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Sa, 18. April 2026, 6:25 Uhr

Labile Börsenstimmung hält weiter an


14.02.03 16:25
Frankfurter Sparkasse

Die labile Börsenstimmung der letzten Wochen hat weiterhin Bestand, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Nur kurz würden sich an den weltweiten Aktienbörsen ab und zu leichte Erholungsansätze zeigen, die dann aber ebenso schnell wieder im Keim erstickt würden. Technisch stünden die einzelnen Indizes dabei nur knapp oberhalb ihrer zyklischen Tiefs und damit auf sehr wackeligem Terrain. Die Belastungsfaktoren seien anhaltend durch die Kriegsangst und die überall feststellbare verfahrende wirtschaftliche Lage geprägt. Eine klare Besserung der Lage deute sich bisher kaum an, demzufolge bleibe die Nervosität und Unsicherheit der Anleger verständlicherweise hoch.

Mit Blick auf den 14. Februar, an dem der Zwischenbericht des UN-Chefinspektors Blix erwartet werde, erhoffe man sich etwas mehr Klarheit über einen möglichen Irak-Krieg. Nicht auszuschließen sei jedoch, dass sich dadurch ein sich verstärkender Abgabedruck einstellen könnte, wodurch die langjährige Baisse dann in eine neue Phase eintreten würde. Gerade weil die bisherigen Unterstützungen (im DAX um 2.520 Punkte) lange stabil gewesen seien, bestehe bei einem Bruch die Gefahr eines größeren Kursrutsches, z. B. in Form einer Kapitulation der Marktteilnehmer durch einen "sell out". Andererseits bleibe natürlich gerade auch aufgrund der überverkauften Lage immer die Chance einer ausgeprägten Gegenbewegung nach oben.

Was fehle, seien aber die langfristig orientierten Käufer, die wohl aber erst bei einer Klärung der Irak-Frage wieder an den Aktienmarkt zurückkehren und ihm eine klare Richtung geben würden. Für die nächste Zeit erwarte man angesichts der großen Unwägbarkeiten eine weiterhin hohe Volatilität der Kurse. Allerdings böten sich dabei sehr risikoorientierten und mindestens mittelfristig planenden Anlegern an schwachen Tagen gute Chancen, einen Teil ihrer Liquiditätsreserve zur Mittelbindung einzusetzen. Der Fokus sollte dabei auf niedrig bewerteten Blue Chips, die zum Teil noch mit Dividendenrenditen deutlich über Festgeldniveau glänzen würden, liegen.