Konsolidierungsphase erwartet
11.08.03 11:36
Frankfurter Sparkasse
Die Aufwärtsbewegung der letzten Wochen im DAX ist erst einmal ins Stocken geraten und von Gewinnmitnahmen abgelöst worden, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.
Nach einem Anstieg von fast 60% im Index seit den Jahrestiefstständen im März sei eine solche Reaktion aufgrund der überkauften Lage aber nicht bedenklich, sondern vielmehr als folgerichtig einzustufen. Bisher sei diese Kurskorrektur recht moderat verlaufen. Allerdings kämen von der Charttechnik erste Warnsignale, so seien diverse kurz- und mittelfristige Aufwärtstrends unterschritten worden. Sollte die bisherige Unterstützung bei rund 3.300 Punkten nicht verteidigt werden können, drohe weiteres Rückschlagspotential.
Hilfreich wären sicherlich klare fundamentale Perspektiven. Allerdings liefere die sich langsam dem Ende zuneigende Quartalsberichtssaison weiterhin durchwachsene Signale. So hätten etwa Bayer, Commerzbank oder Cisco die Investoren enttäuscht, während CS Group habe überzeugen können. Überhaupt bleibe als Trend festzuhalten, dass sich bei vielen Unternehmen zwar eine bessere Ertragslage als im Vorjahr gezeigt habe, doch habe dies meist an den positiven Folgen von Restrukturierungen und Kosteneinsparungen gelegen.
Die von den jeweiligen Vorständen gegebenen Aussichten und Prognosen für ihre Unternehmen hätten bis auf wenige Ausnahmen jedoch nur verhaltene Ausblicke gezeigt. Von der Konjunkturseite seien überwiegend positive Daten gekommen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex im Juli deutet eine Erholung bei den US-Dienstleistungen an. Kräftig gestiegene Zuversicht habe auch der europäische Einkaufsmanagerindex für Juli angezeigt. Besser als die Erwartungen sei zudem der Auftragseingang der US-Industrie für Juni ausgefallen. Entsprechend richte sich die Hoffnung auf einen Konjunkturaufschwung.
Die Reaktion des Rentenmarktes in den letzten Wochen untermauere dieses Szenario mit deutlich anziehenden Renditen. Allerdings würden gewisse Zweifel hinsichtlich der Robustheit der Konjunkturbelebung bleiben. Teilweise kämen Befürchtungen auf, dass die steigenden Zinsen die Finanzierungskosten der Unternehmen in die Höhe treiben würden und somit die Konjunkturhoffnungen wieder zerstören könnten. Als weiterer Unsicherheitsfaktor fungiere zudem der auf anhaltend hohem Niveau liegende Rohölpreis.
Das weitere Aufwärtspotential an den Aktienmärkten erscheine vor dem Hintergrund erst einmal ziemlich limitiert. Bis zu einer durch deutliche Fakten untermauerten Aufhellung des Umfeldes, wichtig sei hierbei vor allem, dass sich der konjunkturelle Aufschwung von den Unternehmen in dauerhaft steigende Gewinne umsetzen lasse, erwarte man für die nächste Zeit somit eine Konsolidierungsphase. Während sich nach oben hin im DAX der Bereich um 3.500 Punkten als bedeutende Widerstandszone etabliert habe, dürfte der Bereich um 3.000 Punkte, wo auch in etwa die für den langfristigen Trend wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie liege, gute Unterstützung bieten.
Nach einem Anstieg von fast 60% im Index seit den Jahrestiefstständen im März sei eine solche Reaktion aufgrund der überkauften Lage aber nicht bedenklich, sondern vielmehr als folgerichtig einzustufen. Bisher sei diese Kurskorrektur recht moderat verlaufen. Allerdings kämen von der Charttechnik erste Warnsignale, so seien diverse kurz- und mittelfristige Aufwärtstrends unterschritten worden. Sollte die bisherige Unterstützung bei rund 3.300 Punkten nicht verteidigt werden können, drohe weiteres Rückschlagspotential.
Die von den jeweiligen Vorständen gegebenen Aussichten und Prognosen für ihre Unternehmen hätten bis auf wenige Ausnahmen jedoch nur verhaltene Ausblicke gezeigt. Von der Konjunkturseite seien überwiegend positive Daten gekommen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex im Juli deutet eine Erholung bei den US-Dienstleistungen an. Kräftig gestiegene Zuversicht habe auch der europäische Einkaufsmanagerindex für Juli angezeigt. Besser als die Erwartungen sei zudem der Auftragseingang der US-Industrie für Juni ausgefallen. Entsprechend richte sich die Hoffnung auf einen Konjunkturaufschwung.
Die Reaktion des Rentenmarktes in den letzten Wochen untermauere dieses Szenario mit deutlich anziehenden Renditen. Allerdings würden gewisse Zweifel hinsichtlich der Robustheit der Konjunkturbelebung bleiben. Teilweise kämen Befürchtungen auf, dass die steigenden Zinsen die Finanzierungskosten der Unternehmen in die Höhe treiben würden und somit die Konjunkturhoffnungen wieder zerstören könnten. Als weiterer Unsicherheitsfaktor fungiere zudem der auf anhaltend hohem Niveau liegende Rohölpreis.
Das weitere Aufwärtspotential an den Aktienmärkten erscheine vor dem Hintergrund erst einmal ziemlich limitiert. Bis zu einer durch deutliche Fakten untermauerten Aufhellung des Umfeldes, wichtig sei hierbei vor allem, dass sich der konjunkturelle Aufschwung von den Unternehmen in dauerhaft steigende Gewinne umsetzen lasse, erwarte man für die nächste Zeit somit eine Konsolidierungsphase. Während sich nach oben hin im DAX der Bereich um 3.500 Punkten als bedeutende Widerstandszone etabliert habe, dürfte der Bereich um 3.000 Punkte, wo auch in etwa die für den langfristigen Trend wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie liege, gute Unterstützung bieten.
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