Der Dauerbrenner um den Enron Skandal bleibe weiterhin marktbeherrschend. Ob der Verdacht gegen einige Unternehmen berechtigt sei oder nicht, bleibe vorerst irrelevant. Die Skepsis der Anleger sorge dafür, dass der Trend an der Börse nach unten zeige. In Deutschland bestimme zunächst die Diskussion über die Übernahme des koreanischen Chiproduzenten durch Infineon das Börsengeschehen.
Doch nun sei es raus: Infineon habe die Gespräche abgebrochen, da die Qualitätsstandards zu unterschiedlich seien und die Produktion bei Hynix sich nicht auf dem neuesten Stand befände. Die fast schon lieb gewonnenen Nachrichten um die Übernahme der Ruhrgasanteile durch Eon solle aus in dieser Woche nicht fehlen. Während auf der einen Seite Eon anscheinend die Ministererlaubnis beantragen wolle, stelle RWE Chef Dietmar Kuhnt die wettbewerbsrechtliche Problematik dar. Eines sei sicher: Durch die Übernahme der Ruhrgasanteile werde in der Tat ein großer Marktteilnehmer entstehen, der eben größer sei als andere. Die Marktstellung von Ruhrgas beim Ferngeschäft sei gefestigt und u.U. der Wettbewerb geschwächt, da andere deutsche Stromversorger zu stark in Abhängigkeit zu einem Wettbewerber kommen würden. Das werde am Ende sicher auch den Verbraucher in Form erhöhter Preise treffen. Komme die Ministererlaubnis, solle das der E.ON-Aktie neuen Antrieb verschaffen. Bis allerdings aus den Gerüchten Tatsachen geworden wären, würden die Kurse erst einmal seitwärts tendieren.
Der deutsche Markt sei derzeit illiquide. Erst wenn wieder gute Nachrichten seitens der Unternehmen herein kämmen, würden steigende Kurse zu sehen sein. Immer mehr Frühindikatoren würden eine Erholung signalisieren. Das überraschende Plus beim US Bruttoinlandsprodukt, volle Auftragsbücher des verarbeitenden Gewerbes, drastisch gesunkene Lagerbestände, das gestiegene Konsumentenvertrauen und die Entspannung am Arbeitsmarkt solle das Szenario unterstreichen. Skeptiker würden nach der Erholung aber wieder einen Rückfall sehen. Tatsache sei, dass in vergangenen Rezessionen die Wirtschaft nach der Erholung oft wieder abrutsche. Zum Problem könne hier eine enttäuschte Nachfrage der Konsumenten werden, die dazu führen könne, dass die Unternehmen ihre Produktion erneut herunter fahren würden.
Der DAX habe die Unterstützung bei 4.800 Punkten getestet und nähme die 5.000er Marke ins Visier. Nähme er hier den Widerstand sei erst einmal Luft bis auf 5.100 Punkte. Der Eurostoxx habe Angriff auf die 3.600 er Marke genommen. Der NEMAX50 könne seinen abwärts gerichteten Trend nicht verlassen und pendle noch immer um die magische Marke von 1.000 Zählern. Eine sinnvolle Unterstützung ließe sich dann kaum noch ablesen. Der Dow Jones würde wieder Angriff auf die psychologisch wichtige Marke bei 10.000 Punkten nehmen.
Hier habe die US-Börsen Gewinne einfahren können, die auch für den Wochenauftakt hierzulande Luft nach oben ließen. Im Mittelpunkt des Handels ständen Deutsche Telekom und Infineon. Die Papiere der Telekom würden von der Hochstufung der Investment Bank Morgan Stanley profitieren. Durch die schwachen Zahlen von Nortel Networks, habe die Telekom ihre Gewinne im Laufe der Woche wieder abgeben müssen. Der Dauerbrenner um den Enron Skandal bleibe weiterhin marktbeherrschend. Ob der Verdacht gegen einige Unternehmen berechtigt sei oder nicht, bleibe vorerst irrelevant. Die Skepsis der Anleger sorge dafür, dass der Trend an der Börse nach unten zeige. In Deutschland bestimme zunächst die Diskussion über die Übernahme des koreanischen Chiproduzenten durch Infineon das Börsengeschehen.
Der deutsche Markt sei derzeit illiquide. Erst wenn wieder gute Nachrichten seitens der Unternehmen herein kämmen, würden steigende Kurse zu sehen sein. Immer mehr Frühindikatoren würden eine Erholung signalisieren. Das überraschende Plus beim US Bruttoinlandsprodukt, volle Auftragsbücher des verarbeitenden Gewerbes, drastisch gesunkene Lagerbestände, das gestiegene Konsumentenvertrauen und die Entspannung am Arbeitsmarkt solle das Szenario unterstreichen. Skeptiker würden nach der Erholung aber wieder einen Rückfall sehen. Tatsache sei, dass in vergangenen Rezessionen die Wirtschaft nach der Erholung oft wieder abrutsche. Zum Problem könne hier eine enttäuschte Nachfrage der Konsumenten werden, die dazu führen könne, dass die Unternehmen ihre Produktion erneut herunter fahren würden.
Der DAX habe die Unterstützung bei 4.800 Punkten getestet und nähme die 5.000er Marke ins Visier. Nähme er hier den Widerstand sei erst einmal Luft bis auf 5.100 Punkte. Der Eurostoxx habe Angriff auf die 3.600 er Marke genommen. Der NEMAX50 könne seinen abwärts gerichteten Trend nicht verlassen und pendle noch immer um die magische Marke von 1.000 Zählern. Eine sinnvolle Unterstützung ließe sich dann kaum noch ablesen. Der Dow Jones würde wieder Angriff auf die psychologisch wichtige Marke bei 10.000 Punkten nehmen.
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