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Sa, 18. April 2026, 9:37 Uhr

Lage am deutschen Aktienmarkt


27.04.00 00:00
LB Schleswig-Holstein

Nachdem die US-Technologiebörse Nasdaq in den letzten Wochen bis zu 35% an Wert verloren hätte, könnte sich der DAX mit 15% Verlust in der Spitze recht gut behaupten, berichten die Experten der LB Schleswig-Holstein.

Die Leidtragenden des Kursrückgangs seien vor allem die Technologiewerte wie z.B. Siemens, Deutsche Telekom oder SAP gewesen, die teilweise kräftig Federn hätten lassen müssen. Der mutige antizyklische Anleger habe in den letzten Tagen beispielsweise die SAP Vz. um 600 Euro kaufen können, während er noch vor wenigen Wochen über 1000 Euro dafür hätte zahlen müssen. Ob dies jedoch bereits die Tiefstkurse gewesen seien, könne in dieser volatilen Marktphase nicht vorhergesagt werden.

Profitiert hätten hingegen defensive Titel wie z.B. Schering, die von der Wiederentdeckung der Pharmaunternehmen profitiert hätten. Bei Schering käme hinzu, dass das Unternehmen inzwischen gut ein Drittel seiner Umsätze im Biotechnologiebereich erziele und damit in einer der am stärksten wachsenden Marktnischen weltweit tätig sei. Schering plane zudem in den kommenden zwölf Monaten, drei Tochterunternehmen aus dem Biotechnologiebereich auszugliedern und an die Börse zu bringen, was der Aktie weitere Aufmerksamkeit bescheren dürfte.

Vom derzeit sehr schwachen Euro würden traditionell die mittelständischen Export-Unternehmen z.B. aus der Maschinenbaubranche profitieren, aber auch die großen Unternehmen wie BASF, Bayer oder ThyssenKrupp verbesserten dadurch ihre Marktchancen, wenngleich der Effekt aufgrund der weltweiten Produktionsstandorte nur abgemildert ausfalle. Vor diesem Hintergrund favorisiere man BASF und ThyssenKrupp.